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Merlin Fuss strebt nach seinem Last-Minute-Treffer zum 28:28 gegen den TV Großwallstadt mit dem TV 05/07 Hüttenberg auch im Zweitliga-Nachholspiel beim ASV Hamm-Westfalen Zählbares an.

Schlag auf Schlag

Es geht Schlag auf Schlag in der 2. Handball-Bundesliga: Am Samstagabend tritt der TV 05/07 Hüttenberg um 19.15 Uhr beim ASV Hamm-Westfalen an, der nach Quarantäne und zahlreichen Verletzungen nur äußerst schwer einzuschätzen ist.

Allmählich könnte man meinen, der TV 05/07 Hüttenberg würde am liebsten nur noch Heimspiele austragen. Beispielhaft der erkämpfte Punkt am Dienstag beim 28:28 zu Hause gegen den TV Großwallstadt. Dann wäre man mit der aktuellen Serie an Punkten in Heimspielen oben dabei. Aus den letzten 18 möglichen Heimpunkten wurden 14 geholt - und nur ein Spiel verloren. Blöd nur, dass es da eben auch die Spiele in fremden Hallen gibt und eben ein solches steht am Samstagabend im Terminkalender.

Dann geht es zum ursprünglich hochgehandelten ASV Hamm-Westfalen, der unter seinem neuen Trainer Michael Lerscht, der im letzten Sommer das Amt übernahm, die Erwartungen bisher nicht erfüllen konnte. Dabei muss den Westfalen zugutegehalten werden, dass sie schwer gebeutelt wurden vom Verletzungspech und nicht zuletzt von einer Corona-Quarantäne.

Nach der Partie am 18. April gegen den HC Elbflorenz Dresden stellte sich bei den Dresdnern ein positiver Fall heraus, weshalb auch der ASV aufgrund der Inkubationszeit in Quarantäne musste. Im Nachgang die richtige Entscheidung, denn es erwischte auch die Hammer in den folgenden Tagen. So ist die Mannschaft von Michael Lerscht gerade wieder dabei, allmählich in den Rhythmus zu kommen. Am 12. Mai erstmals zurück aus der Quarantäne, schlug Hamm den TSV Bayer Dormagen zu Hause (28:23), ehe nur drei Tage später gegen Aufstiegskandidat Lübbecke knapp verloren wurde. (20:22). »Wir werden Hamm in einer ganz anderen Aufstellung erwarten als zuletzt. Viele Spieler werden wieder in den Kader stoßen und ihr Spiel wird eine andere Qualität haben. Für mich sind sie eine Top-Mannschaft«, warnt TVH-Coach Johannes Wohlrab vor dem kommenden Gegner.

Sein Team hingegen legt den Fokus dieser Tage vor allem auf die Regeneration. Mit dem vierten Spiel in 14 Tagen gilt es, die Belastung zu steuern. Insbesondere Ian Weber, der gar nicht wirklich am Trainingsbetrieb teilnimmt, um seinen Bänderriss nicht weiter auszureizen, aber in den Spielen aktiv sein soll. Auch ein Vit Reichl, der Dauerbrenner im Kader des TVH, machte am Dienstag in der Abwehr viele Wege. Ihm Entlastung gab Marvin Lindenstruth, der letzte Woche Papa wurde. Möglicherweise wird er umso mehr gebraucht am Samstag. Bei Hendrik Schreiber und Robin Hübscher soll weiterhin achtsam damit umgegangen werden, wie sie die Spielbelastung nach der Quarantäne verkraften.

»Wir müssen unsere Kräfte bündeln. Nur wenn wir alles geben, was in uns steckt, werden wir uns eine Chance auf Punkte erspielen können. Es wird wichtig, als Mannschaft aufzutreten und uns zu zerreißen«, sagt Wohlrab mit viel Vertrauen in seine Mannschaft. Punkte wären wieder wichtig, da der TV Emsdetten als erster Verfolger auf dem Abstiegsplatz am Mittwochabend den ThSV Eisenach schlug und den Abstand zu Hüttenberg auf fünf Punkte verkürzte.

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