Schneider: Zurück zu den Wurzeln

  • vonPetra Pickenhahn
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(pic). Sie ist Mannschaftsolympiasiegerin, vielfache deutsche Meisterin in der Dressur und Trägerin des Silbernen Lorbeerblatts: Reitmeisterin Dorothee Schneider, die in Framersheim lebt und für den Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb startet, gab sich bei den Pohlheimer Dressurtagen die Ehre und kehrte damit sozusagen zu ihren Wurzeln zurück. Die Wiege ihrer reiterlichen Ausbildung stand in Hessen. Auf der Domäne Mechthildshausen bei Wiesbaden erlernte sie bei ihrem Vater die Grundlagen des Sports mit den vierbeinigen Gefährten.

Mit uns sprach die 51-Jährige am Rande des Turniers über die diesjährige außergewöhnliche Saison, ihre Nachwuchspferde und darüber, was gutes Reiten ausmacht.

Frau Schneider, wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Start in Pohlheim?

Ich bin sehr zufrieden. Das war der erste "lange" Grand Prix für First Romance, und er hat sich toll präsentiert. Wir hatten zwar ein paar kleine Patzer, aber für das erste Mal war das sehr gut. Er ist hochtalentiert. Ich arbeite jetzt seit sechs Jahren mit ihm. Das ist immer wieder das Schönste - Pferde auszubilden und sie dann bis zur schwersten Klasse zu führen. Besonders freut mich natürlich, dass sich Milo (Quattro Milioni; Anm. d. Red.) für das Bundeschampionat qualifizieren konnte. Ich reite ihn erst seit Kurzem. Er hat enormes Potenzial.

Wie haben Sie diese Saison empfunden, und was sind Ihre nächsten Ziele?

Es war natürlich seltsam. Es gab keine Startmöglichkeiten. Ich habe allerdings auch viele Dinge außerhalb des Reitsports erledigen können. Ich bin aber froh, dass es jetzt wieder losgeht. Die Ausschreibung hier in Pohlheim kam mir sehr entgegen. Außerdem ist die Ortschaft gut zu erreichen, und wir wurden sehr herzlich empfangen. International waren wir auch schon unterwegs. Als Nächstes steht Balve im September an. Ich hoffe, dass wir dann im Dezember in der Festhalle in Frankfurt beim Burgpokal starten können. Ob das gelingt und das Turnier wie gewohnt stattfindet, steht allerdings noch in den Sternen.

Was macht für Sie einen guten Reiter aus?

Sich selbst immer wieder zu hinterfragen und neue Lösungen in Betracht zu ziehen. Reiten muss sich leicht und selbstverständlich anfühlen, damit Pferd und Mensch zu einer Einheit werden. Einfühlungsvermögen ist das Wichtigste. Der schönste Lohn ist ein zufriedenes Pferd.

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