Lukas Klein und die HSG Wetzlar U 19 haben in Magdeburg eine Mammutaufgabe zu bewältigen. (Foto: ras)
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Lukas Klein und die HSG Wetzlar U 19 haben in Magdeburg eine Mammutaufgabe zu bewältigen. (Foto: ras)

"Spiel in Magdeburg wird für die HSG noch schwerer"

(lme) Ein Auftritt mit Höhen und Tiefen und noch immer die Chance auf das Halbfinale um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft: Coach Thomas Weber und seine Wetzlarer U 19 konnten am vergangenen Sonntagnachmittag nur in Teilen mit ihrer Leistung gegen den SC Magdeburg zufrieden sein.

Vor 700 Zuschauern in der Sporthalle Dutenhofen spielten die Grün-Weißen keine gute erste Halbzeit. Eine Aufholjagd der HSG zum 25:26 (10:17)-Endstand wurde nicht mit einem Unentschieden belohnt. "Das macht unsere Ausgangsposition für das Rückspiel nicht leichter. Wir müssen an die zweite Hälfte in Magdeburg anknüpfen", so Weber, der hinzufügt: "Sollten wir aber noch so eine erste Halbzeit spielen, sind wir raus." Am Samstag (14 Uhr) muss die Weber-Sieben im Rückspiel beim SCM ran.

Magdeburg überraschte die Wetzlarer am Sonntagnachmittag nicht nur mit seiner kampfstarken 6:0-Abwehr, sondern kam auch ungemein über die eigenen Emotionen in das Spiel. "Mich hat die Aggressivität und die Emotionalität dieser jungen Spieler überrascht", sagt Weber. "Wenn man gesehen hat, wie die Jungs bereits bei uns aufgetreten sind, denke ich, dass unser Spiel in Magdeburg noch schwerer wird."

Keine Frage: Magdeburg gehörte am Sonntag klar die erste Hälfte der Partie in Dutenhofen. Mit einem 10:17-Rückstand schickte der Meister der Nordstaffel den deutschen Vizemeister von 2015 in die Kabine. In der Abwehr hatte Wetzlar in den 30 Minuten zuvor nicht zur eigenen Normalform gefunden und immer wieder entscheidende Eins-gegen-eins-Situationen verloren. Gerade Marcel Popa und Johannes Wasieslewski machten im Rückraum des SCM richtig Dampf und waren kaum zu stoppen. "Die zwei müssen wir am Samstag unbedingt in den Griff bekommen", erklärt Weber.

Im zweiten Durchgang kam Wetzlar wie ausgewechselt aus der Kabine und erzielte mit schnellem Umschaltspiel gleich drei Treffer. Zudem schwächte sich Magdeburg mit einer Roten Karte gegen Wasieslewski, nach drei Zeitstrafen, selber. Auch dank der Sporthalle Dutenhofen und den vielen Zuschauern im Rücken biss sich Wetzlar zurück in die Partie und ging sogar zeitweise in Führung, vergab aber die große Möglichkeit auf das Unentschieden. Sollten Torhüter Till Klimpke, Rechtsaußen Tim Rüdiger und Mittelmann Max Leger eine ähnlich starke Leistung von Beginn an zeigen, wie noch in den zweiten 30 Minuten am Sonntag, dürfte Magdeburg eventuell noch einmal unter Druck geraten.

Bereits im Viertelfinale im vergangenen Jahr bewiesen die Grün-Weißen, dass das Team trotz einer Niederlage im Hinspiel ein starkes Comeback geben kann. So unterlagen die Weber-Schützlinge in der ersten Runde der K.-o.-Spiele 2015 dem TSV GWD Minden mit 20:22, kamen dann aber im Rückspiel dank der Auswärtstorregel weiter.

Personaltechnisch kann Weber für den zweiten Schlagabtausch mit dem Topteam von der Elbe aus dem Vollen schöpfen.

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