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Alles-oder-nichts-Spiel für die Gießen 46ers Rackelos am Sonntag in der Osthalle gegen Schwelm, auf das Coach Lutz Mandler (kniend) einstimmt.

Sekt oder Selters für Rackelos

  • VonHarald Friedrich
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(sks). »Do or die« heißt es im letzten Playoff-Gruppenspiel der Gießen 46ers Rackelos am Sonntag in der Osthalle gegen Schwelm. Nur mit einem Sieg kann der Basketball-Drittligist die nächste Gruppenphase erreichen.

Nur Zentimeter hatten David Amaize am vergangenen Wochenende gefehlt, um den siegbringenden Korb im letzten Angriff gegen Itzehoe zu versenken. Die Eagles behielten stattdessen mit einem lausigen Pünktchen die Oberhand. Letzter Gegner der Rackelos sind nun die EN Baskets Schwelm (Sonntag, 17 Uhr), die ihrerseits ebenfalls mit nur einem Punkt an Koblenz gescheitert waren.

Aufgrund dieser Ausgangslage kommt es in der Gruppe 4 der Pro B-Playoffs jetzt zu zwei Entscheidungsspielen. Dabei heißt es simpel Sekt oder Selters: Für die beiden Sieger der letzten Begegnungen geht es in der nächsten Gruppenphase weiter. Für die Verlierer ist die Spielzeit 20/21 automatisch beendet.

Die Rackelos waren zuletzt empfindlich geschwächt durch eine Blessur, die sich Tim Uhlemann früh im Itzehoe-Spiel zugezogen hatte. Trotz zwickendem Knie biss der Stretch-Forward zwar auf die Zähne. An seine Normalleistung kam Uhlemann allerdings nicht ran. Für Sonntag immerhin gibt Trainer Lutz Mandler Entwarnung, voraussichtlich wird sein Schützling spielen können.

Entsprechend sieht der Matchplan des Basketball-Lehrers aus: »Wir erwarten starke Schwelmer mit sehr starken Guards. Wir müssen versuchen, unsere Stärken unterm Korb auszunutzen und das Spiel schnell zu machen.« Auf der Aufbauposition ist Schwelm mit Montraell Scott überragend besetzt. Der US-Amerikaner scort (16.7 Punkte pro Spiel), passt (6.5 Assists) und reboundet (7). Zu den bekannteren Gesichtern im restlichen Kader zählen Center Daniel Mayr, Nikita Khartchenkov und Anell Alexis. Alexis ist Sohn der BBL-Legende Wendell (Berlin). Khartchenkov verfügt über zentnerweise Ligaerfahrung und ist hinter Scott zweibester Punktesammler (12.7). Mayr gehörte zu den aussichtsreichsten Brettspielern seines Jahrgangs. Eine schwere Knieverletzung bremste den mittlerweile 25-Jährigen aber einige Jahre aus. In der letzten Saison feierte er in Schwelm sein Comeback.

Es handelt sich übrigens nicht um die erste Begegnung zwischen einem 46ers-Team und den Arnsbergern. 2004/2005 gehörte Schwelm zur Basketball-Bundesliga, stieg aber postwendend wieder ab. Nach Neugründung und zwei Regionalliga-Abstiegen hat sich der Verein aber längst in der ProB etabliert und gehört in der Nordstaffel zum festen Inventar.

Übertragen wird die Entscheidungspartie auf dem YouTube-Kanal der Gießen 46ers Rackelos.

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