Ob’s da für Trainer Sherwin Rahmani und seinem FC Turabdin/´Babylon zum Aufstieg geht, das werden die nächsten Wochen zeigen. FOTO: FROESE
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Ob’s da für Trainer Sherwin Rahmani und seinem FC Turabdin/´Babylon zum Aufstieg geht, das werden die nächsten Wochen zeigen. FOTO: FROESE

Sherwin Rahmani: "Alles ist möglich"

  • vonPeter Froese
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Zum Restrundenstart liegt der FC Turabdin/Babylon mit einem Rückstand von drei Punkten hinter dem Führungstrio FC Waldbrunn, Spvgg. Eltville und SV Zeilsheim auf dem sechsten Tabellenplatz der Fußball-Verbandsliga Mitte. Dazwischen rangieren der FC Gießen II und der FC Ederbergland. Dabei ist berücksichtigt, dass die Elf von FC-Trainer Sherwin Rahmani durch ein Verbandsgerichtsentscheid nach den Vorfällen im Heimspiel gegen den SV Bauerbach vier Punkte und aufgrund des fehlenden Schiedsrichter-Pflichtsolls zwei Zähler der bereits sportlich errungenen 39 Zähler abgezogen wurden. Ein Durchmarsch der Pohlheimer von der Gruppenliga in die Hessenliga ist weiterhin möglich. Wir haben mit Trainer Sherwin Rahmani vor dem Restrundenstart gesprochen.

Nach derzeitigem Stand streiten sich sechs Vereine um die beiden ersten Tabellenplätze. Wer ist für Sie dabei Topfavorit, wie schätzen Sie die Chancen Ihrer Mannschaft ein?

Der SV Zeilheim hat sich in der Winterpause gut verstärkt und war auch vorher die Elf, die aus meiner Sicht das größte Potenzial hatte. Dies ist der Topfavorit auf den direkten Aufstieg. Beim FC Gießen II muss man sehen, wie es nach dem Aderlass weitergehen wird. Meiner eigenen Mannschaft traue ich prinzipiell alles zu. Es wird viel vom Start in die Restrunde abhängen. Wenn wir gut starten, ist alles möglich. Am Ende wird man keine 70 Punkte brauchen, um einen der beiden vorderen Plätze zu belegen.

Würde der Verein einen möglichen Aufstieg mitgehen - und was musste sich dann an den Rahmenbedingungen ändern?

Sollte uns der Aufstieg gelingen, dann würden wir dies sportlich so mitnehmen. Fakt ist, dass die Infrastruktur schwach ist. Das Thema Spielstätte ist genauso wichtig wie die personelle Aufstellung innerhalb des Vereins, die sich ebenfalls verbessern müsste.

Die Testspiele in Flieden und in Michelbach gingen verloren, gegen den Hessenligisten FSV Fernwald wurde ein Remis erreicht. Wie schätzen Sie die Vorbereitung samt Trainingslager in der Türkei ein?

Wir hatten Licht und Schatten. Die Jungs, die mitmachen konnten und dabei waren, haben super trainiert. Es gibt zahlreiche Spieler, die weit über 30 Trainingseinheiten in den Beinen haben. Aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle kann man die Vorbereitung aber nur als durchwachsen bezeichnen. Markus Simon ist nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining. Risko Bulut fällt wegen eines eingerissenen Meniskus sechs Wochen aus. Zudem fehlen Marius Klotz und Gabriel Gülec (beide Handbruch) und Michael Delle (Sprunggelenk). Ariel Szymanski kommt kurz vor dem Re-Start aus dem Urlaub zurück. Sein Einsatz ist wie der von Steffen Spottka fraglich.

Helmut Schäfer fällt nach einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison aus. Kann Winterzugang Michael Delle ihn ersetzen oder wie werden Sie Ihre taktische Ausrichtung verändern?

Helmut Schäfer ist von seiner Spielweise her von keinem Spieler zu ersetzen. Michael Delle wird aufgrund seiner Sprunggelenkverletzung zum Re-Start nicht zur Verfügung stehen. Wir werden es im Kollektiv auffangen müssen.

Obwohl der FC mit Kevin Rennert (11 Treffer) und Ahmet Marankoz (9) zwei Spieler im vorderen Bereich der Torschützenliste hat, sind die 37 erzielten Tore der viertschlechteste Wert der Liga. Dagegen stellt Ihr Team mit 27 Gegentoren die zweitbeste Defensive. Wo sehen Sie die Gründe dafür?

Wir spielen uns ausreichend Torchancen heraus. Die Gründe liegen in der Verwertung dieser Möglichkeiten. Es fehlt uns die Effektivität vor dem Tor, die nicht nur auf unsere beiden Topstürmer zutrifft. Wir müssen als Mannschaft kaltschnäuziger sein. Ahmet ist erst sehr spät zu uns gestoßen. Er hatte zunächst einiges aufzuholen, um 90 Minuten marschieren zu können. Zudem mussten sich die Laufwege von Kevin und Ahmet aufeinander harmonisieren. Nun verstehen sie sich recht gut und haben beide eine gute Vorbereitung absolviert, sodass ich zuversichtlich bin, dass unsere Sturmduo in der Restrunde zulegen kann.

Zum Auftakt stehen zwei Topspiele (gegen Eltville und FC Gießen II), zwei Spiele gegen abstiegsbedrohte Teams (Schwanheim und Langenaubach) sowie das Derby in Kinzenbach an. Wie schätzen Sie dieses Programm ein?

Wertfrei! Wir müssen in jedem Spiel immer alles raushauen. Nur wenn wir 100 Prozent Leistung bringen, wird es gegen jede dieser Mannschaften reichen. Wir müssen an unser Leistungslimit gehen. Wenn wir in diesen Spielen körperlich und geistig präsent sein werden, sind wir in der Lage, in allen Partien dreifach zu punkten. Peter Froese

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