Serie der TSG Wieseck findet ihr Ende

(md) Heißt der kommende Meister in der Verbandsliga Mitte Spvgg. Hadamar? Diese Frage dürfen sich seit dem vergangenem Wochenende nicht nur die Anhänger der TSG Wieseck stellen. Die Fürstenstädter machten bei dem 7:0 (4:0)- Kantersieg mit dem Club aus Gießen wenig Federlesens. Die zuvor in ihren letzten 21 Ligapielen in der zweithöchsten hessischen Amateurklasse ungeschlagenen Wiesecker hatten bei ihrem Gastspiel im Westerwald nicht den Hauch einer Chance. Hadamar trumpfte im Stil eines Titelfavoriten auf.

(md) Heißt der kommende Meister in der Verbandsliga Mitte Spvgg. Hadamar? Diese Frage dürfen sich seit dem vergangenem Wochenende nicht nur die Anhänger der TSG Wieseck stellen. Die Fürstenstädter machten bei dem 7:0 (4:0)- Kantersieg mit dem Club aus Gießen wenig Federlesens. Die zuvor in ihren letzten 21 Ligapielen in der zweithöchsten hessischen Amateurklasse ungeschlagenen Wiesecker hatten bei ihrem Gastspiel im Westerwald nicht den Hauch einer Chance. Hadamar trumpfte im Stil eines Titelfavoriten auf.

Am 1. November des vergangenen Jahres hatten die Platzherren noch zwei exzellent vollstreckte Freistöße ihres damaligen Regisseurs und Spielertrainers Heiko Weidenfeller benötigt, um als 3:1-Sieger den Sportplatz an der Faulbacher Straße zu verlassen. Diesmal brauchte sich der ältere Bruder des Dortmunder Bundesliga-Torhüters nicht das Trikot überzustreifen. Hadamar dominierte die faire Partie nach Belieben. Dass dem so war, lag jedoch auch an der extrem schwachen Tagesform der Gäste, die sich bereitwillig wie die Lämmer zur Schlachtbank führen ließen.

"Ich bin froh, dass die Serie mit den unbesiegten 21 Spielen beendet ist. Vielleicht können wir danach wieder befreiter aufspielen. An Hadamars Sieg gibt es auch in dieser Höhe nichts zu deuteln. Meine Mannschaft hat diesmal alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Vor allem ist es uns nie gelungen den Spielfluss der Platzherren zu unterbinden. Meine Spieler standen viel zu weit weg von ihren Gegenspielern. Unser Vorhaben, wenigstens in der zweiten Halbzeit keine Tore zu kassieren ist ebenfalls kläglich gescheitert", kommentierte der Trainer der TSG, Achim Mohr, das Debakel.

Zur Pause hatte Mohr noch augenzwinkernd gesagt: " Vielleicht wird es ja noch ein 4:4." Nun, dem war beleibe nicht so. Das Unheil nahm frühzeitig seinen Lauf. Bereits nach einer Viertelstunde lagen die Platzherren mit 2:0 in Front. Ausgangspunkt war stets der agile Südkoreaner Jung Hun Kim. Der zu Beginn des zweiten Durchganges verletzt ausscheidende Filigrantechniker stürzte die rechte Abwehrseite der Mittelhessen von einer Verlegenheit in die andere. Beim 1:0 wurde Jan Goller von Kim mustergültig in Szene gesetzt. Dem zweiten Treffer der Spielvereinigung ging ein von Dennis Schlecht an dem Koreaner verursachter Foulelfmeter voraus.

Sekunden vorher war der "Chef" der Wiesecker Dreier-Abwehrkette mit einem kernigen Freistoß an dem ansonsten einen äußerst geruhsamen Nachmittag verlebenden Hadamarer Tormann Daniel Erbse gescheitert. Sehenswert auch die Treffer drei, vier und fünf der Gastgeber. Zunächst schoss Waldemar Kling das Leder nach Doppelpass mit Jan Goller ins Netz. Beim 4:0 startete Kim einen Alleingang von der Mittellinie aus, ließ dabei die Wiesecker Defensivspieler wie unbewegliche Slalomstangen stehen und gab dem bedauernswerten Tobias Walden im TSG-Gehäuse das Nachsehen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte trieb Stefan Szymczak mit Dennis Schlecht im linken Wiesecker Strafraumeck sein Spielchen und platzierte das Spielgerät unhaltbar im rechten unteren Toreck. Der Rest war Formsache, das ungleiche Duell längst entschieden. Hadamar indes scheint die Clubs aus dem Fußballkreis Gießen heuer so richtig lieb gewonnen zu haben. 14 der 17 Treffer vor heimischer Kulisse wurden gegen Eintracht Lollar (3:0), SG Birklar (4:0) und nunmehr die TSG Wieseck (7:0) erzielt.

Spvgg Hadamar: Erbse; Körner, Groß, Harmouch, Baum, Kling, , Alves (ab 78. Römer), Tahiri (ab 71. Trosch), Szymczak, Kim (ab 50. Horner), Goller.

TSG Wieseck: Walden; Schäfer (ab 73. Pitz), Schlecht, Klimek, Kocas (ab 65. Noske), Polat, Sebastian Kraft, Zimmer, Schneider, Wagner (ab 72. Binz), Winter.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Boulghalegh (Rüsselsheim). - Zuschauer: 175. - Torfolge: 1:0 (6.) Goller, 2:0 (16.) Baum (Foulelfmeter), 3:0 (29.) Kling, 4:0 (37.) Kim, 5:0 (53.) Szymczak, 6:0 (72.) Goller, 7:0 (90.) Trosch. - Gelbe Karte: Klimek.

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