Ohne Spitzenspieler Igor Maruk muss der Gießener SV sein Regionalliga-Debüt gegen Mitaufsteiger TTV Stadtallendorf bestreiten. FOTO: RAS
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Ohne Spitzenspieler Igor Maruk muss der Gießener SV sein Regionalliga-Debüt gegen Mitaufsteiger TTV Stadtallendorf bestreiten. FOTO: RAS

Das Spitzentrio fehlt

  • vonRichard Albrecht
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(ria). Mit zwei Partien geht der Gießener SV in seinen ersten "Corona-Heimspieltag" in der Sporthalle der Friedrich-Ebert-Schule in Wieseck. Zum Auftakt am heutigen Samstag um 14 Uhr empfängt das Regionalligateam Mitaufsteiger TTV Stadtallendorf, um 19 Uhr hofft das Hessenligateam des GSV II gegen den TTC Lüdersdorf, ebenfalls ein Mitaufsteiger, auf das erste Erfolgserlebnis. Wie auch in den unteren Ligen, so wurde für die Regionalliga entschieden, keine Doppel-, sondern nur alle zwölf Einzelpartien auszuspielen. Es kommt also zu keiner vorzeitigen Beendigung des Matches.

Nicht nur aufgrund der Corona-Bedingungen sind die Voraussetzungen für das Regionalligadebüt des Gießener SV alles andere als ideal. Dass als erster Gegner der Mitaufsteiger aus Stadtallendorf anreist, den man im Vorjahr zu Hause deutlich bezwungen hatte, hat keinerlei Aussagewert, denn der Kader des GSV hat ein total anderes Gesicht.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Gießener auf ihre drei Topspieler noch verzichten müssen. Andrei Tsiarokhin (Weißrussland) und Ashraf Rahman (Ägypten) haben noch keine Ausreisegenehmigung, Igor Maruk (Litauen) weilt ebenfalls noch in der Heimat. Peter Smallcombe wird aus England anreisen und als Nummer vier hinter Dennis Tschunichin, Michael Fuchs und Cyrill Menner an der Platte stehen.

Der Kader wird aus der "Zweiten" aufgefüllt, Timo Geier und voraussichtlich Jürgen Boldt werden das dritte Paarkreuz bilden.

Entsprechend gibt sich Abteilungsleiter und Hygienebeauftragter Jürgen Boldt zum Saisonauftakt keinerlei Illusionen hin. "Die ersten beiden Spiel werden ein ganz schwerer Aufgalopp. Wir sind ohnehin der schwächste Kader, und wenn wir da noch ersatz- geschwächt sind, sind wir chancenlos."

Großes Kopfzerbrechen bereitet dies den Gießenern allerdings nicht. "Wir sehen das Ganze als Ausbildungssache mit dem Fernziel, in einigen Jahren uns in der Oberliga, wenn dann nur noch Viererteams spielen, zu etablieren", sagt Boldt. "Was diese Saison betrifft, so hoffen wir, ab Oktober mit dem kompletten Kader trainieren zu können. Unser neuer Trainer Christian Löffler soll die jungen Talente in den ersten drei Mannschaften weiterentwickeln."

Auf große Zuschauerunterstützung kann der GSV auch nicht hoffen. "Leider ist uns die Bühne der Halle als Zuschauerraum nicht genehmigt worden. Wir werden nummerierte Sitze mit entsprechenden Abständen haben, beiden Teams stehen acht Plätze zu und die Zuschauer müssen Mundschutz tragen", hofft Boldt, dass trotzdem die im letzten Jahr so treuen Fans durch die Hygienemaßnahmen nicht völlig vergrault werden.

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