Serie der Licher BasketBären reißt im Topspiel

(lad) Die Serie der Licher BasketBären in der Pro B ist gerissen. Beim haushohen Meisterschaftsfavoriten Nürnberger BC konnte der Tabellenführer aus Mittelhessen eine Halbzeit lang mithalten und das erwartete Topspiel liefern, bevor in der zweiten Spielhälfte der Einbruch erfolgte. Dieser führte zu einem letztlich klaren 60:80 (33:34) der Licher, die damit nach fünf Siegen zum Auftakt als letztes Team der Liga ihre erste Saisonniederlage hinnehmen mussten.

"In der ersten Halbzeit haben wir sehr diszipliniert gespielt und umgesetzt, was wir uns vorgestellt hatten - mit dieser Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Nürnberg hatte uns aber auch sehr gut gescoutet und verhindert, dass wir uns entfalten", erläutert Lichs Trainer Igor Starcevic, warum sich in den ersten 20 Minuten kein Team so richtig abzusetzen vermochte.

Lich nahm die beiden Topstars der Franken, Aufbauspieler Will Chavis und den ehemaligen NBA-Flügelspieler Eric Washington, glänzend aus dem Spiel und gewährte den beiden Amerikanern in der ersten Halbzeit zusammen gerade einmal acht Zähler. Im Gegenzug legte Nürnberg allerdings den zuletzt überragenden Licher Peer Wente an die Kette. So hatte erstmals in der achten Minute ein Team einen kleinen Vorsprung, als Wente einen Freiwurf für die Bären zum 12:8 traf. Der NBC glich aus, bevor Lich mit einem 16:12 durch vier Gardner-Punkte in Serie in die Viertelpause ging. Nach dieser erhöhte Armin Willemsen aus kurzer Distanz auf 18:12, bevor die Hausherren vor über 1000 Zuschauern erstmals ihre ganze Klasse aufblitzen ließen und innerhalb von eineinhalb Minuten einen 10:0-Lauf auf 22:18 hinlegten. In der 16.

Minute erhöhte Nachwuchstalent Julian Reile auf 28:22, aber Lich kam zurück und hatte nur zwei Minuten später die Führung zum 31:30 zurückerobert, als der gut aufgelegte Center Thomas Fairley (17 Punkte und sieben Rebounds) erfolgreich ablegte. Mit einem Treffer von Washington ging Nürnberg mit einem für beide Mannschaften völlig offenen 34:33 in die Halbzeitpause.

"Der Wendepunkt kam schon in der ersten Minute der zweiten Halbzeit: Als Chavis angefangen hat zu treffen, hat auch seine ganze Mannschaft angefangen zu treffen", erklärt Starcevic, wie es der Kopf der Nürnberger schaffte, sich nun permanent von der Bewachung zu befreien und sein ganzes Team mitzureißen. Der fränkische Weckruf war das 38:33 durch Chavis: Lich verkürzte noch einmal durch ein Drei-Punktspiel von Willemsen auf 39:43 nach 24 Minuten, aber dann begann die Nürnberger Gala. Der BC traf nun sicher von außen, während die Bären ganze drei Dreier versenken konnten. Zudem erarbeitete sich Nürnberg um den 2,17 Meter großen Martin Ides einen immensen Vorteil unter den Körben, der sich in den 41:25 Rebounds (nur vier Licher Offensivabpraller) bestens ausdrückt. In der 28. Minute stand es bereits 56:43 für Nürnberg, das vom 58:49 ausgehend einen 10:0-Lauf auf 68:49 nach 32 Minuten hinlegte.

Sebastian Schröder und Fabian Brütting hatten hier mit ihren beiden Dreiern in der ersten Minute des Schlussviertels den Grundstein für den Erfolg gelegt, denn Lich kam nicht mehr näher als auf 15 Punkte heran. "Wir sind etwas enttäuscht, aber bei uns ist alles in Ordnung und wir können aus der Niederlage viel lernen", richtet Stacevic den Blick trotz der Niederlage wieder nach vorne.

Nürnberger BC: Reile (14/1 Dreier), Chavis (10/2), Ides (6), Eric Washington (5/1), Ceccotti (5), Schneider (4/1), Hänel (5), Reinhardt (6), Schröder (14/2), Taylor, Brütting (11/3).

Licher BasketBären: Scholz (5/1), Klassen (3/1), Wente (6/1), Fairley (17), Christen (6), Webb (2), Kaeuffer, Schläfer, Bölke, Willemsen (7), Gardner (14).

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