Schwarz-Weiß im Finale gestoppt

(se) Die TSG Wieseck gewinnt den Fußball-Pokal der Stadt Gießen. Im Endspiel setzte sich der Gruppenligist gegen den B-Ligisten Schwarz-Weiß Gießen mit 3:1 durch und kann nun für ein Jahr die Trophäe in seine Vereinsvitrine stellen.

Vor über 1000 Zuschauern am Abschlusstag sicherte sich der VfB 1900 Gießen durch einen 3:1-Erfolg über den TSV Klein-Linden Platz drei.

Auch wenn sich die Wiesecker am Ende durchsetzen; viel Beifall erhielten die Spieler von der Lahnstraße, die mit ihrem erfrischenden Fußball die Herzen der Fußballfreunde in der Osthalle eroberten. Schwarz-Weiß Gießen war die Mannschaft des Stadtpokals. Nach dem couragierten Auftreten in der Vorrunde war Schwarz-Weiß am Finaltag so etwas wie ein Geheimfavorit. Die Mannschaft feierte in der Vor- und Endrunde ausschließlich Siege. Nur einmal, beim 5:5 gegen den späteren Finalgegner, verließ der B-Liga-Tabellenführer nicht als Sieger das Parkett. In der Endrunden-Gruppe 2 kamen die Schwarz-Weißen zu zwei klaren Siegen, ehe sie im entscheidenden Spiel gegen den TSV Klein-Linden mit 1:0 gewannen. Schütze des entscheidenden Treffers war Jean-Claude Günther, der später mit 14 Treffern zum Torschützenkönig gekürt wurde. In der Endrundengruppe 1 standen mit dem VfB 1900 Gießen und der TSG Wieseck am Ende zwei Mannschaften punktgleich da. Wegen der Besseren Tordifferenz, herausgeschossen vor allem beim 7:0 über die Freie TSG, verwiesen die Wiesecker den Konkurrenten aus dem Waldstadion auf den zweiten Platz.

Im Spiel um Platz drei zwischen dem TSV Klein-Linden und dem VfB 1900 Gießen hatte Dennis Lang die Kleinlindener in Führung geschossen, ehe Gino Parson für den VfB ausglich. Ngolo Ouattara brachte den VfB 1900 mit 2:1 in Front, ehe Florian Wolf mit dem Treffer zum 3:1 für den VfB alles klar machte

Das Endspiel zwischen der TSG Wieseck und Schwarz-Weiß Gießen ging der Gruppenligist äußerst konzentriert an. Die Wiesecker ließen den Kontrahenten nicht zur Entfaltung kommen und gingen nach vier Minuten durch einen Distanzschuss von Pascal Ullrich in Führung. Wenig später traf Yannik Mohr mit einem Schuss in den Winkel zum 2:0 für die TSG. Im weiteren Verlauf kontrollierten die Wiesecker die Partie und ließen Ball und Gegner laufen. "Jetzt spielen wir es sehr clever", freute sich TSG-Trainer Ottmar Wagner, der aber acht Minuten vor dem Ende mit ansehen musste, wie die Schwarz-Weißen die TSG-Abwehr mit einem Doppelpass aushebelten und zum 1:2-Anschluss trafen. Torschütze war Simon Hassler. Drei Minuten später hatte Jean-Claude Günther mit einem Lattentreffer Pech. 90 Sekunden vor dem Ende parierte Julian Hilbert im TSG-Tor einen Kopfball von Musoke. Sekunden vor dem Ende markierte Ullrich den dritten Treffer für Wieseck. Die TSG ist verdientermaßen Stadtpokalsieger, aber den Beifall von den Rängen haben sich die Schwarz-Weißen auch redlich verdient.

In den Vorrundenspielen am Samstag hinterließ B-Liga-Tabellenführer einen starken Eindruck, die Mannschaft um Torjäger Jean-Claude Günther ließ in der Vorrunden-Gruppe 3 sogar die TSG Wieseck hinter sich und zog als Gruppensieger in die Endrunde ein. Wieseck belegte Platz zwei, Rang drei Türkiyemspor Gießen. Da die Türken als Dritter lediglich fünf Punkte auf dem Konto hatten, mussten sie den Dritten aus der Gruppe 1 (FC Besa) und 2 (Freie TSG/jeweils sechs Punkte) den Vortritt lassen. In der Gruppe 2 setzte sich der ASV Gießen gegen die Konkurrenten durch. Zweiter wurde der MTV 1846 Gießen.

Wie Naim Januzaj, Sprecher des Turnierausrichters FC Besa berichtete, haben am Samstag insgesamt 800 Fußballfreunde die Spiele besucht. Die Spiele verliefen weitgehend fair, doch gab es auch intensiv geführte Spiele. Die Schiedsrichter mussten jedenfalls auf der Hut sein, um die Spiele ordentlich über die Bühne zu bringen. Der Sonntag verlief im Großen und Ganzen harmonisch, sieht man von einigen Verletzungen ab, die sich Spieler im Eifer des Gefechts zuzogen.

"Wir sind glücklich, dass es so gut geklappt hat", freute sich hinterher Naim Januzaj für den FC Besa. Der Verein war ein aufmerksamer Gastgeber, die Besucher konnten sich in der Halle wohlfühlen.

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