"Sieger ist der Zuschauer"

(kkl) Thomas Epp, Trainer von Viktoria Urberach, brachte es auf den Punkt: "Ich denke, der Sieger an diesem Tag ist der Zuschauer." Denn in einem dramatischen Spiel der Fußball-Hessenliga trennten sich am Samstag Meister SC Waldgirmes und das Team aus der Rödermark leistungsgerecht 3:3. Vor allem die Schlussphase hatte es in sich, denn drei Minuten vor dem Ende gelang der Viktoria das 3:2, ehe in der Schlussminute Steffen Schmitt für die Lahnauer zum 3:3 traf und so für großen Jubel im Lager der Gastgeber sorgte.

(kkl) Thomas Epp, Trainer von Viktoria Urbe-rach, brachte es auf den Punkt: "Ich denke, der Sieger an diesem Tag ist der Zuschauer." Denn in einem dramatischen Spiel der Fußball-Hessenliga trennten sich am Samstag Meister SC Waldgirmes und das Team aus der Rödermark leistungsgerecht 3:3. Vor allem die Schlussphase hatte es in sich, denn drei Minuten vor dem Ende gelang der Viktoria das 3:2, ehe in der Schlussminute Steffen Schmitt für die Lahnauer zum 3:3 traf und so für großen Jubel im Lager der Gastgeber sorgte.

Thorsten Krick, der Trainer des SC Waldgirmes, war ebenso zufrieden: "Ich denke auch, dass das Spitzenspiel seinen Namen zurecht verdient hat. Es gab kein taktisches Geplänkel, sondern beide Teams haben auf Torerfolg gespielt, was sich auch im Endergebnis bemerkbar gemacht hat. Ich bin natürlich stolz, dass meine Mannschaft nie aufgegeben hat und jeden Rückstand wieder ausgleichen konnte. Nun freue ich mich auf ein spielfreies Wochenende - und danach greifen wir wieder an."

Der Gast setzte bereits nach sechs Minuten ein erstes Ausrufezeichen, als Maach den Pfosten traf. Waldgirmes kam mit einem Flachschuss von Frenz und nach einem Konter durch einen knapp neben das Tor gehenden Schuss von Kuche zu nennenswerten Chancen. Nach 26 Minuten die Führung für die Viktoria: einen hohen Freistoß köpfte Betz aufs Waldgirmeser Tor, Ried lenkte den Ball geradeso an die Latte, von wo er wieder in den Fünfmeterraum sprang - und da staubte Dillmann per Kopfball ab. Bis zur Pause konnten die Gastgeber die Epp-Truppe nur wenig unter Druck setzen, es war die einzige Phase, wo das Spiel vor sich hinplätscherte. Urberach verpasste es nachzulegen, ein Selmanaj-Freistoß knapp über das Tor war die gefährlichste Aktion.

Aus der Kabine kam der SC mit mehr Schwung. Ein Freistoß von André Weinecker nach einer Spielstunde wurde schwach geklärt. Als die Viktoria-Abwehr schon halb aufgerückt war, kam der Ball zum erneut emsigen Kai Frenz, der den Ausgleich erzielte. Die nun folgende Drangphase des SCW fand ein Ende, als Schwab knapp über das SC-Tor schoss und Schiedsrichter Althoff auf Eckball entschied. Nicht jeder war mit dieser Entscheidung einverstanden, sie sollte auch Folgen haben, denn Nils Wolf traf zum 2:1 für Urbe-rach.

Beide Trainer versuchten nun mit Einwechslungen, ihren Mannschaften nochmals Auftrieb zu geben - und jeder machte je einen "guten Griff". Zuerst traf der eingewechselte Kevin Kaguah per Kopf aus kurzer Distanz zum 2:2-Ausgleich (82.). Keine zwei Minuten später hatte Kai Frenz die Riesenchance zur erstmaligen Waldgirmeser Führung, er traf von halbrechts aber nur die Latte.

Fünf Minuten nach dem Ausgleich stellte der ebenfalls eingewechselte Dogan wieder die Führung des Gastes her. Allerdings protestierten die Lahnauer, denn dem Treffer soll ein Foul von Selmanaj an Andre Weinecker ("Selmanaj zieht mir den Ellenbogen ins Gesicht"), vorausgegangen sein. Aber, der Treffer zählte. Den Kopf ließ die Krick-Truppe dennoch nicht hängen und wurde am Ende noch mit dem 3:3 durch Kapitän Steffen Schmitt belohnt. Ermöglicht hatte den Treffer Gastkeeper Istuk, der einen 60-Meter-Freistoß von Ried nicht gut geklärt hatte und so zum Pechvogel avancierte.

Der Endstand von 3:3-Unentschieden entsprach letztendlich den gezeigten Leistungen. Urberach haderte zwar etwas mit der Chancenverwertung und den vergebenen Führungen, Waldgirmes hingegen fühlte sich bei zwei entscheidenden Szenen vom Schiedsrichter benachteiligt, klagte hinterher aber nicht mehr groß und gratulierte dem Gast zum Punkt.

SC Waldgirmes: Ried; Pötzl, Bätzel, Andre Weinecker, Frenz, Schmitt, Salzmann (ab 73. Kaguah), Burk (ab 80. Neubert), Schmandt, Kuche (ab 64. Denis Weinecker), Langholz.

Viktoria Urberach: Istuk; Wolf, Seijdovic (ab 70. Da Costa), Betz, Kurek, Selmanaj, Rhein, Maach, Schwab, Dillmann (ab 56. Dogan), Okpala (ab 83. Kräupl)

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Althoff (Langen). - Zuschauer: 400. - Torfolge: 0:1 (26.) Dillmann, 1:1 (61.) Frenz, 1:2 (69.) Wolf, 2:2 (82.) Kaguah, 2:3 (87.) Dogan, 3:3 (90.) Schmitt. - Gelbe Karten: Frenz, Pötzl, Schmitt, Schmandt - Da Costa.

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