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Sieg erforderlich, Sieg erwünscht

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Von: Sven Nordmann

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Wollen heute mal wieder über einen Sieg jubeln: Die Teutonen, die in Hadamar gastieren und bislang selten überzeugten. (Foto: ras)
Wollen heute mal wieder über einen Sieg jubeln: Die Teutonen, die in Hadamar gastieren und bislang selten überzeugten. (Foto: ras) © Rainer Schmidt (ras)

Während Hessenliga-Aufsteiger SC Waldgirmes einen Heimsieg anstrebt, aber relativ entspannt sein kann, steht Watzenborn-Steinberg vor dem Gastspiel in Hadamar unter Zugzwang.

RW Hadamar – SC Teutonia Watzenborn-Steinberg (Sa., 15 Uhr): Trainer Gino Parson gibt sich trotz der angespannten sportlichen Situation entspannt: »Ich spüre keinen Druck von außen«, sagt der 36-Jährige. »Ich habe selbst Ansprüche, konnte schon als Spieler schlecht verlieren.« Klar sei, dass »wir schon mal damit anfangen wollen, wieder einen Sieg einzufahren«. Bislang klappte das seltener als geplant. Acht Punkte aus sechs Spielen und sechs Gegentore gegen Steinbach und Griesheim sind ernüchternd für die ambitionierten Pohlheimer. Parson fordert vor dem Spiel in Hadamar mehr Defensivdenken und sagt: »Wir müssen uns belohnen. Im Spiel haben wir zuletzt zu oft Phasen gehabt, die das Training nicht widerspiegeln.« Der Coach möchte nach dem mäßigen Saisonstart aber auch relativieren: »Man unterschätzt, dass in der Hessenliga alle Fußball spielen können – damit muss man sich auch mal abfinden.«

In Hadamar erwartet der Coach ein »Kampfspiel«, denn das offensive Team könne »echt kämpfen, sie haben absolute Leidenschaft bis zum Schluss«. Folglich müssten die Teutonen bereit sein, »jeden Meter und jeden Zweikampf anzunehmen«. Hadamar rangiert derzeit auf Platz zwölf, ließ durch ein 5:0 gegen Aufstiegsaspirant Bayern Alzenau aufhorchen, enttäuschte ansonsten angesichts eines machbaren Auftaktprogramms bisher aber eher.

Personelles: Stürmer Damjan Marceta fällt aufgrund einer Zerrung weiterhin aus – zu verschmerzen, zuletzt trafen sowohl Markus Müller als auch Rafael Szymanski. Spielmacher Timo Cecen war in dieser Woche krank, die etatmäßigen Stammtorhüter Yannick Dauth und Stephen Jäckel fehlen weiterhin.

SC Waldgirmes – FC Ederbergland (Sa., 15 Uhr): Trotz zwei Pflichtspielniederlagen in Folge gehen die Lahnauer mit einem guten Gefühl in den Heimspiel-Doppelpack. Erst kommt Ederbergland, dann gibt’s eine Pause, ehe Neu-Isenburg wartet. »Die Niederlage in Lehnerz war schon hart, weil wir unerwartet überlegen waren«, sagt Trainer Daniyel Bulut. »Aber man muss sich nur die Nachrichten in der Welt anschauen, dann relativiert sich die Bedeutung des Amateurfußballs.

Und die Hessenliga ist so ausgeglichen, dass du immer damit rechnen musst, mal ein Spiel zu verlieren. Die Spiele sind häufig 50:50.« Nichtsdestotrotz ist der Lahnauer Ehrgeiz groß: Für die beiden Heimspiele stellt Bulut die Rechnung auf: »Drei Punkte wären okay, vier gut, sechs überragend.« Wichtig sei, die Konkurrenten im Abstiegskampf auf Abstand zu halten.

Der heutige Kontrahent Ederbergland, Vorjahresaufsteiger, stellt eine erfahrene und taktisch kluge Mannschaft mit Vladimir Kovacevic als Coach an der Spitze. Der 49-Jährige ist wie Bulut DFB-Stützpunkttrainer, wodurch sich beide gut kennen und öfter austauschen. »Ich glaube, dass das zwei Vereine mit einer nahezu identischen Philosophie sind«, sagt Bulut. Besser gestartet sind zweifelsfrei die Lahnauer, die bereits zehn Punkte aufweisen – Ederbergland ist nach fünf Partien noch ohne Sieg und hat bislang drei Remis eingefahren. Allerdings musste man auch schon zweimal gegen den Titelkandidaten SC Hessen Dreieich spielen.

Personelles: Bis auf die beiden Angreifer Nicolas Strack und Leif Langholz sind alle Spieler fit. Neuzugang Strack konnte in der bisherigen Saison noch gar nicht auflaufen und absolvierte in dieser Woche zum ersten Mal eine komplette Trainingseinheit. Co-Trainer Langholz ist umgeknickt und darf selbst entscheiden, ob er heute im Kader steht. »Er ist sehr reflektiert und weiß, wann er der Mannschaft helfen kann«, sagt Bulut.

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