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Jamie Arniel vom EC Bad Nauheim scheitert an Patrick Klein im Tor der Löwen Frankfurt und unterliegt mit den Roten Teufeln mit 1:2.

Siegtor fällt 6,8 Sekunden vor dem Ende

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(mn). Drei Punkte aus zwei Spielen - das ist die Oster-Wochenend-Bilanz des EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Dem 1:2 in Frankfurt am Samstag ließen die Roten Teufel am Montag einen 5:4-Erfolg gegen Freiburg folgen.

5:4 gegen Freiburg

In Freiburg, beim letzten direkten Duell, ist die Entscheidung 0,4 Sekunden vor der Schlusssirene gefallen. Jetzt, am Ostermontag, zeigte die Stadionuhr noch eine Restspielzeit von 6,8 Sekunden. Diesmal aber hatte der EC Bad Nauheim das glücklichere Ende und belohnte sich nach zuvor fünf Niederlage in Serie für den hohen Aufwand, der betrieben worden war.

Dreimal hatten die Gastgeber im Colonel-Knight-Stadion einen Rückstand ausgeglichen und eine Führung verspielt, ehe nach turbulenten, teils wilden, aber auf alle Fälle abwechslungsreichen 60 Minuten der Sieg gefeiert werden konnte.

Kelsey Tessier erzielte den Siegtreffer im Powerplay. Zuvor waren Jamie Arniel, Huba Sekesi, Stefan Reiter und Daniel Bruch für die Hessen erfolgreich. Für den 18-jährigen Förderlizenzspieler war’s im vierten Profi-Einsatz der erste Treffer.

»Es war ein offenes Spiel mit den besseren Chancen auf unserer Seite. Die Mannschaft ist immer drangeblieben und hat an sich geglaubt«, sagte Harry Lange, der Coach der Roten Teufel. Seitens der Gäste aus dem Breisgau konstatierte Peter Russell: »Es ging viel hin und her mit reichlich Chancen auf beiden Seiten.« Bereits am Mittwoch stehen sich beide Mannschaft erneut gegenüber.

Bei den Gastgebern erhielt Mark Richardson unter den Augen seines Nationaltrainer Russell Eiszeit anstelle von David Aslin. Huba Sekesi, vor eineinhalb Jahren zum Verteidiger umgeschult, durfte dagegen mal auf der ihm eigentlich vertrauten Mittelstürmer-Position agieren.

Freiburg agierte in der ersten halben Stunde schlicht effektiver nutzte im Slot dreimal gnadenlos seine ungewohnten Freiräume und übernahm dreimal die Führung. Bad Nauheim, defensiv oft schläfrig und später auf Torwart Felix Bick vertrauend, arbeitete sich immer wieder zurück in die Partie, betrieb einen hohen Aufwand und hatte die deutlich besseren Möglichkeiten, scheiterte aber zu oft an Ben Meisner im Gäste-Tor.

Arniel erzielte erstmals den Ausgleich, als er unmittelbar vor dem Tor regelrecht angeschossen wurde (15.), beim zweiten Treffer schlenzte Sekesi aus der Halbposition einfach mal in Richtung Tor (22.). Reiter stand beim Rebound zum dritten Tor goldrichtig (30.), und dann konnte Bruch einen Schuss von der blauen Linie abfälschen. Als man sich auf eine Verlängeurng eingestellt hatte, bugsierte Tessier den Puck über die Linie.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (4.) Danner (Kurz, Ustorf), 1:1 (15.) Arniel (Cabana, Reiter), 1:2 (20.) Danner (Wittfoth, Spornberger), 2:2 (22.) Sekesi (Ratmann), 2:3 (28.) Spiro (Linsenmaier, George), 3:3 (30.) Reiter (Bettahar, Schmidt), 4:3 (32.) Bruch (Köhler, Cornett), 4:4 (39.) Danner, 5:4 (60.) Tessier (Arnil, Schmidt - 5-4). - Strafminuten: Bad Nauheim 2, Freiburg 4.

1:2 in Frankfurt

Mal ist der Turnover, der individuelle Fehler zu viel. Mal wird der Rebound nicht energisch genug verteidigt. Mal kommt zu wenig in der Offensiv. Mal fehlen am Ende einer Partie einfach nur wenige Sekunden zum Erfolg. Die Spiele des EC Bad Nauheim gleichen sich in den vergangenen Wochen. Am Ostersamstag, im Derby bei den Löwen Frankfurt, war’s - und auch das ist Usus in dieser Saison - das Powerplay. Sechsmal standen die Roten Teufel mit einem Spieler mehr auf dem Eis, konnten diese Möglichkeiten aber nicht nutzten und unterlagen am Ende mit 1:2 (1:0, 0:0, 0:2).

»Wenn man das Powerplay spielt, wie wir es spielen und keine Gefahr ausstrahlt, dann darf man sich am Ende nicht wundern«, bemängelte Harry Lange, der Trainer der Kurstädter, für die Stefan Reiter den einzigen Treffer des Abends erzielten konnten; zur Führung nach zehn Minuten.

Bad Nauheim spielte einen sehr ordentlichen ersten Abschnitt, machte sich durch zwei unnötige Hinausstellungen aber selbst das Leben schwer. Die Wetterauer standen allerdings kompakt, blockten viele Schüsse und hatten immer wieder den Schläger dazwischen, wenn die Löwen einen Tick zu verschnörkelt agiert haben. Offensiv nutzte Stefan Reiter die einzig nennenswerte Torchance zum Führungstreffer; bedient von Jamie Arniel umkurvte Reiter Torwart Patrick Klein und schob ein (10.).

Zwischen der Pfosten der Roten Teufel präsentierte sich Felix Bick in starker Form - unterstützt von seinen Vorderleuten, die wenige Rebounds erlaubten und die Zahl unötiger individueller Fehler und Turnover reduzierten. Bick verhinderte gegen Martin Buchwieser (15.) und Stephan MacAuley (17.) den Ausgleich.

Im zweiten Drittel hatten die Gäste aus der Kurstadt dann sogar mehr vom Spiel; diesmal dank der drei Powerplay-Situationen, von denen allerdings keine echte Torgefahr ausgegangen ist. Arniel hatte beim Solo auf Klein den zweiten Treffer auf dem Schläger (25.), scheiterte aber ebenso wie auf der Gegenseite Kale Karbashian (34.).

Zum Auftakt in den Schlussabschnitt fand einen Schlenzer von MacAuley den Weg ins Tor. Dreimal standen die Gäste allein in den letzten 20 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis, trafen allerdings nicht. Nachdem seitens der Löwen Magnus Eisenmenger das leere Tor verfehlt hatte, nutzte Luis Schinko einen Konter zum Siegtor (55.).

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (10.) Reiter (Arniel, Ketter)., 1:1 (41.) Mac Auley (Woods, Proft), 2:1 (55.) Schinko (Fischer, Stephan). - Strafminuten: Frankfurt 16, Bad Nauheim 10.

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