Handball / MT Melsungen

Schonungslose Aufarbeitung folgt im Trainingslager

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Das 24:24 am Mittwochabend gegen Tabellenführer SG Flensburg/Handewitt ließ die holprige und enttäuschende Bundesliga-Hinrunde zwar nicht vergessen, sorgte aber zumindest für Zuversicht. "Wir werden in der Spielpause alles genau analysieren und 2017 mit ganz anderer Dynamik angreifen. Auch im Europacup haben wir noch viel vor", sagt MT-Trainer Michael Roth.

Mit zehn Niederlagen bei nur sieben Siegen und einem Unentschieden liegen die Nordhessen nur auf dem zehnten Rang. Die internationalen Startplätze scheinen bereits unerreichbar – ein Rückschlag nach dem sensationellen vierten Rang im Vorjahr. "Natürlich, ein solches Ergebnis will man am besten bestätigen. Das war unser Anspruch. Wobei uns aber auch klar war, dass dies eine enorme Herausforderung darstellen wird, und dass es auch Rückschläge geben kann", erklärt Roth.

Die beiden Niederlagen zu Saisonbeginn gegen die Aufsteiger Coburg und Erlangen sowie gegen Balingen und Wetzlar im November haben Melsungen aus der Bahn geworfen. Dazu kam großes Verletzungspech. Dennoch bewahrten die Verantwortlichen Ruhe, die Fans sorgten zudem für einen neuen Zuschauerrekord. "Es kann bekanntlich nicht immer nur bergauf gehen. Erst recht nicht im Sport", sagt Roth. Drei Spiele habe seine Mannschaft zu wenig gewonnen, würde mit sonst 20 Punkten um Platz fünf mitspielen. "Aber das ist derzeit eben nicht der Fall. Unser Weg ist weiterhin steinig." Ziel sei es, in der Liga Boden gutzumachen und im Europapokal so weit wie möglich zu kommen. Im Trainingslager Anfang Januar auf Fuerteventura soll schonungslos alles auf den Tisch kommen, was falsch gelaufen ist und was besser gemacht werden muss. "Da werden wir auch über die Saison hinausblicken und das weitere strategische Vorgehen besprechen. Der teilweise Umbruch der Mannschaft ist ja anhand der bisherigen Neuverpflichtungen bereits sichtbar", sagt Roth. Nach der WM-Pause wartet am 8. Februar auf Melsungen gleich das Hessenderby bei der HSG Wetzlar (19 Uhr).

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