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So liefen die Hallenturniere im Kreis: Fernwald, Grünberg und Sandhausen gewinnen

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Von: Harald Friedrich

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Gut was los am Wochenende in den Sporthallen von Grünberg (oben links), Dutenhofen (oben rechts) und Wieseck (unten): Der Budenzauber ist zurück. © Harald Friedrich

Drei große Fußballturniere küren an diesem Wochenende in der Halle ihre Sieger. Dabei jubelten nicht nur Fernwald, Grünberg und Sandhausen, sondern auch die Veranstalter: Über die Resonanz.

Zufriedene Veranstalter blicken auf das Comeback nach der Corona-Pause: Die am Wochenende abgeschlossenen Hallenturniere der Senioren in Grünberg und Dutenhofen sowie der Junioren in Wieseck erfreuten viele Besucher - durchsetzen konnten sich der FSV Fernwald, die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod und der SV Sandhausen. Der Überblick vom Wochenende.

Globus Mittelhssen Cup in Dutenhofen: 380 Zuschauer sehen siegreichen FSV Fernwald

Der langjährige Turnierleiter des Globus Mittelhessen Cup in Dutenhofen, Hartmtut Decher, outete sich am gestrigen Sonntag als wahrer Fan des Budenzaubers: »Da wird nicht so gebolzt, Du kannst auch mal mit der Zunge schnalzen!«

Offensichtlich sahen das auch einige Besucher so: 380 zahlende Zuschauer fanden am Sonntag den Weg nach Dutenhofen. Decher: »Wir sind positiv überrascht, wenn wir die drei Tage Revue passieren lassen. Als Team haben wir das klasse gestemmt.«

Die Besucher sahen am Endspieltag einen souveränen FSV Fernwald, der seine gute Form von der Vorrunde am Freitag bestätigte und im Finale am Sonntag den FC Cleeberg mit 4:3 besiegte. Damit winkt dem aktuellen Vierten der Hessenliga ein Preisgeld in Höhe von 1200 Euro - die Mannschaft von Trainer Daniyel Bulut verteidigte den Titel aus 2020.

Überraschender Dritter wurde Gastgeber SC Münchholzhausen/Dutenhofen, der im »kleinen Finale« den FC Waldbrunn mit 6:5 nach Neunmeterschießen schlug.

Drei Hessenligisten, zwei Verbands- und fünf Gruppenligisten zeugten von einem gewissen lokalen Niveau in Dutenhofen - bester Torschütze wurde Dominik Huisgen vom FC Cleeberg. 61 Tore, sechs Treffer im Schnitt, fielen gestern auf dem Hallenuntergrund.

Während TuBa Pohlheim am Vorrunden-Freitag noch glänzen konnte und Kevin Rennert zu überzeugen wusste, sah das am Finaltag anders aus. In diesen schaffte es der FC Gießen gar nicht erst - als Tabellendritter hinter den TSF Heuchelheim und Türk Ata Spor Wetzlar flog der heimische Hessenligist schon in der Vorrunde raus.

Ähnlich erging es Türk Gücü Friedberg, das in seiner Gruppe Münchholzhausen/Dutenhofen und dem TSV Bicken den sportlichen Vorrang lassen musste.

Kurzfristig abgesagt hatten Eintracht Stadtallendorf und die SG Kinzenbach - »das war zunächst ein kleiner Schock für uns«, sagte Hartmut Decher. Durch Gruppenverschiebungen und das spontane Einspringen vom FC Amedspor Wetzlar konnte die Lücke gefüllt werden - 18 Mannschaften hatten insgesamt gemeldet.

Das Turnier der Alten Herren entschied der ASV Gießen für sich - Im Endspiel gab’s einen 3:0-Erfolg über den TSV Allendorf. Dritter wurde Gastgeber SC Münchholzhausen/Dutenhofen. Das inkludierte E-Jugend-Turnier am Sonntag gewann die TSG Wieseck.

Grünberger Stadtpokal: Doppelter Erfolg für Leon Schott und die FSG

Beim Grünberger Stadtpokal ist der alte auch der neue Champion! Nach dem Erfolg bei der letzten Austragung 2020 hat sich die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod beim Grünberger Hallenstadtpokal auch diesmal die Krone aufgesetzt. In einem reinen Kreisoberliga-Endspiel setzte sich der amtierende Titelträger mit 1:0 gegen die FSG Lumda/Geilshausen durch und konnte den Pott damit verteidigen. Der Veranstalter zog ein positives Fazit.

»Ich war begeistert über den Zuschauer-Zuspruch. Wir konnten im Schnitt 250 Besucher begrüßen. Die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod war das beste Team und hat sich verdientermaßen den Sieg gesichert«, berichtete Martin Steidl von der FSG Lumda/Geilshausen, die das Event mit vielen Helfern stemmte.

»Das Niveau am Finaltag hat sich nochmal deutlich gesteigert, es waren zudem durchweg faire Spiele und insgesamt ein spannendes Turnier. Am wichtigsten war aber, dass sich kein Spieler verletzt hat.«

In der Vorrunde erwies sich die erste Vertretung Grünbergs bereits als stärkstes Team und schloss die Partien ungeschlagen mit 14 Punkten auf Platz eins ab. Den Sprung ins Halbfinale schafften auch die FSG Lumda/Geilshausen (12 Zähler), die FSG Queckborn/Lauter (11) sowie der FSG Weickartshain (6), während für die zweite Mannschaft Grünbergs (4), den SV Harbach und den SV Beltershain (3) nur die Plätze blieben.

Richtig eng ging es dann in den Halbfinalspielen zu. Während Gastgeber Lumda/Geilshausen durch einen knappen 2:1-Erfolg über die FSG Queckborn/Lauter ins Endspiel einzog, stand die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod in der Partie gegen den FC Weickartshain kurz vor dem Aus, ging es nach einen 1:1 nach regulärer Spielzeit doch ins Sechs-Meter-Schießen, das die Dreier-FSG allerdings mit 6:5 für sich entschied.

Der Siegtreffer im Endspiel (1:0 für die FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod) gelang dabei Leon Schott, der sich dadurch auch mit sechs Buden Platz eins in der Torjägerliste sicherte und den Grünberger »Doppel-Triumph« damit komplettierte.

Nicht zur Austragung kam übrigens die Konkurrenz der »Alten Herren«, da vom ohnehin nur drei Teams starken Wettbewerb kurzfristig noch der SV Beltershain absprang und eine Austragung daher gar nicht mehr lohnte.

»Die Wettbewerbsform Alte Herren ist im Landkreis Gießen einfach tot. Wir haben viele Teams angeschrieben, uns aber nur Absagen eingehandelt. Das ist schade und traurig«, merkte Steidl abschließend an.

Wiesecker Hallenmasters: Sandhausen und Offenbach siegen in der U15 und U13

Mit einem packenden U15-Turnier schloss das Hallenmasters 2023 der TSG Wieseck am gestrigen Sonntag ab. Weit über 1000 Spieler liefen seit dem 30. Dezember beim Großevent über den ausgelegten Kunstrasen in der Sporthalle Am Ried.

Turnierorganisator Niklas Karcher: »Das war viel Stress, es hat aber auch super Spaß gemacht. Was megacool war: Wir hatten in diesem Jahr ein paar weniger Bundesligisten bzw. Nachwuchsleistungszentren hier - alle waren sehr dankbar und motiviert. Jeder wollte hier wirklich gewinnen - das fand ich beeindruckend.«

Die Stimmung in der vollen Wiesecker Sporthalle war tatsächlich gut, geprägt von Zuschauerunterstützung, Zusammenhalt und Zwischentönen aus den Musikboxen: Jedes Tor verdiente sich einen Jingle, eine Minute vor Spielende ging die Musik ebenfalls an.

Gießens Sportamtsleiter Tobias Erben lobte am Sonntag die Veranstaltung der Blau-Weißen: »Die TSG Wieseck nutzt ihre Kontakte, um so ein großes Turnier in der Mitte von Deutschland auszurichten. Es hat eher eine überregionale Bedeutung. Das muss man erstmal auf die Beine stellen. Das spricht für die TSG Wieseck.«

Beim U15-Masters setzte sich am Sonntag der SV Sandhausen im Endspiel gegen Borussia Dortmund mit 3:1 durch. Gegen die Schwarz-Gelben wiederum schied die austragende TSG Wieseck im Halbfinale mit 2:3 aus. TeBe Berlin war der vierte Halbfinalist. Einen guten Eindruck in der U15-Konkurrenz machten auch der KSV Hessen Kassel und der FSV Frankfurt.

Einen hessischen Sieger gab es am Tag zuvor in der U13-Wertung. Dort siegten die Kickers aus Offenbach im Endspiel auf Kunstrasen mit 4:0 gegen den KSV Baunatal. Dieser schaltete zuvor die Jugend des 1. FC Kaiserslautern aus. Auch hier schaffte es der Gastgeber, die TSG Wieseck, bis ins Halbfinale - wohl auch ein Grund für die zufriedenen Gesichter der Veranstalter: Die Gastgeber schnitten beim Comeback der Hallenturniere sportlich jeweils gut ab.

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_1V4A5862_2_Fernwald_Cle_4c © Harald Friedrich
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Nicht nur in Grünberg war die Resonanz auf Hallenfußball in der Region am Wochenende positiv. © Oliver Vogler

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