Cross-Triathlon

Schlamm, Schweiß und ein enttäuschter Weltstar beim Licher Cross-Triathlon

  • schließen

Die zehnte Auflage des Licher-Cross-Triathlons fand unter widrigen Bedingungen statt. Trotzdem sind Veranstalter und Athleten zufrieden. Nur ein ehemaliger Weltstar knirschte mit den Zähnen.

Zwei Tage Dauerregen im Vorfeld, ein Anstieg des Pegels im Licher Waldschwimmbad von über 20 Zentimetern und die Verlegung der Wechselzone – die Voraussetzungen für den 10. Licher Cross-Triathlon waren alles andere als ideal. Dennoch war die Kult-Veranstaltung erneut ein Erfolg. 178 Starter gingen an den Start, alle kamen gesund ins Ziel – Veranstalter und Athleten zeigten sich am Tag danach trotz widrigen Umständen rundum zufrieden.

"Hätte das Wetter gestimmt, hätten wir sicher einen neuen Teilnehmerrekord gehabt", sagte Organisator Oliver Müller-Secci. Denn bis Freitag waren allein 175 Onlineanmeldungen eingegangen, von denen zwar rund 30 Starter nicht antraten, dafür meldeten sich aber noch am Wettkampftag einige Sportler nach.

Zwei Gießenerinnen hinter Siegerin aus den Niederlanden

Erstmals war auch eine Starterin aus den Niederlanden dabei – und gewann sogleich. Marleen Stroomer aus Zwaag sicherte sich in 3:05:25 Stunden den Sieg auf der Olympischen Distanz mit 1,5 Kilometern Schwimmen, 44 Kilometern Radfahren und 10 Kilometern Laufen vor der Gießenerin Dörte Kaiser und Isabel Glanco-Gonzales (ebenfalls Gießen). Bei den Herren gewann Christopher Philipp aus Weimar in 2:34:25 Stunden mit rund sechs Minuten Vorsprung vor dem Grünberger Jörn Gabler (TV Orb) und Thorsten Keiner (Heuchelheim). Weltstar und Triathlon-Legende Lothar Leder landete bei seinem zweiten Start nach 2003 "nur" auf Rang vier. "Er war bis zur Siegerehrung da, aber es hat ihn schon etwas gewurmt", sagte Müller-Secci hinterher.

Rund 400 Zuschauer feuerten die Athleten an, die bei niedrigen Temperaturen trotz Neopren-Anzug beim Schwimmen offenbar nur wenig Spaß hatten. Dieser kam dann aber doppelt auf der Fahrradstrecke, war die Moutainbike-Route durch den Wald doch gewünscht schlammig – Ehe es ans Laufen ging, waren alle dreckig. "Es war für die Umstände sehr, sehr gut besucht. Das hat uns überrascht. Jetzt sieht das Waldschwimmbad aber wie ein Truppenübungsplatz aus", sagte Müller-Secci mit einem Schmunzeln.

"Trotz allem war es letztlich eine gelungene Veranstaltung. Die Rückmeldung der Teilnehmer war überwältigend, das ist der Mühe Lohn." Das lag sicherlich auch an der Aftershow-Party, die anlässlich des Jubiläums am Abend mit zwei Live-Bands zum Verweilen einlud und die Schinderei von Helfern und Athleten rund um die Strecke zumindest zum Teil vergessen machte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare