FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf (Mannschaftsbild 2019), Aufsteiger in die Kreisoberliga (oben, v. l): Oliver Heil (Betreuer und Spielausschuss FV Ober-Bessingen), Thorsten Schultheis (Trainer), Timo Günzel, Giovanni Gentile, Yannik Becker, Michael Döhring, Hans Sonntag, Ralph Theiss, Thilo Freund, Jannik Görnert, Doro Bender (Physio) Günther Schmaußer (Co-Trainer), Paul Jones (Betreuer und Spielausschuss TV Langsdorf) dahinter Markus Sajonz (Torwart-Trainer); unten (v. l.): Felix Balser, Pascal Markloff, Guiakam Noubou, Florian Neumann, Henrik Gröbl, Micha Schlosser, Sascha Ott, Jakob Petri, Henrik Fischer, Falco Höfeld. FOTO: PRIVAT
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FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf (Mannschaftsbild 2019), Aufsteiger in die Kreisoberliga (oben, v. l): Oliver Heil (Betreuer und Spielausschuss FV Ober-Bessingen), Thorsten Schultheis (Trainer), Timo Günzel, Giovanni Gentile, Yannik Becker, Michael Döhring, Hans Sonntag, Ralph Theiss, Thilo Freund, Jannik Görnert, Doro Bender (Physio) Günther Schmaußer (Co-Trainer), Paul Jones (Betreuer und Spielausschuss TV Langsdorf) dahinter Markus Sajonz (Torwart-Trainer); unten (v. l.): Felix Balser, Pascal Markloff, Guiakam Noubou, Florian Neumann, Henrik Gröbl, Micha Schlosser, Sascha Ott, Jakob Petri, Henrik Fischer, Falco Höfeld. FOTO: PRIVAT

Fußball

Schultheis lobt: Verlass auf Führungsspieler

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Drei Klubs. Ein Ziel: Spaß am Fußball - und das am besten noch mit Erfolg. Die FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf hat den Aufstieg in die Kreisoberliga Süd perfekt gemacht.

Trainer Thorsten Schultheis kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Wir haben eine tolle Mannschaft, vom Kollektiv her, von der Kameradschaft. Alle funktionieren miteinander. Ob Alt oder Jung. Es macht unheimlich Spaß und richtig Laune, mit der Truppe zu arbeiten." Damit nennt der Coach den für ihn ausschlaggebenden Grund, warum seine FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf bis zum Abbruch der Saison in der Fußball-Kreisliga A Gießen Anfang März stark performte, mit 47 Punkten nach 19 Spielen und einer Torbilanz von 62:18 Rang zwei belegte und nach der Verbandsentscheidung, die Saison abzubrechen, in die Kreisoberliga Süd aufsteigen darf.

Für Schultheis bleibt diesbezüglich ein kleiner fader Beigeschmack. "Man geht mit gemischten Gefühlen an die Sache", gibt er Einblick in das, was er davon hält, dass es die FSG als Tabellenzweiter nach oben gepackt hat. Er hätte gerne die Runde mit seiner Mannschaft zu Ende gespielt - und einen sportlichen Aufstieg geschafft. "Ob das alles so gerecht ist, weiß ich nicht. Aber eine Entscheidung musste her", so Schultheis weiter. Eine Aufstiegsfeier sei nicht vorgesehen, aber ein Zusammensetzen, um die ganze Sache abzuschließen.

"Den Aufstieg hatten wir nicht von Anfang an im Blick. Wir wollten nach vorne und oben mitspielen, und wenn es mit dem Aufstieg klappen sollte, hatten wir uns gesagt, nehmen wir ihn natürlich gerne mit", erinnert sich Oliver Heil (Betreuer und Spielausschuss Ober-Bessingen) an die Zielvorgabe vor dem Rundenstart. Der Erfolgstrainer Schultheis muss nun "leider" kürzer treten. Er übernimmt zu Hause den Familienbetrieb. Aber er will unbedingt den Kontakt zum Team und zur FSG halten. "Da wird es immer Möglichkeiten geben", schaut er dem Abschied positiv entgegen.

Auf seine Führungsspieler Timo Günzel, Hans Sonntag, Henrik Gröbl, Yannik Becker und Pascal Markloff konnte sich der Coach immer verlassen. Die Verantwortung war in allen Mannschaftsteilen immer auf mehreren Schultern verteilt. "Die Leader sind jahrelang dabei - sie kennen die Abläufe und führen die jungen Spieler", konstatiert Schultheis und sagt weiter: "Das alles hat gepasst und unheimlich gut funktioniert. Das ist einfach eine geile Truppe."

Die Leader nahmen auf dem Platz auch mal das Heft selbst in die Hand, sind Risiken eingegangen und haben auch beim Trainer Veränderungen angestoßen. "Ich entscheide oft nicht alles allein", sagt Schultheis. Wichtige Impulsgeber für ihn waren zudem Torwarttrainer Markus Sajonz und Zweitmannschaftscoach Günther Schmaußer, die Schultheis in seinem Handeln unterstützten.

Schultheis bevorzugte mit seinem Team ein 4-3-2-1-System - mit offensivem Touch. Darauf hätten sich einige Gegner eingestellt, so dass er variierte und durchaus auch mit einem 4-4-2-System agieren ließ. Der Erfolg gab ihm recht. Die FSG war die einzige Mannschaft, die Meister SG Birklar bezwang. Gerne erinnert sich Schultheis an das 3:0 in Langsdorf. Die Spielstätten variieren bei der Dreier-FSG: abwechselnd in Langsdorf, Bessingen und Ettingshausen. Das Training wird dann vor dem eigentlichen Spieltag auf dem Platz ausgeführt, auf dem dann am Wochenende gespielt wird. "So hat jeder Verein etwas davon." Überhaupt verstehen sich die drei Vereine gut auf der Funktionärsebene. "Das harmoniert", sagt Betreuer Heil.

Natürlich schweift der Blick von Schultheis in die neue Klasse. "Wenn wir in die KOL gehen, bekommen wir sicherlich das eine oder andere Mal unsere Grenzen aufgezeigt. Für uns kann in der neuen Liga nur das Ziel der Nichtabstieg sein." Heil stimmt ihm zu, fügt aber auch an, dass er glaubt, dass auch ein Mittelfeldplatz möglich sei.

Mit dieser Vorgabe muss sich in der nächsten Spielzeit der neue Mann an der Seitenlinie beschäftigen - Steffen Becker. In den vergangenen drei Jahren coachte er die SG Ulfa/Langd in der Kreisliga A Büdingen. "Man kennt sich schon länger. Er hat schon in höheren Klassen gearbeitet. Wir hoffen, dass er neue Ideen und neuen Schwung in die Mannschaft bringt", erklärt Heil.

Becker kann auf einen eingespielten Stamm zurückgreifen. Zudem sind einige Talente der FSG beim VfR Lich in der A-Jugend geparkt. Die sollen Schritt für Schritt an das Niveau der Seniorenmannschaft herangeführt werden. "Wir haben Potenzial in der Hinterhand", so ein optimistisch in die nahe Zukunft schauender Heil.

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