Trotz der Niederlage in Marburg zieht Mannschaftsführerin Alena Sättler ein positives Fazit der abgelaufenen Verbandsliga-Saison. Auf lange Sicht gehöre das Team von Rot-Weiß-Gießen in die Hessenliga. FOTO: HF
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Trotz der Niederlage in Marburg zieht Mannschaftsführerin Alena Sättler ein positives Fazit der abgelaufenen Verbandsliga-Saison. Auf lange Sicht gehöre das Team von Rot-Weiß-Gießen in die Hessenliga. FOTO: HF

RW-Damen verlieren "Endspiel"

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Die Tennis-Damen des TC Rot-Weiß Gießen haben es nicht geschafft. Am letzten Verbandsliga-Spieltag unterlagen die Gießenerinnen beim bis dato ebenfalls verlustpunktfreien Marburger TC mit 2:7 und müssen mit dem zweiten Platz zufrieden sein. 10:2 Punkte haben die Rot-Weiß-Damen in der Abschlusstabelle auf dem Konto, 12:0 Zähler weisen die Marburgerinnen auf, die sich mit diesem Erfolg den Meistertitel sicherten und damit das Aufstiegsrecht in die Hessenliga erwarben.

Im Einsatz befanden sich auch die Verbandsliga-Herren 30 des TC Grünberg, die am letzten Spieltag Bad Soden mit 5:4 bezwangen und Platz drei in der Gruppe 60 belegen. Die spielfreien Herren 50 des TV Watzenborn beenden die Saison auf dem fünften Platz, nachdem Phönix Eckenheim durch den 9:0-Erfolg über Westerbach Eschborn II an den Pohlheimern vorbeigezogen ist.

Damen (6er), Gruppe 2 / Marburger TC - TC Rot-Weiß Gießen 7:2:"Ein bisschen enttäuscht" zeigte sich Gießens Mannschaftsführerin Alena Sättler schon, aber in erster Linie war sie "stolz", dass ihre Mannschaft den Kampf um die Meisterschaft so lange offen halten konnte. Trotz des am Ende deutlichen Ausgangs attestiert Sättler ihrer Mannschaft, "gut performed" zu haben. Gegen die routinierten Marburgerinnen, die mit den erfahrenen Ausländerinnen Stanislava Hrozenska (Slowakei) und Lenka Nemeckova (Tschechien) angetreten waren, lagen die Gießenerinnen nach den Einzeln mit 2:4 im Rückstand. Lediglich Anna Spengler mit dem 6:3, 6:4 gegen die Marburgerin Helena Kuppig und Ann Kathrin Inderthal (6:1, 6:3 gegen Veneta Beusch) konnten für die Rot-Weißen punkten. Leer gingen dagegen Nikol Mircheva (6:7, 3:6 gegen Hrozenska), Aaliyah Nies (0:6, 0:6 gegen Nemeckova) sowie Anna Sidorenko (2:6, 1:6 gegen Eileen Aranas-Roth) und Alena Sättler (2:6, 1:6 gegen Clara Kühn) aus.

In den Doppeln spielten die Marburgerinnen ihre ganze Routine aus und entschieden alle drei Spiele für sich. Hrozenska/Nemeckova besiegten die Gießenerinnen Spengler/Alena Sättler mit 6:1, 6:1, ebenfalls deutlich mit 6:0, 6:3 distanzierte das MTC-Duo Aranas-Roth/Krieb das Rot-Weiß-Doppel Sidorenko/Nies. Kuppig/Beusch holten mit dem 6:3, 6:0 über Mircheva/Inderthal einen weiteren Zähler für den künftigen Hessenligisten.

Während die am Sonntag angetretene Marburger Mannschaft ein Durchschnittsalter von rund 33 Jahren aufweist, liegt dieses beim TC Rot-Weiß Gießen bei rund 19 Jahren. Und so ist Alena Sättler zuversichtlich, was die sportlichen Aufgaben in den kommenden Jahren anbelangt. "Wir gehören auf lange Sicht in die Hessenliga", sagt sie und hat damit ein sportliches Ziel für eine der kommenden Runden definiert. In diesem Jahr hat es nicht geklappt, aber der Mannschaft gehört die Zukunft. - Ergebnisse: Hrozenska - Mircheva 7:6, 6:3, Aranas-Roth - Sidorenko 6:2, 6:1, Kuppig - Spengler 3:6, 4:6, Kühn - Alena Sättler 6:2, 6:1, Nemeckova - Nies 6:0, 6:0, Beusch - Inderthal 1:6, 3:6. - Hrozenska/Nemeckova - Spengler/Alena Sättler 6:1, 6:1, Aranas-Roth/Krieb Sidorenko/Nies 6:0, 6:3, Kuppig/Beusch - Mircheva/Inderthal 6:3, 6:0.

Herren 30 (6er) / TC Grünberg - Blau-Weiß Bad Soden 5:4:Ende gut, alles gut. Mit einem knappen Sieg über Bad Soden am Taunus verabschieden sich die Grünberger aus dieser Saison. Die Gastgeber mussten in dieser Partie auf den verletzten Mannschaftsführer Steffen Nebeling verzichten.

Es war ein Spiel der klaren Patente, denn alle Begegnungen waren nach jeweils zwei Sätzen entschieden. So distanzierte Robin Wagner an eins den Bad Sodener Max Eckhardt mit 6:0, 6:0, Marc-René Müller besiegte David Isserstedt mit 6:4, 6:0. Den dritten Punkt im Einzel steuerte Andreas Lenz mit dem 6:3, 6:2 gegen Bleik Brodersen bei. Dagegen mussten sich die Grünberger Philipp Dallmann (4:6, 1:6 gegen Oliver Barthold), Patrick Schunack (3:6, 0:6 gegen Alexander Barthold) und Martin Schmitt (1:6, 0:6 gegen Sebastian Köhl) geschlagen geben. 3:3 hieß es nach den Einzeln.

"Wir haben dann zwei Doppel ›stark‹ gemacht", berichtete Steffen Nebeling. Dass diese Marschroute richtig war, beweisen die Ergebnisse. Wagner/Müller (6:1, 6:1 gegen Isserstedt/Alexander Barthold) und Schunack/Lenz (6:3, 6:3 gegen Oliver Barthold/Bell) holten die Punkte vier und fünf für die Grünberger. Damit war der Sieg gesichert. Dallmann/Schmitt unterlagen zwar gegen Eckhardt/Brodersen mit 5:7, 0:6, aber diese Niederlage richtete keinen Schaden mehr an.

"Wir haben eine gute Saison gespielt", freute sich Steffen Nebeling über das Erreichen des dritten Platzes und ergänzte mit Blick auf die Saison 2021: "Vielleicht geht dann noch mehr." - Ergebnisse: Wagner - Eckhardt 6:0, 6:0, Müller - Isserstedt 6:4, 6:0, Dallmann - Oliver Barthold 4:6, 1:6, Schunack - Alexander Barthold 3:6, 0:6, Lenz - Brodersen 6:3, 6:2, Schmitt - Köhl 1:6, 0:6. - Wagner/Müller Isserstedt/Alexander Barthold 6:1, 6:1, Dallmann/Schmidt - Eckhardt/Brodersen 5:7, 0:6, Schunack/Lenz - Oliver Barthold/Bell 6:3, 6:3.

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