Schappert-Elf gewinnt trotz Unterzahl

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(red) Mit einem verdienten 3:1-Erfolg über den SC Viktoria Griesheim startete der SC Waldgirmes am Samstag in die Hessenliga-Saison 2020/21. Allerdings trübt die Verletzung von Doppeltorschütze Barbaros Koyuncu die Freude über einen nach der Ampelkarte für Joshua Enobore über weite Strecken in Unterzahl errungenen Sieg. "Wir haben das taktisch gut gelöst und heute die typischen SC-Tugenden gezeigt", sagte Mario Schappert.

Der SC-Trainer begann in einem 3-5-2-System, in dem der 19-Jährige Joshua Enobore auf der rechten Außenbahn als einziger Neuzugang in der Startelf stand.

Die Partie begann ohne großes taktisches Geplänkel. Barbaros Koyuncu sorgte in der 2. Minute mit einem 20-Meter-Hammer in den Winkel zum 1:0 für das erste Ausrufezeichen. Auf der Gegenseite konnte sich Maik Buss im SC-Tor gleich zweimal auszeichnen, als er einen Schuss von Donko Rusev Donkov abwehrte (5.) und einen Kopfball von Fabian Windeck parierte (6.). Während die Gäste mit ihrem Chancen fahrlässig umgingen, zeigte sich die Schappert-Elf vor dem Kasten kaltschnäuzig. Natnael Tega steckte geschickt durch, sodass Barbaros Koyuncu aus spitzem Winkel zum 2:0 treffen konnte (7.).

Trotz der scheinbar beruhigenden Führung zeigten die Hausherren Schwächen in der Defensive. Als sich Abwehrchef Oliver Schmidt nach einem langen Ball von Noah Lorenz düpieren ließ, hatte Maik Buss gegen den Schuss des SC-Stürmers keine Abwehrchance - 2:1 (14.).

Nachdem Koyuncu (21.) und Robin Fürbeth weitere Chancen der Hausherren liegen gelassen hatten, musste erneut Buss die Führung gegen Lorenz mit einer weiteren Klasseparade verteidigen (33.). Auf der Gegenseite hatte Joshua Enobore das 3:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an Gästekeeper Furtunato da Silva (35.). In der Defensive hatte der früh mit Gelb vorbelastete Neuzugang dagegen Probleme. "Ich hatte vor, Joshua in der Halbzeit auszuwechseln, um einen Platzverweis zu umgehen", räumte Schappert nach dem Spiel ein. Als Enobore gegen Samir El Fahfouhy einen Schritt zu spät kam, war es allerdings für diese Maßnahme zu spät (37.). In Unterzahl stellte Schappert auf Viererkette um.

Nach dem Seitenwechsel griff sich Barbaros Koyuncu nach einem Sprint an den Oberschenkel und musste mit Adduktorenproblemen vom Feld. Für ihn rückte Neuzugang Felix Erben als zweite Sturmspitze ins Team (50.).

In der Folgezeit verflachte die Partie, wobei die Zuschauer nie das Gefühl hatten, dass die Schappert-Elf in Unterzahl spielt. Die Entscheidung des Spiels fiel, als sich Natnael Tega gegen fünf Verteidiger durchsetzen und erst von Alexandru Paraschiv regelwidrig gestoppt werden konnte. Max Schneider verwandelte den fälligen Strafstoß mithilfe des Innenpfostens (65.). In der Nachspielzeit hatte Tega nach einem Erben-Querpass eine letzte Gelegenheit, doch am Ende blieb es beim 3:1-Endstand. "Es ist schön, dass im Amateurfußball wieder etwas Normalität zurückkehrt. Für uns war dies ein toller Einstand in diese Saison. Wir haben gesehen, dass wir eine gute Mischung im Team haben", freute sich Schappert.

SC Waldgirmes: Buss; Fries, Schmidt, Erler, Golafra, Ciraci, Emobore, Schneider (ab 83. Duran), Fürbeth (ab 74. Stephan), Koyuncu (ab 50. Erben), Tega.

SC Griesheim: Furtunato da Silva; Windeck, Kern, Bender, Volk, El Fahfouhy (ab 69. Breir), Paraschiv, Schumacher, Arslan (ab 46. Makengo), Lorenz, Donkov (ab 82. Sanchez Ruiz Diaz).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Dücker (Nüsttal). - Zuschauer: 249. - Torfolge: 1:0 (2.) Koyuncu, 2:0 (7.) Koyuncu, 2:1 (14.) Lorenz, 3:1 (65.) Schneider (Strafstoß) - Gelb-Rote Karte: Enobore (37.) wegen wiederholtes Foulspiels.

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