Volle Konzentration: Fernwalds 4:2-Torschütze Tim Richter (r.) wird bei der Ballannahme vom Waldgirmeser Joshua Enobore gestört.
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Volle Konzentration: Fernwalds 4:2-Torschütze Tim Richter (r.) wird bei der Ballannahme vom Waldgirmeser Joshua Enobore gestört.

Hessenpokal

Selbstvertrauen für den Liga-Alltag: Fernwald schlägt Waldgirmes im Hessenpokal-Derby

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Der FSV Fernwald ist mit einem 4:2-Derbysieg über den SC Waldgirmes in die zweite Runde des Hessenpokals eingezogen - ein wichtiger Erfolg, auch mit Blick auf den Alltag in der Hessenliga.

Der Einstand beim Hessenligisten FSV Fernwald hätte für Tim Richter nicht besser sein können: Am Dienstag wurde der Wechsel des Stürmers vom TSV Eintracht Stadtallendorf zum FSV gemeldet, am Mittwochabend hatte der 21-Jährige durch seinen engagierten Auftritt Anteil am 4:2-Erfolg der Fernwälder beim SC Waldgirmes, mit dem der FSV die zweite Runde des Fußball-Hessenpokals erreichte. In der Schlussminute krönte der Neu-Fernwälder seine gute Vorstellung mit dem vierten Treffer für sein Team.

Beide Trainer gaben in dieser Begegnung Spielern, die bislang noch nicht so recht zum Zuge gekommen waren, die Chance, sich zu bewähren. Doch nur Daniyel Bulut, Coach des FSV Fernwald, war mit der Leistung dieser Akteure zufrieden, sehr zufrieden sogar: "Die Jungs haben das überragend gemacht", freute er sich mit seiner Mannschaft über den Sieg beim Ligarivalen. "In diesem Spiel haben wir Selbstvertrauen geholt."

Logischerweise nicht ganz so erbaut über den Auftritt seiner Mannschaft war SCW-Trainer Mario Schappert - und das nicht nur wegen des Ergebnisses. "Wir hatten uns so viel vorgenommen", gab er hinterher zu Protokoll, "doch, sieht man von der Phase nach dem Anschlusstor zum 2:3 ab, war das viel zu wenig in diesem Derby." Gerade die Spieler, die in die Mannschaft aufgerückt sind, haben in den Augen ihres Trainers nicht so recht überzeugt. In einem waren sich Bulut und Schappert auf jeden Fall einig: Der Fernwälder Sieg war "völlig verdient".

Beide Teams neutralisierten sich auf dem engen Kunstrasenplatz zunächst weitgehend. Leichte Vorteile und ein Chancenplus besaßen aber die Gäste. In der Folge schien der SCW Oberwasser zu gewinnen, geriet nach 28 Minuten aber in Rückstand, als Lukas Marvin Friedrich mit einem Schuss ins lange Eck Grutza keine Chance ließ. Kurz vor dem Pausenpfiff glich Felix Erben nach einem Freistoß von Emre Duran aus. Zunächst hatte Stephen Jäckel im Gästetor Erbens Kopfball noch abgewehrt, war bei dessen zweitem Versuch aber machtlos.

Nach 60 Minuten kam der FSV zu seinem zweiten Treffer: Friedrich spielte einen Eckball flach auf Nils Schäfer, der mit einem gezielten Schuss von der Strafraumgrenz traf. Zehn Minuten später schloss Miko Freese einen Sololauf mit einem Schuss aus 16 Metern zum 3:1 ab.

Neue Hoffnung keimte für die Lahnauer auf, als Lucas Hartmann nach einer Oeztürk-Flanke und einem Kopfball von Erben zum 2:3 traf. Die Gäste aber kamen in der 90. Minute durch Richter auf Pass von Freese zu ihrem vierten Treffer - die endgültige Entscheidung.

SC Waldgirmes: Grutza; Enobore (ab 46. Hartmann), Cost, Oeztürk, Ciraci (ab 35. Gabriel Moura), Azizi (ab 65. Koyuncu), Duran, Erler, Schneider, Tega, Erben.

FSV Fernwald: Jäckel; Schäfer, Simon, Burger, Bender, Goncalves, Hendrich (ab 46. Göbel), Ersentürk (ab 59. Freese), Ademi (ab 74. Schmieder), Friedrich, Richter.

Im Stenogramm / SR: Angermaier (Bad Camberg). - Z.: 220. - Tore: 0:1 (28.) Friedrich, 1:1 (45.) Erben, 1;2 (60.) Schäfer, 1:3 (70.) Freese, 2:3 (82.) Hartmann, 2:4 (90.) Richter.

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