Schuldt und Rinn ragen heraus

  • vonMichael Wingefeld
    schließen

(miw). Die HSG Wettenberg zeigte sich nach der Faschingspause glänzend erholt und fuhr in der Handball-Oberliga der Frauen beim 34:27 (16:15) beim Tabellenzweiten, der TSG Oberursel, zwei wichtige Zähler ein. Nach zuvor zwei unnötigen Niederlagen gegen Kriftel und Kirchhof, bei denen die Wettenbergerinnen an ihrer zu hohen Fehlerzahl gescheitert waren, zeigte sich die Fähler-Sieben am Samstag bestens eingestellt und gut erholt. Bereits im Hinspiel hatte die HSG dem Favoriten ein Bein gestellt und ihm die erste Niederlage beigebracht.

Fähler war nach dem Coup zufrieden: "Wir haben richtig gut gefightet, das war ein guter Auftritt zur richtigen Zeit. Es war letztendlich genau das, was wir jetzt gebraucht haben. Nächste Woche wollen wir im Derby gegen die HSG Lumdatal da weitermachen, wo wir aufgehört haben."

Es entwickelte sich eine tor- und temporeiche Anfangsphase, in der sich die Kontrahenten nichts schenkten. Beim 10:7 (14.) schafften es die Gäste, sich etwas abzusetzen, wenig später konnte der letztjährige Hessenmeister beim 13:13 ausgleichen. Zur Halbzeit lag die HSG hauchdünn mit 16:15 in Front. Auch in der zweiten Hälfte blieb die Partie spannend - mit leichten Vorteilen für die Wettenbergerinnen. Beim 23:20 durch Toni Schuldt, die 14-mal einnetze, konnte sich die Fähler-Sieben erneut auf drei Tore absetzen, diesen Vorsprung behauptete die HSG. Im zweiten Durchgang steigerten sich die Wettenbergerinnen in ihrem Defensivverbund, hinzu kam eine immer stärker werdende Tania Rinn im HSG-Gehäuse. Bis zum 27:29 (54.) blieb Oberursel in Schlagdistanz, ehe die Auswärts-Sieben noch einmal einen Gang hochschalten konnte, in der Abwehr kaum mehr etwas zuließ und Rinn alle weiteren Wurfversuche der TSG vereitelte. So fuhren die Wettenbergerinnen einen in der Höhe nicht zu erwartenden Auswärtssieg ein und gehen mit Rückenwind am Samstag ins Derby gegen Spitzenreiter Lumdatal.

Oberursel: Zeiler, Aassou; Zsigmond, Greb (2), Walde (1), Mies (4), Stahl, Sellner (5), Okrusch (5), Heilmann (4), Löbrich (3/2), Müller (3).

Wettenberg: Rinn, Hohl; Münch (2), Schuldt (14/6), Svenja Pohl, Goncalves (7), Tafferner, Theresa Pohl (1), Schwab (1), Krüger, Tröller (3), Till (4), Stefanie Schön (1), Katja Schön (1).

Im Stenogramm: SR: Arend/Ganasinski (Guntershausen). - Zu.: 80. - Zeitstrafen: 8:4 Minuten. - Siebenmeter: 6/6:3/2.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare