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Dieudonné Mubenzem (rechts) verlässt den Handball-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg vorzeitig ein Jahr vor Vertragsende Richtung HSC Coburg.

Spitzenreiter HSV ärgern

Zum Auftakt zweier Heimspiele in Folge empfängt der TV Hüttenberg heute Abend Spitzenreiter HSV Hamburg in der Rittal-Arena Wetzlar. Vor dem Spiel vermeldet der Handball-Zweitligist mit Diedonne Mubenzem einen weiteren Abgang.

Dieudonne Mubenzem wird den TV 05/07 Hüttenberg zum Ende der laufenden Saison vorzeitig verlassen. Der 25-jährige Tscheche folgt seinem Positions- und Mannschaftskollegen Merlin Fuß Richtung Bundesligaabsteiger HSC Coburg. Diese Mitteilung machte der Klub am Tag vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den HSV Hamburg heute um 19 Uhr in der Rittal-Arena Wetzlar.

Damit entsteht bei den Hüttenbergern eine Vakanz im rechten Rückraum, in dem mit Niklas Theiß nur noch ein Linkshänder unter Vertrag steht. »Manchmal muss man neue Wege gehen, um seine alte Klasse wiederzubekommen. Als die Anfrage aus Coburg kam und ›Dido‹ sofort Feuer und Flamme war, haben wir es für die richtige Lösung gehalten, dem Wunsch des Spielers zu entsprechen und in einen Wechsel einzuwilligen. Zuletzt konnte Dido sein Potenzial leider nicht mehr ganz ausschöpfen, war dennoch als absoluter Teamplayer ein wichtiges Puzzleteil im Abstiegskampf. Ich hoffe, dass er gemeinsam mit Merlin eine gute Hüttenberger rechte Seite in Coburg bildet«, so Florian Laudt, der mit Andreas Scholz die sportliche Leitung innehat. Die offene Position neben Theiß soll zeitnah geschlossen werden.

Unabhängig davon kehrt am heutigen Dienstagabend ein absolutes Schwergewicht des deutschen Handballs in die Rittal-Arena in Wetzlar ein: der HSV Hamburg (32 Spiele/52 Punkte).

Nach schweren Jahren des Wiederaufbaus steht das Team aus der Hansestadt kurz vor der Rückkehr ins Handball-Oberhaus. Mit dem TuS N-Lübbecke (33/52) und dem VfL Gummersbach (32/49) kämpft ein Trio um die zwei Aufstiegsplätze der 2. Handball-Bundesliga. Somit könnte der TVH auch aktiv noch Einfluss nehmen auf den Aufstiegskampf.

Dass die Hamburger alles andere als unbezwingbar sind, haben TuS Ferndorf, TuS Fürstenfeldbruck und der TV Großwallstadt gezeigt. Kombiniert mit der Heimstärke der Hüttenberger hat Coach Johannes Wohlrab durchaus Hoffnung, den haushohen Favoriten etwas ärgern zu können: »Die Voraussetzungen sind klar. Hamburg hat eine gute Mischung im Kader, aus der eine richtig Mannschaft geformt worden ist. Ich glaube, gerade die Achse Tessier/Weller ist aktu-ell die Beste der Liga. Die Qualität ist unbestritten. Wir haben aber Heimspiel und wollen wieder alles geben und auf uns selbst achten. Und dann schauen wir mal, was nach 60 Minuten dabei rauskommt.«

Für Hüttenberg wäre es bei Fortsetzung der Heimserie und dem damit verbundenen Ertrag im besten Fall der entscheidende Schritt zum Klassenerhalt. Sollten der Wilhelmshavener HV (heute Abend bei DJK Rimpar) und TV Emsdetten (morgen bei TuS Ferndorf) ihre Spiele nicht gewinnen und der TVH punkten, könnte es bereits zum Klassenerhalt reichen. Ansonsten haben es die Mittelhessen am kommenden Sonntag im direkten Duell gegen den TV Emsdetten selbst in der Hand, das angestrebte Ziel zu erreichen.

Anders als die benachbarte HSG Wetzlar, die ihre kommenden Juni-Heimspiele vor 900 Zuschauern austrägt, sind für die Hüttenberger heute Abend gegen den HSV Hamburg noch keine Zuschauer angedacht. Ob sich dies zur Begegnung gegen den TV Emsdetten ändert, ist noch nicht geklärt.

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