Es geht wieder los: Der FC Gießen startet am Samstag mit dem Gastspiel beim TSV Schott Mainz. FOTO: FRIEDRICH
+
Es geht wieder los: Der FC Gießen startet am Samstag mit dem Gastspiel beim TSV Schott Mainz. FOTO: FRIEDRICH

FC Gießen

Skepsis trotz Gewissheit beim FC Gießen

  • Michael Schüssler
    vonMichael Schüssler
    schließen

Dem Re-Start in der Fußball-Regionalliga Südwest steht nichts mehr im Wege. Für den FC Gießen und alle anderen Teams bedeutet dies, dass vor Weihnachten ein straffes Programm wartet.

Sechs Vereine - darunter der FC Gießen - hatten in der Vorwoche einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Fußball-Regionalliga Südwest gestellt - das Landgericht Mannheim erklärte am Mittwoch, dass diesem Antrag nicht stattgegeben wird. "Das Schöne ist, jetzt haben wir Gewissheit", sagt Gießens Co-Trainer Marco Vollhardt, der aber anfügt: "Nachvollziehen kann ich das aber trotzdem nicht."

Hinzu kommt beim FC Gie ßen auch die monetäre Situation. Denn klar ist: Das FC-Team kann unter aktuellen Umständen nur bis Jahresende bezahlt werden - danach fehlt das Geld. Notvorstand Turgay Schmidt muss versuchen, kurzfristig neue Geldgeber zu finden.

Zurück zum Sportlichen: Nun warten auf den FC Gießen in diesem Jahr noch vier Partien. Los geht es am Samstag (14 Uhr) mit dem Gastspiel beim TSV Schott Mainz, am kommenden Dienstag (14 Uhr) geht es dann zum SC Freiburg II, ehe am 19. Dezember (Samstag, 14 Uhr) das Heimspiel und Mittelhessen-Derby gegen den TSV Eintracht Stadtallendorf folgt. Abgeschlossen wird das Jahr am 23. Dezember (Mittwoch, 15 Uhr) mit dem Gastspiel beim FSV Mainz 05 II.

"Es wird für uns keine Winterpause geben. Wir machen nur am 24. und 25. Dezember sowie am 1. Januar frei, ansonsten steht Training auf dem Plan", so Marco Vollhardt. Im neuen Jahr soll es dann am 9. Januar (Samstag, 14 Uhr) mit dem Mittelhessen-Derby gegen den TSV Steinbach Haiger weitergehen.

Nun richtet sich aber der Fokus auf das Spiel an diesem Samstag beim TSV Schott Mainz. Die letzte Partie haben die Gießener am 30. Oktober bestritten (1:1 in Balingen), nach sechs Wochen Zwangspause geht es für den Tabellenvorletzten wieder um Punkte. Zuvor allerdings stehen die verpflichtenden Corona-Schnelltests an. "Die werden am Freitag vor dem Training in Gießen vor Ort von einer Ärztin vorgenommen", so Vollhardt zum Prozedere. Sollten diese allesamt negativ ausfallen, dann steht der Partie aus Gießener Sicht nichts im Wege. Im gleichen Zuge werden natürlich auch die Akteure des TSV Schott Mainz in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ebenso getestet - auch die jeweiligen Schiedsrichter-Gespanne.

FC Homburg noch in Quarantäne

Definitiv zum erneuten Re-start nicht im Einsatz wird aber der FC Homburg sein. Die Mannschaft der Saarländer befindet sich nach einem positiven Corona-Fall in der Vorwoche - diese Zeitung berichtete - noch immer in freiwilliger Quarantäne. Dementsprechend wurde die an diesem Samstag vorgesehene Begegnung gegen den SC Freiburg II abgesetzt. "Wir sind im intensiven Austausch mit dem Gesundheitsamt und versuchen, frühzeitig mit Testungen aus der Quarantäne zu kommen", sagte FCH-Geschäftsführer Rafael Kowollik dem SR. So bestünde zumindest noch eine kleine Chance, dass man die weiteren Spiele bei der SG Großaspach (15. Dezember) und gegen den FC Bayern Alzenau in Walldorf (19. Dezember) bestreiten könne.

Keine Pressevertreter in Stadtallendorf

Bereits heute Abend (19 Uhr) sind die Offenbacher Kickers im Einsatz, die Südhessen sind zu Gast beim FC-Astoria Walldorf, der auch gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs geklagt hatte. Der Klub aus der Kurpfalz hat allerdings angekündigt, zu dieser Begegnung nur diejenigen zuzulassen, die unmittelbar beteiligt sind. Will heißen, Pressevertreter jeglicher Art erhalten keinen Zutritt für das Sportgelände. Ebenso verfährt Regionalliga-Aufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf, der am Samstag (14 Uhr) den SSV Ulm erwartet.

Und auch der Bahlinger SC erwägt dies: In einer Pressemitteilung heißt es: "So lange ein ›harter Lockdown‹ droht, wird bei uns im Verein erwogen, keine Medienvertreter zuzulassen. Abschließend geklärt ist das - Stand heute - jedoch noch nicht", so Bahlingens Pressesprecher Stefan Ummenhofer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare