Sekt-oder-Selters-Spiel für Lollar/Ruttershausen

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Im Duell des Tabellenletzten HSG Lollar/Ruttershausen beim Vorletzten TG Friedberg steht am Samstag in der Handball-Landesliga der Männer viel auf dem Spiel. Geht auch das Vier-Punkte-Match verloren, stehen die Mannen von Trainer Dino Dragicevic mit dem Rücken zur Wand. Der TSV Lang-Göns und die HSG Lumdatal ringen unterdessen um den dritten Rang. Hüttenberg II will in Idstein für die Überraschung sorgen.

TV Idstein - TV Hüttenberg II (Sa., 17 Uhr/Sporthalle am Hexenturm):Beim TV Idstein, seines Zeichens Tabellenzweiter, ist Hüttenberg II zwangsläufig in der Außenseiterrolle. Trotzdem will sich die Mannschaft für die Hinrundenniederlage revanchieren. Dabei könnte helfen, dass sich das Lazarett langsam lichtet. "Somit werden wir wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenhaben, um Idstein Paroli bieten zu können", freut sich Happel auf das spannende Kräftemessen. Toptorschütze des TV ist Moriz Schubert, der satte 8,5 Buden pro Partie zu verzeichnen hat.

TG Friedberg - HSG Lollar/Ruttershausen (Sa., 19 Uhr/Halle am Seebach):Schönheitspreise werden in diesem Spiel nicht zu vergeben sein. Die HSG steht beim neuen Tabellenvorletzten unter Druck. "Diese Punkte müssen wir holen. Wir werden sehen, wie die Spieler auf die Drucksituation reagieren", erklärt Trainer Dino Dragicevic, der sein Team gewissenhaft auf den schweren Prüfstein gegen die TG einstellt. Diese hatte am letzten Spieltag die faustdicke Überraschung vollführt: Nach dem Sieg über Tabellenprimus Petterweil wanderte die rote Laterne an die Handball-Spielgemeinschaft. Mit einem Punktgewinn am Samstag soll diese zurück in die Hände der Friedberger wandern. "Wir müssen an uns glauben", so Dragicevic.

TSV Lang-Göns - HSG Lumdatal (Sa., 19.30 Uhr/Karl-Zeiss-Halle):Nach fünf Siegen in Serie tritt der TSV mit breiter Brust gegen den punktgleichen Gegner aus Lumdatal an. "Auch über die Saison betrachtet sind beide Teams auf Augenhöhe", ist TSV-Trainer Michael Razen voller Vorfreude. Diese wird nur durch die verletzungsbedingten Ausfälle Robin Jänicke und Simon Breser getrübt. Zu kontrollieren gilt es den torgefährlichen Rückraumspieler und Drahtzieher Marcel Köhler, der mit Max Kühn viel Gefahr ausstrahlt. Eike Schuchmann sieht den TSV klar in der Favoritenrolle. "Sie sind individuell die stärkste Mannschaft der Liga", erklärt der HSG-Trainer, der darauf hofft, dass seine Auswahl den Schwung aus dem Wiesbaden-Spiel mitnimmt. Gegen die Landeshauptstädter behielt Lumdatal mit 30:24 die Oberhand. "Wenn wir was holen wollen, müssen wir sehr gut verteidigen", so Schuchmann.

TuS Holzheim - HSG Linden (Sa., 19.30 Uhr/Sportzentrum):Bei Linden lohnt ein Blick auf die Tabellenkons-tellation. Drei teils souveräne Siege in Folge machen es möglich, dass die Mittelhessen wieder Kontakt zur Verfolgertruppe aufnehmen konnten. Dabei steht die von Mario Weber gecoachte Auswahl punktgleich mit fünf anderen Teams auf dem siebten Platz. Gegen Holzheim stehen die Chancen nicht schlecht, weitere Ränge gutzumachen. "Wir sind derzeit gut drauf", verrät Weber. Für einen weiteren Punktgewinn sei ein zielstrebiger und geduldiger Angriff nötig. Verzichten muss der Übungsleiter auf die angeschlagenen Kevin Stöhr und Jannik Andermann.

TSF Heuchelheim - TG Kastel (So., 18 Uhr/Sporthalle Heuchelheim):Mangelndes Engagement sei laut TSF-Trainer Claus Well der Grund für die 25:30-Niederlage gegen Holzheim gewesen. Gegen einen direkten Konkurrenten ließ man somit wichtige Punkte liegen. "Das ist der Mannschaft bewusst und auch, dass wir gegen Kastel zu Hause punkten sollten, damit die Abstiegsränge weit weg bleiben", führt der Handball-Lehrer aus. Dabei sei der letzte Spieltag bestes Beispiel dafür, dass in der Liga alles möglich ist. "Trotzdem sind sie Favorit. Wir werden für den Klassenverbleib weiter alles abrufen müssen", so Well weiter. Derzeit stehen seine TSF acht Punkte vor den Schlusslichtern aus Friedberg und Lollar.

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