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Sieg für TSV Lang-Göns

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Von: Harold Sekatsch

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Mörlens Fabian Klug (l.) hat in dieser Szene klar das Nachsehen gegenüber dem Lang-Gönser Mario Biermann. © Oliver Vogler

(se). Nach der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III und der HSG Dilltal hat sich in der Gruppe 1 der Handball-Bezirksoberliga die HSG Wettenberg II für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Die Wettenberger machten mit dem 23:22-Sieg bei der HSG Lumdatal II den Weg in diese Runde frei. Chancen auf Rang vier, der zur Teilnahme Punktrunde »nach oben« berechtigt, andererseits auch den sicheren Klassenerhalt bedeutet, haben die MSG Kirchhain/Neustadt, die HSG Großen-Buseck/Beuern, der TV Wetzlar und mit Abstrichen auch die HSG Lumdatal II, die sich allerdings keinen Ausrutscher mehr erlauben darf und auf entsprechende Ergebnisse der Konkurrenz hoffen muss.

In der Gruppe 2 hat sich hinter Spitzenreiter HSG Kleenheim-Langgöns (23:18 gegen die HSG Linden II) ein breites Tabellenmittelfeld gebildet. Kleenheim-Langgöns II ist die einzige Mannschaft dieser Staffel, die sich bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert hat. Abgeschlagen am Tabellenende liegt die SG Rechtenbach. Alle anderen Teams haben realistische Chancen, noch einen Platz für die Aufstiegsrunde zu erhalten. So übernahm der TSV Lang-Göns nach dem 27:23 über Mörlen Rang zwei. Allerdings bietet die Tabelle kein einheitliches Bild. Langgöns hat 9:7 Punkte auf dem Konto, der Vorletzte Florstadt/Gettenau 6:8. Beide stehen sich in einem Nachholspiel am Donnerstag (20 Uhr) in Florstadt gegenüber.

Gruppe 1 / TV Wetzlar - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 17:26 (6:12): Am Ende war HSG-Coach Torben Wegner unzufrieden: »Mit der Torausbeute war ich nicht zufrieden.« Ansonsten aber überwog beim Tabellenführer das Positive, wie Wegner bestätigte: »Wir haben eine gute Abwehr gespielt und 60 Minuten lang Tempo über die erste und zweite Welle gemacht.« Bis zum 3:4 (7.) hielten die Gastgeber mit, kassierten dann aber vier Gegentreffer in Folge. Nach dem 3:8 (13.) schaffte es der TV nicht mehr, in Reichweite zu kommen. Der Tabellenführer baute seinen Vorsprung aus und geriet nicht mehr in Gefahr. 18:11 lag der Gast nach 40 Minuten vorn, führte zehn Minuten vor dem Ende mit 22:12 und kam zu einem klaren Sieg. - Beste Torschützen, Wetzlar: Breining (5/1), Menger (4), Michael Schetzkens (3). - Dutenhofen/Münchholzhausen III: Julian Wallwaey (5/1), Niklas Kinzenbach (4/3), Loh (4), Mühlhans, Dennis Agel (je 3).

Nick Weinandt mit Siegtreffer

HSG Lumdatal II - HSG Wettenberg II 22:23 (13:10): Mit dem Auftritt seiner Truppe war Fabian Hoepfner sehr zufrieden. »Wir waren 60 Minuten lang ebenbürtig«, berichtete der Lumdataler Trainer, »haben dann aber total unglücklich verloren. Meine Mannschaft hatte einen Punkt verdient.« »Es war ein schwieriges Auswärtsspiel«, räumte Wettenbergs Coach Dragan Nenad ein. »Der Gegner hat sich auf uns gut vorbereitet.« Die Hausherren lagen nach zwölf Minuten mit 5:1 vorn, führten nach 20 Minuten mit 9:5, mussten dann aber den Gast auf 8:9 herankommen lassen. Zur Pause führte Lumdatal mit 13:10. »Eine starke Leistung in Abwehr und Angriff«, attestierte Fabian Hoepfner seinem Team und hob den elffachen Torschützen Florian Mohr sowie die Torhüter Nils Kaiser und Dennis Scholz hervor. Mit 17:12 lag Lumdatal nach 38 Minuten vorn. »Doch dann hatten wir zehn schwache Minuten«, erklärte der Lumdataler Coach. So holten die Wettenberger Tor um Tor auf und stellten in der 54. Minute den Gleichstand zum 20:20 her. Nach dem 22:22 traf Nick Weinandt zum 23:22 für Wettenberg II. Es war die einzige Führung für den Tabellendritten, dann aber die entscheidende. Dragan Nenad war froh über den Sieg seiner Mannschaft, monierte aber die hohe Anzahl an Fehlwürfen in der ersten Halbzeit: »Zwölf ist einfach zu viel.« Positiv vermerkte er, dass Torhüter Jan Becker in der zweiten Hälfte zehn Bälle abgewehrt und sein Team im Spiel gehalten hat. - Beste Torschützen, Lumdatal II: Mohr (11), Machava (4/2), Schuchmann (3). - Wettenberg II: Schmitz (5/3), Felix Kreutz (5), Fabian Weide (4/1), Olbert (4), Sascha Kreutz (3).

HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Dilltal 20:29 (10:15): Unter dem Strich stand ein verdienter Sieg, der nach Ansicht von Busecks Trainer Jens Hohaus aber zu hoch ausgefallen ist: »Am Anfang waren wir ganz gut im Spiel«, berichtete er. So führte seine Mannschaft mit 4:2 (6.), wenig später mit 5:3. »Wir haben das umgesetzt, was wir machen wollten, Tempospiel, leichte Tore erzielen und hatten in der Abwehr auch einen guten Zugriff. Dann haben wir es versäumt, unsere ›freien‹ Chancen reinzumachen.« »Verantwortlich« dafür zeichnete das Dilltaler Torwartduo, Jan Große-Grollmann und Nico Rußmann, das eine sehr gute Leistung bot. So kassierten die Busecker zwischen der 13. Minute (7:6) und 21. Minute (7:11) fünf Treffer in Folge und gerieten bis zur Pause mit fünf Toren in Rückstand, der, so Hohaus, »nicht das aussagt, wie die erste Halbzeit gelaufen ist«. »Wir waren mindestens ebenbürtig und haben nur unsere gut herausgespielten Chancen nicht verwerten können.« Nach dem 15:20 (43.) gerieten die Busecker immer klarer ins Hintertreffen. - Tore, Buseck: Jan Schneider, Stein (je 4/1), Damm (4), Edelmann (3).- Dilltal: Ziehm (13), Albrecht (4), Wiener, Weiß (je 3).

Kirchhain/Neustadt - Marburg/Cappel 36:25 (18:9): Beste Torschützen, Kirchhain: Seifart (9), Voß, Pelda (je 6), Billek (4/1). - Marburg: Marburg: Bastian (8), Mainka (5/4), Flothow, Elfert (je 3).

Nico Piazzolla mit zwölf Toren

Gruppe 2 / TSV Lang-Göns - HSG Mörlen 27:23 (9:12): »Wir haben in der gesamten ersten Hälfte nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten und keine Lösungen gegen die offensive Deckung von Mörlen gefunden. In der Abwehr waren wir oft einen Schritt zu spät«, klagte TSV-Spielertrainer Nico Piazzolla, der sich aber dann darüber freute, dass die Mannschaft in der »zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt« habe. Zur Pause lagen die Gäste mit drei Toren vorn und führten zehn Minuten nach Wiederbeginn mit 17:14. Doch nach und nach holte der TSV auf und lag fünf Minuten vor dem Ende mit drei Toren vorn. Erfolgreichster Torschütze beim Sieger war Nico Piazzolla, der nicht nur alle sechs Strafwürfe verwandelte, sondern sechs weitere Treffer erzielte. - Beste Torschützen, Langgöns. Piazzolla (12/6), Hopp, Müll (je 4), Beppler (3). - Mörlen: Wulf (7/5), Alt (5), Otto (4), Rossin, Berger (je 3).

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Linden II 23:18 (14:10): Am Ende ein recht deutlicher Sieg für den Tabellenführer, bei dem Trainer Julian Reusch krankheitsbedingt fehlte und durch Christian Keil ersetzt wurde. Dieser war mit dem Auftritt des Spitzenreiters rundweg zufrieden, hob bei seiner Mannschaft besonders Torhüter Moritz Schäfer hervor, der gegen die Lindener einmal mehr zu großer Form auflief; unter anderem wehrte er vier Siebenmeter ab. Das Fehlen des oberligaerfahrenen Marc Weller habe der Spitzenreiter »als Mannschaft kompensiert«. Gästetrainer Sören Asboe sprach von einem »verdienten Sieg der besten Mannschaft in der Klasse« »Wir sind allerdings extrem ersatzgeschwächt in das Spiel gegangen«, ergänzte er und nannte weitere Gründe für die Niederlage: »In der ersten Halbzeit haben wir Philipp Schäffer nicht in den Griff bekommen und wieder einmal viele Bälle verworfen« Nach der Pause lief es zunächst besser für den Gast. Die Manndeckung gegen Philipp Schäfer fruchtete, doch im Angriff spielten die Lindener »zu statisch« und vergaben zu viele Chancen. Bis zur 48. Minute bauten die Hausherren den Vorsprung auf 21:12 aus, ließen in der Folgezeit nur noch eine Ergebniskorrektur durch die Lindener zu. - Beste Torschützen, Kleenheim-Langgöns II: Faatz (7), Dilges (5/4), Klarner, Philipp Schäfer (je 3). - - Mörlen: Wulf (7/5), Alt (5), Otto (4), Rossin, Berger (je 3).

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Spielertrainer Nico Piazzolla feiert mit seinem TSV Lang-Göns einen 27:23-Sieg gegen Mörlen. © Oliver Vogler

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