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Markus Eberhardt von den Tölzer Löwen bringt den Puck am kurzen Pfosten hinter Goalie Felix Bick zum 2:0 unter.

Spannung nach Drei-Tore-Rückstand

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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(mn). Die erste Dienstreise der Roten Teufel unter der Leitung von Harry Lange und Patrick Strauch endete mit einer Niederlage. In Bad Tölz unterlag Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim am Donnerstag mit 3:4 (0:1, 1:2, 2:1). Die Hessen präsentieren sich zwei Tage nach der Trennung von Hannu Järvenpää physisch robuster und suchten auch schneller den Abschluss, wirkten aber insgesamt in der Offensivzone zu ungefährlich, während hinten Torwart Felix Bick eine frühe Vorentscheidung verhindern konnte.

Die Treffer für Bad Nauheim erzielten Kelsey Tessier (2) und Jamie Arniel.

»Im ersten Abschnitt waren wir zu passiv, und wir haben im zweiten Drittel auch blöde Strafen genommen. Wie die Mannschaft nach dem 0:3 zurückgekommen ist - darauf lässt sich aufbauen«, bilanzierte Harry Lange nach seinem Einstand.

Wegweisenden Charakter hatte das Über- und Unterzahl-Spiel. Tölz nutzte zwei seiner ersten drei Powerplay-Möglichkeiten zu Treffern. Die Gäste zogen beim Versuch, robuster aufzutreten, teils doch recht ungeschickt Strafen. Bad Nauheim blieb zunächst torlos.

Was die Tölzer Top-Reihe mit Marco Pfleger, Max French und Reid Gardnier da aufs Eis zauberte, war teils schon zum Zungeschnalzen. Quasi jede Eiszeit des Trio führte zu einem Torabschluss.

Die Roten Teufel konnten nahezu Bestbesetzung aufbieten. In der Defensive fehlte Tomas Schmidt, der in der Nacht zuvor zum ersten Mal Vater geworden war. Die zuletzt fehlenden Freddy Cabana, Christoph Körner und Stefan Reiter waren mit dabei und bildeten anfangs gemeinsam die dritte Angriffsformation.

Tölz konnte schon sehr früh Gefahrenmomente für das Tor der Gäste erzwingen, diese hatten zunächst das Scheibenglück auf ihrer Seite und arbeiteten sich schließlich in die Partie. Der erste Genickschlag: der Treffer von Pfleger. Fünf Sekunden und zwei Pässe hat’s im Powerplay gedauert. Den Topscorer der DEL2 hatten die Roten Teufel offenbar nicht auf der Rechnung (16.). In der 25. Minute nutzte Markus Eberhardt dann seinen Raum vor Bick, konnte verzögern und zum 2:0 für die Oberbayern einschieben. Bad Nauheim hatte Pech bei Pfostenschüssen von Tessier und Marvin Ratmann, kassierte in doppelter Unterzahl das sehenswert herausgespielte dritte Gegentor durch Mario Lamoureux (34.). Der Anschlusstreffer von Tessier (37.) weckte noch einen Funken Hoffnung.

Bad Nauheim verbrachte im Schlussabschnitt viel Zeit im Tölzer Drittel, war selten wirklich zwingend, machte es durch den 2:3-Anschlusstreffer von James Arniel aber sieben Minuten vor dem Ende so richtig spannend. Quasi mit der Durchsage zum Beginn der letzten beiden Minuten wurde den Gästen, die inzwischen mal mit Ratmann, mal mit Nouri Bettahar und schließlich mit Cabana anstelle von Üffing agierten, dann die Ausgleichschance auf dem Silbertablett serviert; in Form des vierten Powerplays. Lange setzte alles auf eine Karte - einen geblockten Schuss nutzte French aber zum vierten Tölzer Treffer (60.). Der 3:4--Powerplaytreffer durch Tessier 25 Sekunden vor Schluss kam zu spät.

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