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Marcus Valentin (TSG Leihgestern/am Ball) klärt vor Tim Horvat (TSV Gr.-Linden/r. dahinter). (Foto: ras)

Sonntag lässt FSG Bessingen/Ettingsh./Langsdorf jubeln

(bal) Am ersten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Süd war bei den Mannschaften spielerisch noch ordentlich Sand im Getriebe. Lediglich der FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf gelang beim 1:0 gegen die SG Trohe/Alten-Buseck ein Sieg – sämtliche andere Begegnung endeten unentschieden.

Die SG Laubach/Ruppertsburg/Wetterfeld konnte sich bei den beiden Neuzugängen Torhüter Kevin Hofmann und Stürmer Robin Dörr bedanken, dass sie im Derby gegen den VfR Lich noch zu einem 2:2 kam. Auch beim FC Turabdin/Babylon sorgte ein Sommertransfer für Jubel – Santino Speier markierte den 2:2-Endstand.

Gleich dreimal 1:1 hieß es in den drei Samstagsspielen. Dabei überraschte Aufsteiger SG Romrod/Zell gegen die Überraschungsmannschaft der Vorsaison, die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod, hatte jedoch auch etwas Glück, denn den 1:1-Ausgleich besorgte Stefan Lerch mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit. Ebenfalls etwas unerwartet gelang dem MTV 1846 Gießen ein Punktgewinn beim SC Teutonia Watzenborn-Steinberg. In einem "farbenfrohen" Derby mit drei Gelb-Roten-Karten egalisierte Hasan Sogukcesme für die TSG Leihgestern die Führung durch Lukas Pandera.

SG Romrod/Zell – SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod 1:1 (0:1): Vor der stattlichen Kulisse von 300 Zuschauern begann der Aufsteiger mutig und hatte in der Anfangsviertelstunde mehr vom Spiel, allerdings ohne sich Gelegenheiten zu erspielen. Nach 22 Minuten parierte Arne Specht einen Schuss der Gäste, jedoch wehrte er den Ball zu kurz ab und Henrik Mohr staubte zum 1:0 ab. In der Folgezeit dominierten die Gäste, versäumten es aber trotz bester Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Auch im zweiten Durchgang war die Dreier-SG zunächst tonangebend, doch mit zunehmender Spielzeit drängten die Hausherren immer stärker auf den Ausgleich. In der 88. Minute wurde Thomas Gemmer im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Fünf Minuten später ereignete sich nach einem Freistoß eine undurchsichtige Situation im Gästesechzehner, und diesmal gab Schiedsrichter Euler Strafstoß – Stefan Lerch trat an und verwandelte.

TSV Großen-Linden – TSG Leihgestern 1:1 (1:0): Die 120 Zuschauer bekamen ein – besonders in der Schlussphase – hitziges Derby zu sehen. Nach 36 Minuten scheiterte Matthias Isengaard an TSG-Schlussmann Mykhalo Bilenkyy, den Abstauber verwertete dann aber Lukas Pandera zum 1:0. Die Lindener Führung war zu dieses Zeitpunkt verdient, bereits in der siebten Minute hatte Dennis Gurband nur den Querbalken getroffen. Der Rückstand stachelte die Gäste an, und so kam Leihgestern in der Folgezeit wesentlich besser zurecht. In der 55. Minute sah Lindens Torschütze Pandera Gelb-Rot – in Überzahl dominierte der Gast, der durch Hasan Sogukcesme ausglich, als er nach einem 30-Meter-Freistoß über die Mauer goldrichtig stand und traf (66.). Kurz darauf wurde ein Oehmichen-Schuss auf der Lindener Torlinie geklärt (70.) und Jan Herold schoss nach einem Konter über das Tor (77.). Auf der Gegenseite vergab Lischper (80.). Leihgesterns Schnaubelt (88.) und Isengaard (90.+2) sahen dann noch ebenfalls Gelb-Rot.

Teutonen mit Problemen

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg II – MTV 1846 Gießen 1:1 (0:0): Beim Geheimfavoriten aus Pohlheim stotterte zum Saisonstart noch der Motor. Die Teutonia war gegen defensiv eingestellte Gießener spielerisch besser, doch der finale Pass kam zu selten an. Durchgang eins verlief vor 80 Zuschauern ohne größere Höhepunkte. Nach gut einer Stunde sah Watzenborns Ali Korkmaz nach einer Notbremse die Rote Karte – und Jannick Ortanderl versenkte den fälligen Freistoß aus 18 Metern direkt im SC-Gehäuse. Doch nur zehn Minuten später fiel der verdiente Ausgleichstreffer. Nach einer Hereingabe schraubte sich Andreas Wiertelorz nach oben und köpfte das Leder zum 1:1 in die Maschen. In der Folgezeit ließen beide Kontrahenten die nötige Durchschlagskraft vermissen, und so blieb es beim Remis.

FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf – SG Trohe/Alten-Buseck 1:0 (0:0): Die 120 Zuschauer mussten sich für den ersten und einzigen Treffer bis zur Nachspielzeit gedulden – nach 92 Minuten war Hans Sonntag nach einem Freistoß zur Stelle, umkurvte noch zwei Gegenspieler im SG-Strafraum und erzielte den 1:0-Siegtreffer für die FSG. Durchgang eins verlief weitgehend ausgeglichen.

In der neunten Minute holte der anscheinend etwas übermotivierte SG-Neuzugang Carsten Junge FSG-Neuling Antonio Lopez von den Beinen und sah die Gelbe Karte. Lopez musste verletzt raus. Nach 31 Minuten wurde ein Treffer von Justin Schmidt wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt, sieben Minuten später traf Schmidt aus 14 Metern die Latte. Aufseiten der SG prüfte auch Rene Maus das Tor-Gestänge aus zwölf Metern (39.). Nach der Pause verflachte die Partie. Die Gäste zogen sich zurück und lauerten auf Konter, die FSG hatte mehr vom Spiel. Sonntag traf nach 61 Minuten erneut die Latte, ehe der nächste Versuch dann zum Siegtreffer reichte.

Spvgg. Leusel – FC Turabdin/Babylon 2:2 (2:1): Die beiden Kontrahenten legten los wie die Feuerwehr. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da brachte Besim Kücükkaplan den Gast aus Pohlheim in Führung. Doch noch in den Jubel der Gäste hinein fiel bereits der Ausgleichstreffer durch Marius Bublitz. In der Folgezeit übernahmen die Hausherren das Kommando und folgerichtig drehten die Leuseler nach einer Viertelstunde das Spiel. Lukas Ruppel, der Leuseler Neuzugang vom VfB Schrecksbach, sorgte in der 15.

Minute für das 2:1 der Gastgeber. Leusel war tonangebend, versäumte es allerdings nachzulegen. Den Pohlheimern fehlte es das ein oder andere Mal an der Spielidee, am finalen Pass vor dem Tor. Aber mit Santino Speier verpflichtete TuBa in der Sommerpause einen Spieler, der immer für einen Treffer gut ist und notfalls ein Spiel im Alleingang entscheidet. Nach 61 Minuten war Speier zur Stelle und glich aus.

SG Laubach/Ruppertsburg/Wetterfeld – VfR Lich 2:2 (1:0): "Trotz der vielen Ausfälle hat die Mannschaft das gut gemacht. Ich bin zufrieden", so das Fazit von SG-Pressesprecher Jürgen Wörner. Besonderes Lob verdiente sich SG-Schlussmann Kevin Hofmann, der bei seinem Debüt eine überzeugende Leistung darbot. Nach zwölf Minuten markierte Lichs Olcay Kilic das 1:0. Weitere Höhepunkte gab es im ersten Durchgang dann jedoch nicht zu verzeichnen. Dafür drehten die Teams nach dem Seitenwechsel auf. Nach eine Eckstoß in der 56. Minute war Jochen Heinemann per Kopfball zur Stelle und glich aus. Doch die Freude über das 1:1 währte nicht lange, denn in der 78 Minute schloss Dennis Wenzel einen Spielzug der Licher zur erneuten Führung ab. Robin Dörr, der Cousin des noch immer verletzten SG-Torjägers Henrik Keller, vertrat seine Verwandtschaft standesgemäß, als er in der 80. Minute im Strafraum angespielt wurde und zum gerechten 2:2-Endstand einnetzte.

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