SG nach 1:4 noch 4:4

  • VonPeter Froese
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(fro). Nach einer tollen Aufholjagd der Hausherren trennte sich gestern Abend die SG Kinzenbach in der Fußball-Verbandsliga Mitte nach einem 1:4-Rückstand noch mit einem 4:4 (1:3)-Unentschieden vom FV Breidenbach. »Vor der Pause fehlten Laufbereitschaft und Zweikampfhärte. In der zweiten Hälfte haben wir Moral und Einsatzwille gezeigt«, hatte SGK-Trainer Oliver Dönges hinterher »gemischte Gefühle«.

Nach der 3:5-Niederlage in Bauerbach stellte der SG-Trainer in der Abwehr um. Robon Sajonz und Ertugrul Gündüz nahmen zunächst auf der Bank Platz, während Marius André Jörg und Nicolas Anker in einem 4-1-2-3-System auf die Außenpositionen der Viererkette rückten. Im Angriff stürmte Gian Darius Nicolai für den beruflich verhinderten Henrik Keller im Zentrum, während der ebenfalls neu in die Startelf gerückte Daniel Horn mit Hakan Güngör die Flügel besetzen sollte.

Baum und Güngör mir je drei Toren

Die Gäste waren von Beginn an präsenter und legten innerhalb von 18 Minuten durch einen Hattrick von Felix Baum eine 3:0-Führung vor. In der zehnten Minute zog der FV-Spielertrainer nach innen und konnten zum ersten Mal ungestört abschließen. Kurz darauf gewährte die SG-Abwehr dem Ausnahmestürmer erneut nur Geleitschutz. Mit einem gefühlvollen Heber ins lange Eck zum 2:0 für den FV bedankte sich Baum für das erneute Gastgeschenk (13.). Nach einem Freistoß von Lukas Müller setzte sich Baum im Luftkampf gegen Ufuk Yildirim durch und köpfte zum 3:0 für die Gäste ein (18.). Hakan Güngör verkürzte per Distanzschuss auf 1:3 (24.) und hätte das Spiel kurz darauf nach einer Flanke von Daniel Horn wieder spannend machen können. Sein Kopfball strich aber knapp am FV-Tor vorbei (27.).

Alle guten Vorsätze für die zweite Halbzeit erhielten zwei Minuten nach Wiederanpfiff einen herben Dämpfer. Einen Müller-Freistoß verlängerte Baum per Fallrückzieher, sodass Lucas Ortmüller zum 4:1 für den FV abstauben konnte. Güngör sorgte mit seinem zweiten Tagestreffer zum 2:4 für neue Hoffnung (50.). Nach einem Schlag ins Gesicht musste Timo Schmidt mit Verdacht auf Nasenbeinbruch vom Platz (79.). Da das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, musste die SG in Unterzahl weiterspielen. Güngör nach Horn-Flanke mit seinem dritten Treffer (83.) und Yildirim, der einen langen Ball von Güngör sehenswert verarbeitete und zum 4:4 abschloss (88.), schafften den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Dieser war amtlich, als SG-Keeper Nico Mohr in der Nachspielzeit einen Schuss von Nino Crispino parierte (90.+6).

Zu diesem Zeitpunkt war das Kräfteverhältnis wieder ausgeglichen, da Moritz Filipzik kurz vor dem Ende die Ampelkarte gesehen hatte (90.+1).

SG Kinzenbach: Mohr; Jörg (ab 74. Sajonz), Yildirim, Akin, Anker, Ried, Schmidt, Ersentürk, Horn, Güngör, Nicolai (ab 65. Alber).

FV Breidenbach: Ochs; Weber, Müller, Künkel, Ortmüller (ab 78. Arslan), Crispino, Mamro, Vielwock (ab 71. Cakar), Filipzik, Beumer, Baum.

Im Stenogramm: SR: Hauser (Waldbrunn). - Zu.: 170. - Tore: 0:1 (10.) Baum, 0:2 (13.) Baum, 0:3 (18.) Baum, 1:3 (24.) Güngör, 1:4 (47.) Ortmüller, 2:4 (50.) Güngör, 3:4 (83.) Güngör, 4:4 (88.) Yildirim. - Gelb: Güngör, Nicolai, Ersentürk, Jörg, Wagner, Dönges - Ortmüller, Filipzik. - Gelb-Rot: Filipzik (91., wiederholtes Foulspiel).

Zum Kopfball hochgestiegen sind der Kinzenbacher Timo Schmidt (l.) und Breidenbachs Cord Beumer.

Rubriklistenbild: © Peter Froese

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