Ruppertenroder nutzen ihren Heimvorteil

In drei Disziplinen wurden kürzlich in Ruppertenrod die Kreismeisterschaften mit dem Kleinkalibergewehr ausgetragen. Neben dem olympischen Liegend-Kampf über 60 Schuss standen auch der Dreistellungskampf mit dem Sportgewehr und das Schießen im Stehend-Anschlag auf 100 Meter mit jeweils 30 Wettkampfschüssen auf dem Programm. Herausragender Schütze mit drei Titeln wurde Karlheinz Rühl aus Ruppertenrod.

(aku) Bei zwei Starts war Oliver Schmidt (Homberg und Ruppertenrod) mit zwei Titeln kaum weniger erfolgreich als Rühl.

Von den 50 Startern vertraten über ein Drittel die Farben des Gastgebers (18). 14 starteten für Brauerschwend. Die restlichen Starter traten an für Grebenau (sechs), Ober-Breidenbach (fünf), Homberg (vier), Schwarz (zwei) und Kirtorf (eins).

In der Schützenklasse war Oliver Schmidt (Homberg) in der Disziplin 100 Meter eine Klasse für sich. Mit 291 Ringen kam er bis auf wenige Ringe an sein tolles Ergebnis aus dem Vorjahr heran. Überlegen gewann er vor Jury Braun (Ober-Breidenbach, 281), Jens-Peter Koch (Homberg, 280) und Björn Möller (Grebenau, 279).

In der Disziplin 60 Schuss-Liegend ging der Titel der Schützenklasse an Ruppertenrod. Ganz knapp sicherte sich Oliver Schmidt (583), der in dieser Disziplin für Ruppertenrod an den Start ging, vor Gunter Kratz (582) den Sieg. Zwei weitere Ruppertenroder Schützen, Roland Bender (572) und Michael Kraft (571), sicherten sich die Plätze drei und vier.

Wie im Liegend-Wettbewerb so waren auch im Dreistellungskampf mit dem Sportgewehr die Ruppertenroder Schützen an der Spitze der Bestenliste unter sich. Hinter Gunter Kratz (272) belegten Michael Kraft (264), Roland Bender (260), Alexander Rau (256) und Jens-Peter Koch (251) die weiteren Plätze.

In der Altersklasse ging Michael Faust (Brauerschwend) in zwei Disziplinen (Sportgewehr und 100 Meter) an den Start. Mit dem Sportgewehr (Dreistellungskampf) wurde er mit 266 Ringen Kreismeister vor Roland Rau (Ruppertenrod, 261). In der Disziplin 100 Meter musste sich der Brauerschwender hinter Siegbert Merz (Ruppertenrod, 278) mit 276 Ringen und Platz zwei begnügen. Rau kam mit 268 Ringen auf Platz drei.

Die Seniorenklasse wurde von Karlheinz Rühl dominiert. Alle drei am Wochenende in dieser Altersklasse zu vergebenden Titel heimste der Ruppertenroder ein. Seinen engsten Erfolg feierte er mit dem Sportgewehr. Hier setzte ihn Walter Theis aus Grebenau mit 266 Ringen mächtig unter Druck. Dank des besseren Ergebnisses im Stehend-Anschlag setzte er sich am Ende aber mit 269 Ringen durch. Mit respektablem Abstand auf die beiden Besten wurden Günter Janich (248) und Karl Georg (244) für Brauerschwend Dritter und Vierter.

In der Disziplin 100 Meter war Karlheinz Rühl (265) ebenso klar überlegen wie im olympischen Liegend-Kampf, wo er auf 578 Ringe kam. In beiden Disziplinen wurde Karl Georg Zweiter (254/560).

Rau, Rühl und Merz sicherten sich zudem im Mannschaftswettkampf (Altersklasse) den Kreismeistertitel in den Disziplinen 100 Meter Stehend-Anschlag und Sportgewehr (Dreistellungswettkampf).

Die Teilnehmerzahlen im Nachwuchsbereich in den 50- und 100 Meter-Gewehrdisziplinen sind im Schützenkreis Alsfeld seit Jahren überschaubar. Dies liegt jedoch nicht an mageren heimischen Leistungen. Die Besten aus dem Kreis gehören in einer stattlichen Anzahl dem Landeskader an und nehmen wegen Terminüberschneidungen oft nicht an den Meisterschaften auf Kreisebene Teil. Dies war auch an diesem Wochenende wieder der Fall. Die Jugendliche Janina Becker aus Ober-Breidenbach ging als einzige der Kaderschützen an den Start. Mit sehr guten Leistungen stellte sie ihr schießsportliches Talent eindrucksvoll unter Beweis. 295 von 300 Ringen in der Disziplin 100 Meter waren Tagesbestleistung und stellten selbst die 291 von Oliver Schmidt aus der Schützenklasse in den Schatten. Auch die 580 Ringe in der Liegend-Disziplin wurden nur von zwei erfahrenen Schützen der stärksten Wettkampfklasse knapp überboten.

Einen packenden Zweikampf lieferten sich die beiden Junioren Matthias Bittner (Ober-Breidenbach) und Florian Wetzold (Grebenau). Mit 267:266 bzw. 259:250 behielt der Ober-Breidenbacher im Stehend-Anschlag auf 100 Meter und mit dem Sportgewehr über 50 Meter die Oberhand. Beide qualifizierten sich für die Gaumeisterschaften, und dort ist im Kampf um das Limit zur Landesmeisterschaft wieder alles offen.

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