Siegerehrung auf dem Sachsenring: Christian Schmidt (r.) als Dritter neben Sieger Matthias Reinfried und dem zweitplatzierten Michael Anthes (l.).
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Siegerehrung auf dem Sachsenring: Christian Schmidt (r.) als Dritter neben Sieger Matthias Reinfried und dem zweitplatzierten Michael Anthes (l.).

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Schmidt landet auf Podest der Erzgebirgstour

  • Ronny Herteux
    vonRonny Herteux
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Mittelhessische Rennradler haben bei der Erzgebirgstour, dem ersten Mehretappenrennen seit Monaten, teilgenommen. Wir sagen, wie es lief.

(htr). Auf die Plätze, fertig, los - die Radsportler sind wieder wettbewerbsmäßig unterwegs. Dabei hat Christian Schmidt (Team projuventute.org powered by Cannonmen) sein erstes Rennen seit dem Dünsberg-Marathon im September 2019 bestritten. Und nicht irgendein Rennen, gleich drei an der Zahl, denn die Erzgebirgstour mit mehr als 250 Startern war als Mehretappen-Fahrt ausgeschrieben. Und ihren ersten Wettbewerbsauftritt überhaupt hatte dabei Julia Schallau (Team projuventute.org powered by Cannonmen), die insgesamt 212 Kilometer bei 4140 Höhenmeter zu bewältigen hatte.

"Mit gehörigen Respekt" war Bundesligafahrer Schmidt ins Erzgebirge gereist, "es war nicht nur mein erstes Etappenrennen, sondern dazu auch das erste Renen in diesem Jahr." Das Training unter Marcel Weil sollte sich allerdings mit einem Podestplatz auszahlen.

Auf der ersten Etappe, einem Rundkurs von 2,2 km Länge, der 20-mal in Bad Schlema zu befahren war (850 hm), wurde das Starterfeld in zwei Rennen aufgeteilt. Auf teilweise Kopfsteinpflaster war das Tempo von Anfang an sehr hoch, erst ein Sturz brachte das Feld auseinander. Schmidt, der Fahrer der RSG Gießen und Wieseck, startete noch eine Aufholjagd und gewann den Zielsprint der Verfolger auf Gesamtplatz 15, was ihm Rang drei bei den Masters einbrachte. Schallau aus Allendorf/Lahn war "voller Respekt" vor dem Auftakt, "auf dem technisch sehr anspruchsvollen Rundkurs habe ich deutlich gemerkt, dass ich erst seit 2019 aktiv Rennrad fahre und es noch viel Training und Erfahrung bedarf". Knapp 14 Minuten verlor sie als 13. von 18 Fahrerinnen auf die spätere Gesamtsiegerin Beate Zanner.

Am zweiten Tag stand die Königsetappe auf dem Programm, ein 30 km langer Rundkurs rund um das Markerbacher Oberbecken, der dreimal bei 1900 Höhenmetern zu befahren war. Diesmal ließen die Hygienevorschriften einen Start aller Teilnehmer zu. "Nach dem Start ging es erst mal in den längsten Anstieg, das war schon richtig hart", mussten Schmidt und Schallau immer wieder hoch und runter. Zwei Runden lang konnte der Masterfahrer das hohe Tempo mitgehen, dann enteilte die Elite am Anstieg. Erneut gewann Schmidt den Sprint der zwölf Fahrer starken Verfolgergruppe, sicherte sich Gesamtplatz 34 und verteidigte Rang drei seiner Altersklasse.

Schallau profitierte davon, dass auf der "längsten Strecke deutlich kleinere Gruppen unterwegs waren und ich zudem viel mehr Druck auf die Pedale bringen konnte", so sprang am Ende schon Rang acht für die Allendorferin heraus.

Schneller Belag auf dem Sachsenring

Die letzte Etappe wurde auf dem Sachsenring gefahren, auf dem im letzten Jahr die deutschen Profi-Meister ermittelt wurden. 20 Runden (74 km/1400 hm) waren dabei zu bewältigen. Auch dank des superschnellen Belags, "habe ich noch nie so viele Höhenmeter in so kurzer Zeit eingefahren", und das bei einem Schnitt von 40 km/h. Das Ziel war klar, Rang drei der Masterswertung verteidigen, "die Beine waren gut und so konnte ich den Sprint wieder für mich entscheiden". Nach 5:54:03 Stunden war Rang drei auf Matthias Reinfried (Dresden) gesichert, was dem Percy-Fahrer zudem den 30. Gesamtplatz im Erzgebirge einbrachte. Und die Erkenntnis: "Etappenrennen kann ich auch. Nächstes Jahr wieder".

Für Schallau war der Sachsenring "ein wirkliches Highlight", am Ende sprang Rang elf heraus, was ihr in der Endabrechnung immerhin Platz neun einbrachte. "Ich bin dem Team Percy Mash sehr dankbar, dass es mir die Chance zum Start ermöglicht hat", zog Schallau ein durchweg positives Fazit. "Aus dem Wochenende habe ich sehr viel Motivation mitgenommen", auch will sie nun daran arbeiten, "mich im Gruppenfeld zu üben und technisch zu verbessern".

Den Gesamtsieg sicherte sich übrigens Anton Albrecht (Fit4Bike, 5:42:25 Stunden) vor Luca Kasnya (RSV Team Hoeb, +1:16) und Florian Anderle (Team FujiBikes, +1:19).

Weitere Fahrer aus Mittelhessen: 27. (15. Männer) Sebastian Ventker, 75. Christian Müller (49. Männer), 78. Svenja Betz (2. Frauen), 88. Dirk Keßler (11. Senioren), 95. Lydia Ventker (3. Frauen), 103. Helena Bieber (4. Frauen), 109. Adelheid Schüttz (5. Frauen), 110. Rainer Völkl (15. Senioren), 136. Bianca Bernhardt (6. Frauen), 144. (7. Frauen) Amelie Hild, 167. (10. Frauen) Anja Schneidenbach, 180. (13. Frauen) Diana Steffenhagen, 197. (16. Frauen) Anna Giesen alle RSG Gießen Biehler.

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