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Schweizer löst den Knoten

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Von: Sebastian Kilsbach

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(sks). Der 99:75 (44:44)-Sieg von Lich Basketball über die DJK Nieder-Olm war härter erkämpft, als es auf den ersten Blick scheint. Die Gäste hielten gegen den Tabellenführer der 2. Basketball-Regionalliga 26 Minuten lang glänzend mit. Dann jedoch platzte der Knoten mit Nachdruck.

Felix Schweizer lötete zwei Dreier in Folge durch die Reuse der DJK, die danach die Verteidigungsschilde herunterfuhr. Zuvor hatten die Rheinhessen zunächst den Ton angegeben, später Lich über eineinhalb Viertel in einen offenen Schlagabtausch gezwungen.

»Wir waren nicht bereit und vor allem in der Verteidigung nicht da«, erklärt Coach Viktor Klassen die verschlafene Anfangsphase. Während Olms Waldemar Nap Fixpunkt seiner Offensive war, brauchten die Licher bis in die achte Minute, bevor der erste Korb aus dem Spiel glückte. Es fehlte an Rhythmus: Rene Keller kassierte früh sein drittes Foul, auch Paul Hungenberg und Felix Schweizer hatten mit Foultrouble zu kämpfen. So hieß es 12:28 nach dem ersten Viertel. Lich stellte danach auf eine gemischte Ball-Raum-Verteidigung um, bei der Nap als einziger gegnerischer Akteur von einem Sonderbewacher verfolgt wurde. Die Taktik ging auf. Per Dreier verkürzte Kevin Hoxhallari auf 25:29, Schweizer im Fastbreak-Dunk markierte den ersten Ausgleich seit dem 0:0 (31:31, 15.). Mit einem sehenswerten Windmill-Dunk legte der Forward nach. »Diese Aktionen haben uns Energie gegeben«, sagt Klassen. Olm ließ sich aber nicht abschütteln und hielt die Partie bis zur Halbzeitpause ausgeglichen (44:44).

In der Kabine sagte Klassen seinen Jungs, dass sie noch »eine Schippe drauflegen müssen«. Über die besondere Verteidigung machte man Nap müde. Erst aber als Schweizer zum anfangs beschriebenen Doppelschlag ausholte, brachte Lich seine PS aufs Parkett. Binnen Minuten machte man aus einem 57:56 ein 65:56 (28.).

»Im Schlussviertel waren die Jungs im Flow und hatten einfach ihren Spaß. Wir haben unsere Stärken ausgespielt«, rekapitulierte Klassen. Das hoch verlorene Auftaktviertel habe man durch eine konsequente Verteidigung in den 30 folgenden Minuten wettmachen können. Lich zauberte nun phasenweise. Vorne legte Yannik Ribbecke mit Passanspiel hinter seinem Rücken auf Julian Bölke ab, der zum 85:69 traf. Längst ließ Klassen tief rotieren. Nur der Hunderter blieb den Wetterstädtern verwehrt. Für den Headcoach war entscheidender, dass sein Team nach dem Rückstand ruhig geblieben sei.

Tabellarisch war es ein wichtiger Sieg für die Mittelhessen. Makkabi Frankfurt fand am Spieltag mit 89:82 bei Bad Bergzabern zurück in die Erfolgsspur. Lich bleibt Spitzenreiter der Liga und muss als nächstes bei der SG Dürkheim/Speyer II ran.

Lich: Jakob (6), Keller (2), Hungenberg, Wagner (10), Ribbecke (23), Hoxhallari (8), Bölke (17), Roith (10), Schweizer (14), Pompalla (3).

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