"Sehr positive Resonanz"

  • Christoph Sommerfeld
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(cso). Vier Monate sind vergangen seit dem Lockdown im März, von dem der Sport im besonderen Maße betroffen war. Tennisprofis durften zwar früher zurück auf den Platz als Mannschaftssportler, dennoch läuft der Turnierbetrieb nur schleppend an. Julian Lenz aus Grünberg und Andre Begemann (Königstein) riefen nun ihre eigene Turnierserie ins Leben, die am heutigen Montag in Halle (Westfalen) startet. Der 27-jährige Lenz hat einen Bachelor in Business Administration mit Spezialisierung in Finance. Begemann ist Absolvent des Studiums der Wirtschaftswissenschaften.

Herr Lenz, wie ist die Idee entstanden, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen?

Die Idee gibt es schon seit März. Nach dem Sportverbot durften wir Profis schon relativ zeitnah wieder trainieren, natürlich nur unter der Einhaltung strenger Hygienevorschriften. Uns wurde dann mitgeteilt, dass die ATP-Tour auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird. Daraufhin gab es die ersten Überlegungen, wie man Spielern, Unternehmen und Zuschauern die Möglichkeit geben kann, wieder live Tennis genießen zu können. Nach einer abgeschlossenen Trainingseinheit haben wir uns zusammen gesetzt und die ersten Überlegungen für eine derartige Umsetzung zusammengetragen. In den darauffolgenden Wochen haben wir akribisch an verschiedenen Konzepten gearbeitet, bis wir schließlich die "International Premier League" ins Leben gerufen haben.

Sie und Andre Begemann sowie dessen Frau haben in den vergangenen zehn Wochen an der Planung gearbeitet. Könnten Sie kurz zusammenfassen, was dabei alles zu berücksichtigen war?

Um ein Tennis-Turnier mit derartiger Besetzung durchführen zu können, ist es wichtig, alle Parteien zusammenzuführen: Spieler, Sponsoren und das Fernsehen. Hier ist leider das Problem, dass alles voneinander abhängig ist und irgendjemand den ersten Schritt machen muss. Unsere Philosophie von Anfang an war "Von Spielern für Spieler", und dementsprechend hatten wir sehr positive Resonanz und Unterstützung unserer Profi-Kollegen. Somit war der erste Schritt schnell gemacht.

Welche Rolle hat das Hygienekonzept gespielt und wie lief die Kommunikation mit den Behörden?

Unser gesamtes Konzept ist darauf aufgebaut, eine absolut sichere Durchführung der Turnierserie zu gewährleisten. Hier haben wir uns mit bestehenden Hygienekonzepten auseinander gesetzt und unser eigenes auf unsere Location angepasstes Konzept erstellt, was von der Stadt Halle bedenkenlos bewilligt wurde.

Sie spielen selbst mit. Wie wichtig ist das sportliche Ergebnis für Sie?

In erster Linie bin ich froh, dass die Veranstaltung wie geplant starten kann. Spieler und Spielerinnen haben seit Monaten keine Plattform mehr gehabt, um sich zu präsentieren. Mir ging es persönlich kaum anders. Dementsprechend bin ich froh, dass ich endlich wieder unter Wettkampfbedingungen Tennis spielen kann. Wenn dabei noch eine gute Platzierung herauskommt, umso besser.

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