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Merlin Fuß und sein TV 05/07 Hüttenberg sind heute gegen Konstanz gefordert. THÜRMER

Schlüsselspiel zur Unzeit

(jsa). Es kann fast keinen ungünstigeren Zeitpunkt geben als den heutigen Mittwochabend, an dem der TV 05/07 Hüttenberg die HSG Konstanz (19.30 Uhr, live auf sportdeutschland.tv) in der Rittal-Arena in Wetzlar empfängt. Möglicherweise wird das Duell sogar zum wichtigsten Spiel der Saison für die Mittelhessen.

Platz 15 empfängt Platz 16: Das allein sagt schon viel über die Brisanz des Duells der Mittelhessen gegen die Gäste vom Bodensee aus. Vier Punkte trennen die Konstanzer (20) vom ersten Abstiegsplatz, auf dem der TV Emsdetten (16) allerdings mit drei Partien weniger rangiert. Hüttenberg liegt mit 21 Zählern knapp davor, hat zwei Spiele mehr absolviert als Emsdetten. Wenn sich das tabellarische Feuer auf das Spielfeld übertragen sollte, dürfen sich die Zuschauer zu Hause am Stream auf den puren Kampf einstellen. Einen Kampf, den beide unter unterschiedlichen Voraussetzungen angehen werden. Beim TVH wird Spielmacher Ian Weber mit einer Bänderverletzung aus dem Spiel gegen Aue am Samstag voraussichtlich länger fehlen. Hendrik Schreiber und Robin Hübscher sind noch quarantänegeplagt und werden ebenfalls ausfallen. Einzig Cheftrainer Johannes Wohlrab kann nach seiner Quarantäne wieder auf der Bank Platz nehmen. Doch die sportlichen Ausfälle treffen auch Wohlrab sehr: »Ich freue mich, dass ich seit Montag wieder mit der Mannschaft arbeiten kann. Aber die Aufgabe wird natürlich durch die Quarantäne und die Verletzung von Ian unglaublich schwer. Wir müssen die Situation so annehmen, wie sie ist.«

Seit vier Spielen ungeschlagen

Mit der HSG Konstanz kommt noch dazu eine Mannschaft, die sich zuletzt äußerst stark präsentiert hat. Seit vier Spielen ungeschlagen, mit drei Unentschieden in Hamm, in Ferndorf und in Aue, dazu einem beeindruckenden Heimsieg am vergangenen Freitag gegen Lübeck-Schwartau (31:22). Trotz des Ausfalls ihres Kopfes und Mittelmanns Tom Wolf (147 Tore in 22 Spielen) springen nun andere in die Bresche. Es ist bei der HSG klar das Kollektiv und nicht die Einzelkönner, das sie derzeit so gefährlich macht. Der Fels in der Brandung und auch Wortführer ist derzeit Kreisläufer Markus Dangers, der im Sommer zu Tusem Essen wechseln wird. Nach dem Ausfall von Wolf ist der 27-Jährige mehr denn je in der Führungsrolle der jungen Mannschaft vom Bodensee gefragt.

So treffen zwei Teams aufeinander, die völlig unterschiedliche Voraussetzungen aus den letzten Wochen mitbringen. Eine Hüttenberger Mannschaft, bei der die älteren Spieler gefordert sein werden, um den Rest des Kaders durch diese schwere Phase zu führen. Und eine Konstanzer Mannschaft, die mit viel Selbstvertrauen nach Wetzlar kommt, um dieses »Vier-Punkte-Spiel« für sich zu entscheiden. Sollte dem TVH es gelingen, die Partie für sich zu entscheiden, könnte dies für die kommenden Wochen aber noch mal einen mächtigen Schub geben und die HSG Konstanz etwas ausbremsen.

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