SCW setzt seine Berg- und Talfahrt fort

(may) Fußball-Hessenligist SC Waldgirmes konnte die Vorgaben von Trainer Thorsten Krick nicht umsetzen und hat mit der 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen die Viktoria aus Urberach am Samstag den Kontakt zur erweiterten Spitzengruppe erst einmal verloren.

Der Sieg der Rödermarker in den Lahnauen vor 300 Zuschauern war aufgrund der zweiten Halbzeit nicht unverdient. Mit dem Ausbau ihrer Erfolgsserie auf vier Siege in Folge steht die Epp-Elf jetzt auf Rang sieben. Die Lahnauer dagegen setzen ihre Berg- und Talfahrt in dieser Saison fort und stecken mit Platz zehn im Mittelfeld der Hessenliga fest - sogar mit Blickkontakt nach unten. Der Vorsprung auf den VfB Marburg auf Rang 17 beträgt nur zwei Punkte.

Bei den Hausherren stand gegenüber dem Vorwochenerfolg am Frankfurter Brentanobad Raffael Szymanski für Fadi Michel in der Anfangsformation. Bei den Gästen spielte der kurz vor Ende der Wechselperiode von Fernwald nach Urberach transferierte Domenico Di Rosa von Beginn an und erzielte für seinen neuen Klub sogar das Tor zum Endstand.

Die Anfangsphase in diesem Spiel ging an die Waldgirmeser. Die erste Gelegenheit hatte in der fünften Spielminute Dennis Weinecker, dessen Schussversuch aber über das von Lazar Kacarevic gehütete Gästetor ging. Nach einer Ecke von Steffen Schmitt gelangte der zweite Ball in der zwölften Minute zu Spielmacher Selim Aljusevic, dessen Schuss strich aber knapp über die Torlatte. Nach einem Fehler des Waldgirmeser Kai Frenz hatten die Urberacher in der 18.

Minute ihre erste Tormöglichkeit. Der Schuss von Di Rosa wurde aber zur sicheren Beute von Tommy Ried. Nach einem Steilpass hatte der Goalgetter des SCW, Leif Langholz, die Möglichkeit zur Führung. Er lupfet den Ball aber über das Gehäuse. Nach dieser Aktion riss der Faden im Spiel der Hausherren immer mehr.

Den Waldgirmesern fehlte in der zweiten Hälfte die letzte Konsequenz im Spiel nach vorne und der Zug zum Tor. Anders die Urberacher, die den Waldgirmesern in der 62. Minute eine kalte Dusche verpassten: Yüksel Ekiz schlug kurz vor dem Strafraum einen Haken und schoss dann einen nicht unhaltbaren Ball in die linke untere Ecke zur Gästeführung. Nach einem weiten Ball von Sascha Kuche in den Strafraum scheiterte Langholz wenig später mit einem Versuch aus der Drehung. Auch mit den - nach den Einwechselungen von Fadi Michel und Lukas Hartmann - fünf Stürmern auf dem Feld konnte der SC seinen gewohnten Druck in der Endphase nicht aufbauen. Die letzten Möglichkeiten für die Elf aus den Lahnauen vergaben in der Endphase der Partie Fadi Michel mit einer Direktabnahme aus 18 Metern nach Hartmann-Flanke in der 86. Minute und in der Nachspielzeit Schmitt, der nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite und einem Querpass von Szymanski am Außennetz scheiterte.

Mit einem Konter nutzem die Urberacher die nun vorhanden Räume und setzten nach einem Querpass von Mario Rhein mit dem 2:0 von Di Rosa den Endpunkt in einem durchschnittlichen Hessenligaspiel. Nach der Partie ärgerte sich der Waldgirmeser Trainer Thorsten Krick darüber, dass seinem Team in der ersten halben Stunde der Führungstreffer nicht gelang und dass nach der Pause der Zug zum Tor bei seiner Elf fehlte. Positiv stimmte ihn, dass gegenüber den vorherigen Spielen die Anzahl der individuellen Fehler reduziert wurde.

Waldgirmes: Ried; Frenz (ab 71. Schappert), Kaguah, Kuche, Ehm (ab 81. Hartmann), Schmitt, Neubert, Denis Weinecker, Langholz, Aljusevic (62. Michel), Szymanski.

Urberach: Kacarevic; Betz, Gotta, Russ (ab 89. Talijan), Ekiz, Gräupl (27. Wolf), Gross, Rhein, Gavric, M. Dillmann (85. El Aadmi), Di Rosa.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Muschik (Hünfeld). - Zuschauer: 300. - Torfolge: 0:1 Ekiz (62.), 0:2 Di Rosa (90.+2.). - Gelbe Karten: Frenz, Schmitt, Weinecker, Szymanski - Gräupl, Gavric.

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