Zu spät attackiert

  • vonSvantje Merker-Gärtner
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(smg). Ihren ersten Auftritt in der Regionalliga Südwest Nord der Frauen haben die Basketballerinnen der TSG Wieseck nicht erfolgreich gestalten können. Beim BC Wiesbaden unterlag die Mannschaft von Trainer Florian Quapil mit 55:66 (22:39). Erst im letzten Viertel deutete sie an, dass mehr in ihr steckt als sie in den 30 Minuten zuvor gezeigt hatte. Wieseck muss sich in der Regionalliga erst noch zurechtfinden.

Anfänglich holten die gastgebenden BC-Akteurinnen nicht den großen Vorsprung heraus, der sich in der Partie zwischenzeitlich einstellen sollte. Mit 16:13 ging es in den zweiten Abschnitt, in dem bei Wieseck aber kaum etwas klappte. Fast im gesamten Spiel haderten die Gäste mit den Abschlüssen. Einige Korbleger und Würfe von verschiedenen Positionen hätten fallen müssen, fanden aber nicht ins Ziel. Besonders traf dies auf das zweite Viertel zu. Zusammen mit der nicht wie gewünscht funktionierenden Defense wurde der Rückstand daher größer und größer. Zur Pause lagen die TSG-Spielerinnen mit 17 Zählern im Hintertreffen (22:39). "Was wir spielen wollten, sind wir durchgelaufen, aber ohne aggressiv zu sein", erklärte Quapil das große Manko. In der Offense machte sein Team das, was es machen sollte. Der nötige Biss dabei fehlte jedoch. Oft zögerte Wieseck bei der Entscheidungsfindung zu lange oder wählte dann die falsche Option. Insgesamt wurde zu zurückhaltend agiert.

Nach dem Seitenwechsel durften die Landeshauptstädterinnen weiter das Tempo bestimmen. Sie verlegten sich auf die langsame Gangart, was der TSG nicht entgegen kam. Trotzdem verlief das dritte Quarter zumindest vom Ergebnis her (12:12) ausgeglichen, sodass sich der Rückstand in dieser Phase nicht vergrößerte.

Im vierten Viertel zog Wiesbaden dann doch zum 62:40 davon. Erst dann tauten die Basketballerinnen von Trainer Quapil auf. "In den letzten fünf Minuten haben wir aufgeräumt und gepresst. Wir hätten früher damit anfangen sollen. Vielleicht wäre Wiesbaden dann ins Wanken gekommen", so der Coach. So holte sein Team den letzten Durchgang.

In der Endphase kam es zu 15 Punkten, dem BC wurden nur noch sechs Zähler gestattet. Zum Drehen des Spiels reichte es nicht mehr, aber Quapil blieb eine Erkenntnis: "Es geht mehr, wenn wir so spielen wie in den letzten Minuten."

Wiesbaden: Christen (22/2 Dreier), Mensing (7/1), Hirner (3/1), Elmit (6), Holtrop (2), Müller (5), Kraft (12), Mosen (3/1), Heyzer (6).

Wieseck: Gries (15/2 Dreier), Klippel (7), Gohlke (8), Dobler (6), Quapil (12/1), Moos (1), Schneider (2), Reichart (4).

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