Fußball

Stadtallendorf Außenseiter

(grm). Heute um 19 Uhr tritt Eintracht Stadtallendorf in der Fußball-Regionalliga Südwest beim SSV Ulm 1846 an. Bei den Stadtallendorfern, die das Hinspiel mit 0:3 verloren, sind die Einsätze der beiden angeschlagenen Innenverteidiger Matthias Pape und Perry Ofori noch offen. Sollten beide fehlen, könnten Ben-Luca Fisher und Christopher Schadeberg wie in der zweiten Halbzeit gegen Bayern Alzenau im Abwehrzentrum spielen.

In dieser Partie vor anderthalb Wochen zeigte die Eintracht wie so oft in dieser Saison großen Kampfgeist und belohnte sich, indem sie aus einem 1:3-Rückstand ein 3:3 machte.

Die Gastgeber aus Ulm feierten in ihrem letzten Pflichtspiel ebenfalls ein besonderes Erfolgserlebnis: Am Samstag bezwangen sie im Finale des WFV-Pokals die TSG Balingen mit 3:0 und feierten somit ihren vierten Pokaltriumph in Serie, der sie zur Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison berechtigt.

Auch in der Regionalliga läuft es sehr gut für die »Spatzen«, die acht ihrer letzten zehn Spiele gewannen und mit 78 Punkten Vierter sind. Während im Sturm Burak Coban (fünf Saisontore), Felix Higl (zehn Saisontore) und Tobias Rühle (zwölf Saisontore) wirbeln, wird die Ulmer Abwehr von Kapitän Johannes Reichert organisiert. Der 29-Jährige ist außerdem nervenstark vom Elfmeterpunkt.

Verlängerungen

Im Zuge des bevorstehenden Abstiegs war klar, dass es bei Eintracht Stadtallendorf einen personellen Umbruch geben wird. Nachdem zuletzt die Abgänge der langjährigen Stammspieler Kevin Vidakovics, Jascha Döringer und Laurin Vogt bekannt geworden waren, kann der Verein nun zwei Vertragsverlängerungen vermelden: Sowohl Muhamet Arifi als auch Malcolm Philllips haben beide bis 2023 unterschrieben.

Der 30-jährige Arifi war 2014 vom SV Hattendorf an den Herrenwald gewechselt und hat seitdem 193 Pflichtspiele für die Eintracht absolviert. Den Großteil dieser Spiele lief er im defensiven Mittelfeld auf, etablierte sich allerdings im Laufe der aktuellen Saison als Abwehrchef in der Innenverteidigung. Nachdem er sich am 1. Mai gegen die TSG Hoffenheim II bei einem Zusammenprall sowohl eine Schädelprellung als auch eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, schien die Saison für den kampfstarken Arifi bereits beendet, doch stand er am 21. Mai gegen Bayern Alzenau wieder im Kader und könnte in den letzten drei Saisonspielen sein Comeback geben.

Phillips trägt zwar erst eine Saison das Eintracht-Trikot, konnte sich aber in dieser Zeit schnell als Teil der Startformation etablieren. Der 24-Jährige kann wie Arifi in der Innenverteidigung spielen, kommt jedoch zumeist auf der »Sechs« zum Einsatz. Neben seiner Kopfballstärke und seinen langen Bällen sorgte der Amerikaner vor allem als Freistoßspezialist für Aufsehen: Sowohl gegen Bayern Alzenau, die TSG Balingen als auch den SC Freiburg II traf er jeweils aus über 30 Metern Entfernung.

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