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Tennis

Silvia Ambrosio: Schritt für Schritt nach oben

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Die 23-jährige Gießenerin Silvia Ambrosio wurde von der Pandemie nur kurzzeitig ausgebremst - ihre Tennis-Karriere nimmt kräftig an Fahrt auf. Derzeit schlägt die kraftvolle Athletin in Halle auf.

Dem Regionalliga-Aufstieg folgt die Turniertour: Silvia Ambrosio stieg Anfang August mit T65 Eschborn an Position eins spielend von der Hessen- in die Regionalliga auf, schlug dabei unter anderem das 16-jährige Ausnahmetalent Nastasja Schunk - an der scheiterte kurz zuvor noch die aktuell drittbeste deutsche Spielerin, Laura Siegemund.

Die Tochter der Besitzer vom Traditions-Italiener Pizza Pie in der Licher Straße ist derzeit an Position 58 in Deutschland gelistet - da Ambrosio derzeit eifrig auf nationalen Turnieren unterwegs ist, dürfte sie bei der nächsten Ranglistenerneuerung Ende September nach oben klettern.

"Dadurch, dass Silvia derzeit viele hochklassige Turniere spielt, wird sie mehr Routine bekommen. Es ist wichtig, dass sie es als selbstverständlich ansieht, gegen sehr gute Gegnerinnen zu spielen", sagt ihr 30-jähriger Trainer David Billek. Der A-Lizenz-Inhaber, der letzten Sommer von RW Gießen zum TV Marburg gewechselt ist, aber weiterhin in Gießen wohnt, trainiert außerhalb der Turnierzeit täglich zwei bis drei Stunden mit der athletischen Tennisspielerin. Bei Physiotherapie und Krafttraining wird Ambrosio von Lukas Lai (Gießen 46ers) betreut. Die 23-Jährige fokussiert sich derzeit voll auf den Tennissport und will weitere Entwicklungsschritte machen.

"Das Damentennis ist etwas einseitiger gestrickt als das Männertennis. Da ist es durchaus von Vorteil, dass Silvia viel Slice und Stops spielt. Sie streut oft einen Tempowechsel ein", sagt Coach Billek.

Die ehemalige Liebigschülerin stößt auf dem Court aber auch an Grenzen und versucht diese peu à peu zu verschieben - zuletzt bei den certoplast-Open in Wuppertal, wo sie erst im Finale an der aktuellen Nummer 40 in Deutschland, Chiara Scholl, scheiterte.

Derzeit schlägt Ambrosio, die vier Jahre College-Tennis in den USA spielte, bei der fünfwöchigen Turnierserie "International Premiere League", organisiert von André Begemann und dem Grünberger Julian Lenz, auf.

In Halle traf sie am Montag bereits auf Romy Kölzer, Nummer 19 im deutschen Damen-Tennis, und unterlag mit 7:5, 4:6, 2:6. Am Dienstag schlug die Gießenerin die aktuelle 413 der WTA-Weltrangliste, die Brasilianerin Laura Pigossi, mit 6:7, 7:6, 7:6. Die gesamte Woche über tritt Ambrosio beim Turnier an und wird dabei auch von ihrem Trainer besucht. Der unterstützt seine Athletin: "Es ist wichtig, sich nicht nur im Training, sondern auch im Spiel ein Bild von ihr zu machen. Silvia hat noch viel Potenzial."

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