Handball

Schlag ins Gesicht

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(dpa/lno). Das hatten sich die Handballer des THW Kiel ganz anders vorgestellt: Da durften sie nach 200 Tagen in der heimischen Arena endlich wieder vor Publikum spielen, und dann setzte es am Donnerstag in der Champions-League-Partie gegen den HBC Nantes aus Frankreich eine 27:35-Heimpleite. "Heute hat sich brutal gezeigt, dass Training und Wettkampf zwei verschiedene Paar Schuhe sind", sagte der enttäuschte THW-Coach Filip Jicha nach der Partie. "Das war ein Schlag ins Gesicht, und ich hoffe, dass wir diesen schnell hinter uns lassen können."

Auch die 1523 Zuschauer, mit denen das erlaubte Kontingent von 1900 Fans nicht ausgenutzt wurde, rieben sich verwundert die Augen, wie chancenlos die "Zebras" in ihrem ersten Aufeinandertreffen mit Nantes waren. Die Franzosen spielten clever und nutzten die Mängel der Kieler gnadenlos aus.

Größtes Manko des THW war die Defensive: "Wir hatten heute in der Abwehr erhebliche Probleme, waren nicht zu einhundert Prozent da und haben die Zweikämpfe nicht so gewonnen", analysierte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi. Ein weiteres Defizit war das Fehlen eines Schützen im linken Rückraum. Zwar verfügen die "Zebras" mit Domagoj Duvnjak, Sander Sagosen und Miha Zarabec über viel spielerische Qualität, doch nach dem Abgang von Lukas Nilsson zu den Rhein-Neckar Löwen und dem Kreuzbandriss von Nikola Bilyk fehlt der Mann für die einfachen Tore.

Viel Zeit zum Wundenlecken haben die Kieler nun nicht. Schon am Samstag (20.30 Uhr/Sky Sport News) steht in Düsseldorf das prestigereiche Duell um den Supercup auf dem Programm. Gegner ist ausgerechnet der große Nordrivale SG Flensburg/Handewitt.

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