Ryan Brooks kehrt zu den LTi Gießen 46ers zurück: Die Archivaufnahme zeigt Brooks (vorne) im Trikot der LTi Gießen 46ers.
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Ryan Brooks kehrt zu den LTi Gießen 46ers zurück: Die Archivaufnahme zeigt Brooks (vorne) im Trikot der LTi Gießen 46ers.

Ryan Brooks kehrt zu LTi Gießen 46ers zurück

(mv) Es war ein arbeitsreicher Nachmittag für den Cheftrainer der LTi Gießen 46ers, Mathias Fischer: Gerade hatte der 41-Jährige mit dem seinem in Charlotte, North Carolina, sitzenden Aufbauspieler Dijuan Harris telefoniert, da musste er Fragen zum nächsten Neuzugang beantworten. Der ist in Gießen kein Unbekannter: Ryan Brooks, bereits in der Spielzeit 2010/2011 im Kader des Basketball-Bundesligisten, kehrt zurück an die Lahn.

Damals kam der 24-Jährige auf 9,2 Punkte, 2,9 Rebounds und 1,4 Assists pro Spiel – das reichte aber nach Ansicht der Verantwortlichen nicht, die im Sommer 2011 die Option zur Vertragsauflösung zogen und ihn durch Wayne Bernard ersetzten. Zu unkonstant spielte der Rookie, kam zwar in seinem zweiten BBL-Einsatz schon auf 24 Punkte und der ersten Saisonhälfte auf 12,3 Zähler im Schnitt, dann aber in den letzten acht Spielen der Saison zusammen nur noch auf 38 Punkte.

Brooks zog es nach Finnland, wo der Absolvent der Temple University in Philadelphia für Lahti spielte. Mit 18,6 Punkten im Schnitt war der US-Amerikaner dort sechstbester Scorer der gesamten Liga, konnte aber nicht verhindern, dass seine Mannschaft am Saisonende nur den elften und damit letzten Tabellenplatz belegte. Vor allem seine Fähigkeiten aus der Distanz konnte Brooks in seinem Jahr in der Korisliiga deutlich verbessern: Traf er in Gießen nur 28 Prozent seiner Schüsse von der 6,75-Meter-Marke, waren es in Finnland 37 Prozent.

„Er ist ein sehr athletischer Spieler, hat einen schnellen ersten Schritt, spielt aggressiv und kann werfen. Ryan ist bereits ein sehr guter Verteidiger, und ein Arbeitstier, das sich bei uns auch noch weiterentwickeln wird. Er ist immer präsent, was mir auch mein Co-Trainer Usamedin Mehmed, der vor zwei Jahren mit ihm gearbeitet hat, bestätigt hat.“, erklärt Fischer die Vorzüge des neuen Mannes.

Spielte der 1,93 Meter-Mann am College noch die Position des Shootingguards, kündigten die 46ers ihn 2010 als Mann für die Position des Smallforwards an, ehe er unter Steven Key am Saisonende dann sogar zeitweise als Pointguard aushelfen musste. Das soll dieses Jahr nicht mehr der Fall sein: „Ryan wird bei uns die Position Zwei spielen“, macht Fischer deutlich.

„In der BBL gibt es viele große Spieler auf der Smallforward-Position, die ihn aufposten würden. Darum suchen wir nach einem größeren Spieler.

“ Die Tatsache, dass nun die NBA Summer League in den USA beendet ist, dürfte hier aber dafür sorgen, dass die Verpflichtung noch einige Tage auf sich warten lässt, schließlich kommt jetzt neue Bewegung in den Spielermarkt.

Mit Brooks’ Verpflichtung ist auch klar: Nach dem Abgang von Barry Stewart, dessen Wechsel zurück zu TBB Trier immer wahrscheinlicher wird, wird auch Wayne Bernard nicht nach Gießen zurückkehren. „Wir haben beide Spieler miteinander verglichen, uns am Ende für Ryan entschieden“, sagt Fischer.

Er betrachtet den Wechsel Brooks‘ im vergangenen Sommer nach Finnland mit etwas Verwunderung, aber durchaus positiv: „Wenn man sich ansieht, was er vor zwei Jahren als Rookie geleistet hat, wundert man sich, warum kein anderer BBL-Verein zugegriffen hat. Aber er hat jetzt ein Jahr in einer schwächeren Liga viel Verantwortung übernommen, wir holen ihn zurück – das ist eine sehr interessante Situation.“

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