Schmandt sieht Gelnhausen in Favoritenrolle

(fk) Ein Blick auf die Tabelle der Handball-Regionalliga dürfte wohl jedem Anhänger sowie Spielern und Verantwortlichen der HSG Pohlheim ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sechs Spieltage vor Ende der Runde steht die Mannschaft von Trainer Horst-Günter Schmandt auf dem neunten Rang - und hat bereits fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den momentan der HSV Bad Blankenburg innehat. Doch ganz so euphorisch, wie es sich vielleicht vermuten ließe, ist man im Lager der Pohlheimer vor dem Spiel am Samstag (20 Uhr, Sporthalle Holzheim) gegen den TV Gelnhausen nicht. Noch nicht.

(fk) Ein Blick auf die Tabelle der Handball-Regionalliga dürfte wohl jedem Anhänger sowie Spielern und Verantwortlichen der HSG Pohlheim ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sechs Spieltage vor Ende der Runde steht die Mannschaft von Trainer Horst-Günter Schmandt auf dem neunten Rang - und hat bereits fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den momentan der HSV Bad Blankenburg innehat. Doch ganz so euphorisch, wie es sich vielleicht vermuten ließe, ist man im Lager der Pohlheimer vor dem Spiel am Samstag (20 Uhr, Sporthalle Holzheim) gegen den TV Gelnhausen nicht. Noch nicht.

Siebter sind die Barbarossastädter zurzeit, bewegen sich mit nur vier Punkten mehr - tabellarisch gesehen - in ähnlichen Regionen, wie die HSG. Auch wenn das Thema "Abstieg" in Gelnhausen längst vom Tisch ist. Zu verdanken haben das die Osthessen einer bisher grandiosen Rückrunde. "Mit 15:3 Punkten ist der TV einer der besten Mannschaften in der Rückserie. Von daher ist Gelnhausen auch absoluter Favorit am Samstag", weiß auch HSG-Coach Schmandt um die beeindruckende Serie des Teams von Trainer Jasmin Camdzic.

Zu Hause schlug der Turnverein sogar den damaligen Tabellenführer TV Groß-Umstadt mit 25:21 und leitet damit den Sturz des Ligaprimus’ ein, der 14 Tage später den Platz an der Sonne im direkten Duell mit dem TV Hochdorf räumen musste. In der "Festung" der Hochdorfer selbst, die im heimischen Schulzentrum bisher alle ihre Partien gewinnen konnten, zeigten die Camdzic-Schützlinge eine starke Leistung. Am Ende hatte man dennoch mit 25:28 das Nachsehen.

Die HSG dürfte also gewarnt sein. Und Trainer Schmandt weiß noch um eine weitere Statistik, die das eigene Team in die Außenseiterrolle drängt: "Wir haben zu Hause schon immer hoch gegen Gelnhausen verloren", berichtet der Coach, der am Samstag wieder auf Sebastian Fay zurückgreifen kann, der vergangenes Wochenende noch wegen einer Blessur am Knöchel passen musste. Wichtig für die HSG, denn in der Form der letzten Wochen ist Fay einer der Stützen der Mannschaft. Verzichten muss Schmandt allerdings auf Timm Schneider und Stefan Lex, die beide ihr Erstspielrecht wahrnehmen werden. "Trotz des Fehlens von Timm und Stefan wollen wir gucken, dass wir nicht verlieren", sagt Schmandt. "Es wird sicherlich ein ganz schwieriges Spiel. Gelnhausen ist topbesetzt", fügt der Coach an.

Mit Julian Lahme verfügt der TV über einen der stärksten Schlussmänner der Liga. Im Angriff sorgen Anders Indset und Philipp Deinet, ergänzt durch die langjährigen Stützen Marc Stallmann und Oliver Hubbert, für Gefahr. Diese Spieler gilt es für Samstag in ihrem Radius einzugrenzen. Schließlich will man bei der HSG das Spiel nicht frühzeitig hergeben. "In Anbetracht unserer Spielpaarungen und der Konkurrenz in den nächsten Wochen wäre es enorm wichtig, den Abstand nach hinten konstant zu halten", gibt Schmandt einen Ausblick. Verfolger Nummer eins, VTV Mundenheim, wird beim Rangletzten ASV Apolda vorstellig, während Verfolger Nummer zwei, Bad Blankenburg, mit der VTZ Saarpfalz zu Hause eine lösbare Aufgabe vor der Brust hat. "Beide werden wohl doppelt punkten und der Druck auf uns nimmt damit zu. Zwar spielen wir an den letzten beiden Spieltagen selbst noch gegen Apolda und Blankenburg, doch davor erwarten uns noch drei Partien gegen Mannschaften aus den Top Fünf. Wir wollen es gar nicht so weit kommen lassen, dass die letzten Begegnungen Endspiele werden, denn in solchen Drucksituationen weißt du nie, was passiert", warnt der Coach vor verfrühter Euphorie. Ein Punktgewinn gegen Gelnhausen gäbe allerdings die Berechtigung, der ganzen Abstiegs-Rechenschieber-Problematik ein wenig gelassener entgegen zu sehen.

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