Souveräne Vorstellung

(se) Der VfB 1900 Gießen ist in der Fußball-Verbandsliga Mitte der Tabellenspitze wieder ein kleines Stück nähergekommen. Gestern Nachmittag setzten sich die Gießener beim SV Frauenstein in Wiesbaden mit 4:0 (2:0) durch und präsentierten sich dabei von ihrer besten Seite.

(se) Der VfB 1900 Gießen ist in der Fußball-Verbandsliga Mitte der Tabellenspitze wieder ein kleines Stück nähergekommen. Gestern Nachmittag setzten sich die Gießener beim SV Frauenstein in Wiesbaden mit 4:0 (2:0) durch und präsentierten sich dabei von ihrer besten Seite. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss und war für die sich tapfer wehrenden Gastgeber schlicht-ergreifend eine Nummer zu groß. Der VfB 1900 konnte es sich im zweiten Abschnitt sogar erlauben, einen Gang zurückzuschalten, ohne dass die Gastgeber das Gießener Tor ernsthaft in Gefahr brachten.

Der SV Frauenstein stand gestern von Beginn an auf verlorenem Posten. Der geballten Gießener Offensivkraft war jedenfalls kein Kraut gewachsen. Der SVF erspielte sich während der gesamten 90 Minuten lediglich zwei Torchancen, während der VfB 1900 eine Vielzahl von Möglichkeiten erzwang. Die Gießener waren von Beginn an hellwach. Während die Frauensteiner bereits in der Anfangsphase zwei Auswechslungen vornehmen mussten, nachdem sich bereits Dominik Horst und Dominik Werny jeweils einen Kreuzbandriss zugezogen hatten, schied in der 16. Minute bei den Gästen aus Mittelhessen Oliver Schmidt verletzungsbedingt aus.

Doch das tat der Spielfreude bei den Gießenern keinen Abbruch. Es dauerte aber bis zur 19. Minute bis zum Gießener Führungstreffer. Eine Flanke von Heinz Stehle beförderte Sebastian Bubbel zur Gästeführung über die Torlinie. Kurz zuvor hatte Ürkan Özen mit einem Schuss aus 16 Metern das Lattenkreuz des Frauensteiner Tores getroffen.

In der 25. Minute hatten die Frauensteiner ihre erste Möglichkeit, doch Kristian Kühn im Tor des VfB 1900 Gießen parierte einen Flugkopfball von Michael Ross. Im unmittelbaren Gegenzug kamen die Gießener zu ihrem zweiten Treffer. Ebenfalls per Flugkopfball erzielte Claudius Weber seinen achten Saisontreffer und gleichzeitig das 2:0. Auch danach ließen die Gäste nicht locker. Libero Pierre Chabou und seine Vorderleute ließen den gegnerischen Angriff nicht zur Entfaltung kommen. Marc Bock und Richy Zimmermann als "Sechser" erwiesen sich für die Wiesbadener ein ums andere Mal als unüberwindliches Hindernis. Die Frauensteiner versuchten danach mit Härte, dem VfB 1900 den Schneid abzukaufen, ohne Erfolg. Leidtragender war Gino Parson, der in der 44. Minute von Abdullah Yildirim und zwei Minuten nach der Halbzeitpause von Ivan Rebic umgesäbelt wurde.

In beiden Fällen zeigte Schiedsrichter Hees aus Heppenheim den Übeltätern die Gelbe Karte und sorgte damit wieder für Ordnung. In ihrem Tatendrang ließen sich die Gießener dadurch aber nicht bremsen. So gelang Claudius Weber in der 53. Minute nach einer Kilian-Ecke das 3:0 für den Gast. Bei diesem Treffer sah der Frauensteiner Keeper Wojciech Strzelecki allerdings nicht sonderlich gut aus. Die Partie war damit gelaufen.

Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken ließ es der VfB 1900 in der Folgezeit deutlich ruhiger angehen. Bis zur 70. Minute tat sich relativ wenig. Der VfB 1900 spielte souverän auf, ließ die Wiesbadener nicht zur Entfaltung kommen, ohne noch einmal alles zu geben. Die Gießener spielten im Stile einer Spitzenmannschaft; sie wussten, die Entscheidung war bereits gefallen.

Und in der Schlussphase gelang den Gästen dann noch der vierte Treffer. Nach einem Eckstoß von Steffen Spottka scheiterte Sebastian Bubbel mit einem Flugkopfball zunächst an SVF-Keeper Strzelecki, den Abpraller beförderte Nebil Celik zum 4:0 über die Linie.

Unter dem Strich ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg des VfB 1900 Gießen, der auf dem Kunstrasenplatz in Wiesbaden-Frauenstein bemerkenswert abgeklärt aufspielte.

SV Frauenstein: Strzelecki; Veith, Vermeer (ab 7. Yildirim), Ulmrich, Ferreira, Hoffmann, Kunz, Klees, Ross, Reichardt (ab 4. Baladi), Rebic.

VfB 1900 Gießen: Kühn; Chabou, Schmidt (ab 16. Jan Koch), Kilian, Zimmermann, Bock, Özen (ab 74. Spottka), Parson (ab 77. Celik), Stehle, Weber, Bubbel.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Hees (Heppenheim). - Zuschauer: 180. - Torfolge: 0:1(19.) Bubbel, 0:2 (25.) Weber, 0:3 (53.) Weber, 0:4 (83.) Celik.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare