An sich selbst gescheitert

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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(pie). "Das ist eine ganz bittere Niederlage, auch vom Spielverlauf, weil wir wirklich an uns selbst gescheitert sind", erklärte Trainer Kai Nober nach dem 24:27 (10:13) im Handball-Drittliga-Duell der HSG Wetzlar U23 beim HC Elbflorenz II. "Wir hätten Platz vier festigen können, wenn wir unsere Sache ganz normal weitergemacht hätten."

Ein Knackpunkt war sicherlich der Transfer von Anadin Suljakovic, der unter der Woche auf Leihbasis bis zum Saisonende beim EHV Aue in der 2. Liga geparkt wurde. "Das hat uns auf der Torhüterposition erheblich geschwächt", so Nober. Nichtsdestotrotz kam Wetzlar gut ins Spiel und hielt bis zum 6:7 in der 14. Minute die Partie offen. In der Folge erspielte sich Elbflorenz II einen Vorteil und legte in der 15. Minute auf 9:6 vor. Zwei Minuten war die HSG zwar wieder auf 8:9 dran, dann fiel jedoch fünf Minuten kein Tor, in denen es die Gäste nicht schafften, drei beste Chancen zu verwerten. Die Gastgeber waren es, die die Torflaute beendeten und sich bis zur Pause ein 13:10 erarbeiteten. "Bis dahin haben wir schon eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen liegenlassen. Das war sehr schade, denn der Plan war bis dahin eigentlich aufgegangen", meinte Nober.

Der Plan der Grün-Weißen war, das Tempospiel von Elbflorenz verteidigen, den Positionsangriff mit einer 5:1-Abwehr kompakt lösen und bei Übergängen sofort in die 6:0-Formation zu gehen, um das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer eindämmen zu können. Im Angriff wollte Wetzlar die 6:0-Abwehr des Gegners mit geduldigem Spiel in die Seitwärtsbewegung kriegen, sich Chancen erspielen und sie verwerten. Letzteres klappte stellenweise zu wenig.

Die zweite Halbzeit glich der ersten. Wetzlar glich in der 42. Minute durch Weber zum 16:16 aus. "Wir haben es aber nie geschafft, das Spiel mal zu unseren Gunsten zu drehen", monierte Nober. In der 52. (Weber) und 54. Minute (Malvin Werth) verkürzte die HSG jeweils wieder auf ein Tor. Doch der HCE zog erneut mit drei Toren davon und spielte diese Führung verdient nach Hause. "Das ist sehr schade, weil wir eigentlich an uns selbst gescheitert sind und nicht am Gegner", so Nober.

HC Elbflorenz II: Prager, Vogt; Weinand, Kleinert, Noguchi, Emanuel (7), Boese (3), Cornelius (6), Cal (1/1), Burmeister (1), Meinhardt (4/2), Viehweger, Wellner (5), Große, Arend.

HSG Wetzlar U23: Florian Gümbel, Weizsäcker, Fischer; Lukas Gümbel (5), Lindenstruth (2), Weber (8/1), Kunzendorf (1), Lauer, Werth (1), Klimpke, Kraft (3), Jan Waldgenbach, Okpara, Torben Waldgenbach (3), Geffert (1), Frenko.

Im Stenogramm: SR: Mischinger/Näther. - Z: 101. - Zeitstrafen: 10:4 Minuten - Rot: Kleinert (58./. 3. Zeitstrafe). - Siebenmeter: 4/3 - 3/1.

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