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Enttäuschung bei den Bender Baskets Grünberg (v. l.): Carlice Poelstra, Olivia Nash, Cora Horvath und Elisa Mevius.

»Schlagen uns wieder selbst«

  • Oliver Vogler
    VonOliver Vogler
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Niederlage für die Zweitligabasketballerinnen der Bender Baskets Grünberg: Die Aufholjagd im dritten Viertel kam zu spät, am Ende musste man sich BBZ Opladen mit 58:70 geschlagen geben.

Zwei Läufe der Gäste aus Leverkusen waren am Ende spielentscheidend, ansonsten parierte die junge Auswahl der Bender Baskets Grünberg erneut auf Augenhöhe. Es war die dritte Niederlage in Serie für das junge Team, nachdem zu Saisonbeginn bereits zwei Siege eingefahren werden konnten.

Baskets-Trainer René Spandauw musste dabei auf die am Fuß verletzte Nina Horvath verzichten, die demnächst ins Training zurückkehren soll. Elisa Mevius wirkte zwar mit, hatte mit Wadenproblemen zuletzt aber pausiert: »Es fehlte das letzte bisschen Spritzigkeit, zehn bis fünfzehn Prozent«, so Spandauw.

In der ersten Hälfte standen sich die Baskets mit ihrer mauen Quote aus dem Zweipunktebereich selbst im Weg. Nur 23 Prozent der oftmals gut herausgespielten Optionen trafen ins Ziel. Trotzdem blieb es ein enger Schlagabtausch, bis Opladen in der letzten Minute des ersten Viertels zwei Dreier in kurzer Folge netzte und auf 15:8 stellte.

Ihren besten Basketball zeigten die Grünbergerinnen im zweiten Quarter. Zur 18. Minute gingen die Mittelhessinnen mit 27:25 in Führung. Kurz vor der Pause schlich sich dann aber der Fehlerteufel ein, weshalb die Gäste mit einem 7:0-Run in die Kabine gingen.

Zu viele Ballverluste

Nach dem Seitenwechsel prägten Ballverluste das Spiel der Zweitliga-Mannschaft. »Diese Turnover kosten uns schließlich das Spiel«, erklärt Spandauw. Zu oft sei der Ball ohne Not vertändelt und hergeschenkt worden. Opladen erkämpfte sich so eine 57:38-Führung und stellte die Weichen früh zum Sieg. Grünberg steckte jedoch nicht auf, legte den Schalter um und kämpfte sich sensationell bis auf 53:60 (37.) zurück.

Am Ende kam diese Aufholjagd zu spät. In der Schlussphase mussten die Baskets taktisch foulen, an der Linie zeigte das BBZ kaum Nerven. »Wir schlagen uns letztlich wieder selbst«, bekennt Spandauw, auch wenn er die Stärke des Gegners hervorstellt: »Streckenweise haben wir sehr gut gespielt. Aber streckenweise auch nicht. Das ist schade, weil ich denke, dass Opladen eine der besseren Mannschaften der Liga ist. Das zeigt, dass wir mit guten Mannschaften mithalten können. Umso bitterer, wenn man das Spiel dann selbst aus der Hand gibt.«

Neben der hohen Ballverlustrate moniert der erfahrene Basketballlehrer Konzentrationsfehler beim Ausboxen um den Rebound - alleine fünf zweite Chancen sprangen nach verworfenen Freiwürfen für die Gäste heraus. »Wenn sich alle an die Vorgaben halten, sieht das richtig gut aus. Aber ansonsten sind wir zu ungeduldig, verfallen in Einzelgezocke. Da müssen wir mehr Ruhe finden und keinen Harakiri-Basketball spielen.«

Staffel ausgeglichen

Nach nun fünf absolvierten Partien in der zweiten Damen-Bundesliga unterstreicht Spandauw zugleich die hohe Stärke und Ausgeglichenheit der Nordstaffel, in der jeder jeden schlagen könne. »Davon können wir profitieren, das ist generell besser für die Spielerinnen. Kampf und Herz stecken in der Mannschaft«, bleibt der Coach zuversichtlich. Nächster Gegner der Gallusstädterinnen ist VfL AstroLadies Bochum, gegen die es auswärts am kommenden Sonntag um 16 Uhr geht. Das Ruhrpott-Team ist noch ohne Sieg.

Grünberg: Horvath, C. (2), Klara (5), Mevius (11), Villwock (4), Dziuba (17, 2/2 Dreier), Poelstra, Weinand, Hedrich (2), Nash (17, 12 Rebounds). / Opladen: Anderson (6), Wolff (23, 7 Steals), Carstens, Schütter (12, 3/5 Dreier), Flaskamp (2), Zdravevska, Ellenrieder (3), Marre (3), Okpara (11) Middeler (9), Brinkmann (1).

Kampf um den Ball zwischen Lena Dziuba von den Bender Baskets Grünberg (l.) und Leonie Schütter (BBZ Opladen Hawks) bei der Heimniederlage.

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