Der neue Kreisschiedsrichterausschuss (v. l.): Martin Reitz, Benjamin Hanna, Patrick Haustein, Alexander Pächthold, Hubert Schumacher, Maximilian Lau, Michael Aydin, Christian Schmidt, Eduard Basmaci, Alfred Pfeiff, Johannes Baumann und Andreas Reuter. FOTO: HM
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Der neue Kreisschiedsrichterausschuss (v. l.): Martin Reitz, Benjamin Hanna, Patrick Haustein, Alexander Pächthold, Hubert Schumacher, Maximilian Lau, Michael Aydin, Christian Schmidt, Eduard Basmaci, Alfred Pfeiff, Johannes Baumann und Andreas Reuter. FOTO: HM

Fußball

Schiedsrichter mit neuen Ideen in die Zukunft

  • vonMartin Ziehl
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Der Schiedsrichterausschuss des Fußball-Kreises Gießen will mit Paten- und Tandemmodellen seine Neulinge stützen.

(maz). Am vergangenen Freitagabend fand im Bürgerhaus Klein-Linden der Fußball-Kreisschiedsrichtertag 2020 der Gießener Schiedsrichtervereinigung statt. Als Gäste konnte der alte und neue Kreisschiedsrichterobmann Andreas Reuter, den Verbandsschiedsrichterobmann Gerd Schugard, den Regionalbeauftragten der Region Gießen/Marburg Sebastian Fink, Kreisfußballwart Henry Mohr und den neuen Kreisfußballjugendwart Klaus Jürgen Schretzlmaier begrüßen. Im vollbesetzten Saal hatten sich zudem gut 140 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter - von denen 104 als Aktive geführt werden - eingefunden.

In seinem Grußwort sagte VSO Gerd Schugard - mit Blick auf die Gewalt gegen Schiedsrichter - den Anwesenden und dem Kreisschiedsrichterausschuss die Unterstützung des Verbandes zu. Zudem bemerkte Schugard, dass der Kreisschiedsrichterausschuss eine vorbildliche Arbeit leistet. Regionalbeauftragter Sebastian Fink ergänzte, dass die Gießener Schiedsrichter als Botschafter des Amateurfußballs "richtig Bock auf Fußball haben". Auch Kreisfußballwart Henry Mohr lobte die gute Organisation und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. Diesem Lob schloss sich anschließend Kreisfußballjugendwart Klaus Jürgen Schretzlmaier an.

In seinem Rechenschaftsbericht der letzten vier Jahre konnte Kreisschiedsrichterobmann Andreas Reuter viel Positives berichten. War Ende 2015 mit 199 aktiven Schiedsrichtern ein Negativtrend zu erkennen, so zeigt die derzeitige Zahl von 188 Aktiven, dass dieser Trend fast aufgehalten wurde. Zu bedauern ist hingegen, dass von den 140 neuen Schiedsrichtern, die in den letzten Jahren zusammen mit der Schiedsrichtervereinigung Alsfeld ausgebildet wurden, die meisten nach nur einem Jahr wieder aufgegeben haben. Mit einem Paten- und Tandemmodell soll der Entwicklung entgegen gewirkt werden. Während beim Patenmodell der neue Schiedsrichter von einem erfahrenen Kollegen die ersten Spiele begleitet wird, werden beim Tandemmodell, die jeweiligen Halbzeiten zunächst vom erfahrenen Schiedsrichter und anschließend vom Neuling geleitet.

m letzten Neulingslehrgang konnten Anfang 25 neue Schiedsrichter ausgebildet werden, die Reuter unter großem Beifall vorstellte. In mindestens zehn Lehrabenden pro Jahr wurden Regeländerungen vermittelt und wichtige Themen vertieft. Weiterhin treffen sich 30 Schiedsrichter im Schnitt beim jährlichen Wintertrainingslager, um sich auf die Einsätze vorzubereiten. Dabei bedankte sich Reuter beim Kreislehrwart Patrick Haustein und seinem Vertreter Alexander Pächthold.

In seiner Funktion hat der Kreisfußballausschuss pro Saison circa 3400 Spiele aus allen Spielklassen mit Schiedsrichtern zu besetzen. An dieser Stelle bedankte sich Reuter bei allen Unparteiischen für ihren Einsatz und deren Lebenspartnern für das Verständnis für dieses Hobby. Gleichzeitig erinnerte auch Reuter an das Thema Gewalt gegen Schiedsrichter und sagte den Anwesenden Unterstützung zu.

Reuter erinnerte überdies an das 100-jährige Jubiläum im Juni des letztes Jahres und bedankte sich bei den vielen Helfern für eine besondere Veranstaltung, deren Vorbereitung über ein Jahr in Anspruch genommen hatte. Einen besonderen Dank sprach Reuter dem Schiedsrichter-Förderverein aus, der insbesondere das Trainingslager finanziell bezuschusst und die Lehrabende mit organisiert.

Nach dem Rechenschaftsbericht wurde Kreisfußballwart Henry Mohr zum Wahlleiter gewählt. Neuer und alter KSO ist Andreas Reuter, der einstimmig wiedergewählt wurde. Ebenso wie sein Stellvertreter Johannes Helmut Baumann und Kreislehrwart Patrick Haustein. Für den ausscheidenden Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit Dieter Langsdorf wurde Maximilian Lau einstimmig neugewählt.

Nach diesen Wahlen stellte Reuter die restlichen Mitglieder des Kreisfußballausschusses vor. Alexander Pächthold ist weiterhin der stellvertretende Lehrwart, zudem unterstütz Martin Reitz zukünftig den Bereich der Lehrarbeit. Alfred Pfeiff ist weiterhin für die Ansetzungen im Juniorenbereich zuständig und wird von Michael Aydin bei den D- und E-Junioren unterstützt. Eduard Basmaci kümmert sich um die Besetzung der Frauen- und Mädchen-Fußballspiele. Christian Schmidt um die Juniorenspiele der Gruppen- und Verbandsligen. Benjamin Hanna sorgt für die Unterstützung im Themengebiet EDV und Soziale Medien. Ebenfalls neu ist Hubert Schumacher, der für den Bereich Ehrungen, Geburtstage und Sterbefälle vorgesehen ist.

Anschließend verabschiedete KSO Reuter Sebastian Fink und Karsten Kostka, die aus dem bisherigen KSA ausscheiden, mit einem Präsent. Danach folgte die Verabschiedung langjähriger Mitglieder des Kreisfußballausschusses. Unter großem Beifall wurde dabei Theobald Zuckermann nach 30-jähriger Tätigkeit ebenso wie Dieter Langsdorf und Hans-Peter Schön als Vorgänger von Reuter verabschiedet. Besonders bei Schön bedankte sich Reuter für die gute Unterstützung in den letzten vier Jahren.

Am Ende dankte Reuter den Anwesenden nochmals für das ausgesprochene Vertrauen und lobte die Leidenschaft der Gießener Schiedsrichter für das Hobby Amateurfußball.

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