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Finstere Miene von Würzburgs Trainer Denis Wucherer - sein Basketball-Bundesliga Team steckt noch im Abstiegskampf. IMAGO

Spannender Abstiegskampf

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(sid). Die MHP Riesen Ludwigsburg haben sich vorzeitig den ersten Hauptrunden-Platz in der Basketball-Bundesliga (BBL) gesichert. Der Vizemeister gewann am Sonntag 89:73 (46:38) gegen die Telekom Baskets Bonn und ist zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Das Team von Coach John Patrick hat somit in den Play-offs bis zu einem möglichen Finale im entscheidenden Spiel Heimvorteil.

Mit 58:6 Punkten liegt Ludwigsburg vor Meister Alba Berlin (52:12), der bei s.Oliver Würzburg mit 99:79 (58:37) die Oberhand behielt. Der Dritte Bayern München (48:16) erledigte derweil zwei Tage vor dem Showdown in der EuroLeague seine Pflicht und gewann Ohne mehrere Stammkräfte bei der BG Göttingen mit 102:90 (52:44).

Trinchieri, der am Dienstag (20.45 Uhr/MagentaSport) mit dem FC Bayern in seiner italienischen Heimat zum entscheidenden fünften Viertelfinale bei Armani Mailand antritt, schonte unter anderem Vladimir Lucic, Wade Baldwin und James Gist für den Kampf um die Teilnahme am Final Four der Königsklasse in Köln (28. bis 30. Mai). Münchner Topwerfer in Göttingen war Sasha Grant (21 Punkte).

Die Löwen Braunschweig (9.) setzten sich derweil im Duell der Tabellennachbarn mit 85:75 (47:35) gegen Brose Bamberg (8.) durch. Die Franken, die derzeit den letzten Play-off-Platz belegen, müssen weiter um den Einzug in die Meisterrunde bangen. Braunschweig blieb durch den Sieg im Rennen.

Die EWE Baskets Oldenburg gewannen in Frankfurt klar mit 82:59 (45:26) und bleiben Vierter vor den Hakro Merlins Crailsheim, die 85:78 (47:42) gegen die Hamburg Towers siegten. Ratiopharm Ulm ist nach einem 85:70 (41:44) in Chemnitz weiterhin Sechster. Im Keller stemmte sich der Tabellenvorletzte Gießen 46ers mit einem 100:82 (51:44) gegen Schlusslicht und Absteiger Rasta Vechta gegen den drohenden Abstieg. Bayreuth gewann 99:70 (42:34) bei den Syntainics MBC Weißenfels.

Die Basketballer aus Weißenfels haben damit ihren ersten von drei Matchbällen im Kampf um den Verbleib in der ersten Bundesliga vergeben. Die Weißenfelser kassierten im vorletzten Heimspiel der Saison gegen Medi Bayreuth eine bittere 70:99-Niederlage und haben durch den Gießener 100:82-Sieg gegen Vechta das rettende Ufer noch nicht erreicht. Um aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen, benötigen die Schützlinge von Silvano Poropat aus den noch verbleibenden Partien am Mittwoch in Vechta oder am Sonntag gegen Oldenburg noch einen Sieg.

Den größten Anteil am verdienten Bayreuther Erfolg hatten David Walker (22), Osvaldas Olisevicius (19) und Matthew Tiby (14). Für die Weißenfelser erzielten Quinton Hooker (14), Sergio Kerusch und Kyndahl Hill (je 11) und die meisten Punkte.

Die Gastgeber konnten dieses Duell nur in der Anfangsphase ausgeglichen gestalten. In erster Linie aufgrund ihrer verheerenden Wurfquote bei den Dreiern (nur drei Treffer bei 24 Versuchen) verloren die Mitteldeutschen nach dem 20:20 (11.) komplett den Anschluss. Bayreuth zog bis zur 18. Minute auf 40:28 davon und sorgte mit einem 13:0-Lauf von 47:38 (23.) auf 60:38 (27.) noch vor dem Ende des dritten Viertels für klare Verhältnisse.

Ebenso noch im Abstiegskampf verstrickt sind die Würzburger, die zwar noch ein Spiel mehr als der MBC und Gießen haben, sie weisen aber auch erst 18 Punkte auf.

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