Ob Tobias Hahn heute in Hamburg mitwirken kann, entscheidet sich kurzfristig. ARCHIVFOTO: RAS
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Ob Tobias Hahn heute in Hamburg mitwirken kann, entscheidet sich kurzfristig. ARCHIVFOTO: RAS

Schwere Aufgabe in der Hansestadt

(jsa). Zu Beginn des Wochenendes geht es für den TV 05/07 Hüttenberg Richtung Hamburg. Am heutigen Freitagabend um 20 Uhr treten die Mittelhessen zum Duell der 2. Handball-Bundesliga gegen den HSV Handball an.

Kaum andere Vorzeichen könnte es für die Partie in der Sporthalle Hamburg geben. Der TVH rangiert seit Mittwochabend durch den Punktgewinn Emsdettens auf einem Abstiegsplatz. Der heutige Gegner wiederum klopft an den Aufstiegsplätzen, hat bisher einen erfolgreichen Saisonstart hingelegt. Profitierend davon, kaum Kaderveränderungen zu haben und dementsprechend eingespielt zu sein, starteten die Norddeutschen mit drei Siegen in Folge. Erst der VfL Gummersbach fügte beim 26:25 dem HSVH die erste Niederlage zu. Ins- besondere ihre Abgeklärtheit in engen Spielen zeigte die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen in den bisherigen Spielen. Außer gegen Konstanz (32:23) waren die Endergebnisse jedes Mal knapp. Zuletzt verloren die Hamburger das Nordderby beim VfL Lübeck-Schwartau. Nachdem die Mannschaft aufgrund von Spielabsagen von Ende Oktober bis Mitte November kein Spiel bestritt, pflügen sie nun nur so durch den Kalender. Satte zwölf Spiele muss das Team von der Elbe zwischen 17. November und 29. Dezember absolvieren - insofern die Spiele alle stattfinden. Unter anderem diese Belastung ist eine Hoffnung der TVH-Verantwortlichen, gleichwohl die Schwierigkeit der Aufgabe jedem bewusst ist. "Hamburg spielt sehr reif. Jeder weiß, was der andere macht, was ihnen ungemein zugute- kommt", weiß Hüttenbergs Coach Frederick Griesbach um die Stärken des Gegners. Vor allem über ihre schnellen Außen um Thies Bergemann (22 Tore), ihre Rückraumshooter Leif Tissier (31), Philipp Bauer (23) und Jan Forstbauer (29) sowie Kapitän und Kreisläufer Niklas Weller (23) kommen die Norddeutschen zu ihren Toren.

Viel Arbeit, die auf die aktuell schwächste Abwehr der Liga zukommt. 232 Gegentore musste die Abwehr der Mittelhessen schon hinnehmen. Schmerzlich vermisst werden die beiden Kapitäne Moritz Zörb und Stefan Kneer insbesondere defensiv. Doch Griesbach wäre froh, wenn die beiden seine einzigen Ausfälle wären. Die Verletzungsplage verfolgt den TVH weiterhin. Neben Zörb und Kneer wird Spielmacher Hendrik Schreiber fehlen, Dieudonne Mubenzem, Tobias Hahn und Merlin Fuß sind fraglich. Einmal mehr wird die junge Truppe improvisieren müssen, sodass zeitweise ähnliche Bilder wie im vergangenen Heimspiel gegen Lübbecke zustandekommen werden. Mit Spielern im Rückraum, die allesamt in den 2000ern geboren wurden. Aus der Not will Griesbach eine Tugend machen: "Wir fahren dahin, um zu gewinnen. Wir wollen über Leidenschaft und die Zweikämpfe ihnen den Schneid abkaufen und den Turnaround schaffen."

Der HSV Hamburg und die Holsten-Brauerei setzen überdies ihre Kooperation fort. Wie der HSV mitteilte, hat das Unternehmen seinen Vertrag als Premiumpartner um ein weiteres Jahr verlängert. Damit wird das Team von Trainer Torsten Jansen bei seinen Spielen weiterhin mit dem Holsten-Logo auf den Hosen auflaufen. "Wir schätzen es sehr, dass ein solches Traditions- unternehmen mit uns den Weg des Vereins weitergehen will. Diese Partnerschaft verankert uns noch stärker in der Stadt und betont auch unseren regionalen Fokus", sagte HSV-Geschäftsführer Sebastian Frecke. Die Brauerei unterstützt den Club bereits seit 2016.

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