Trainer Daniel Marx (l.) und Niklas Mattig wollen mit ihren TSF Heuchelheim eine Saison ohne Abstiegsängste. ARCHIVFOTO: FRO
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Trainer Daniel Marx (l.) und Niklas Mattig wollen mit ihren TSF Heuchelheim eine Saison ohne Abstiegsängste. ARCHIVFOTO: FRO

In ruhigeres Fahrwasser

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Nich noch einmal! Die TSF Heuchelheim hoffen, in der Fußball-Gruppenliga nicht eine ähnliche Spielzeit zu erleben wie in der vergangenen Runde, denn bis zum Abbruch der Saison deutete alles auf einen sang- und klanglosen Abstieg.

Die TSF Heuchelheim gehen in ihre neunte Saison als Fußball-Gruppenligist und gehören damit zu den erfahrensten Mannschaften dieser Liga. Dies war während der Saison 2019/20, in der man zweimal den Trainer wechselte und mit zehn Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierte, lange Zeit nicht absehbar. Der Abstieg in die Kreisoberliga Süd schien unvermeidbar, ehe der coronabedingte Abbruch der Saison und die durch den Verbandstag getroffene Entscheidung, auf Absteiger zu verzichten, den TSF ein weiteres Jahr der Ligazugehörigkeit sicherte.

Die aktuelle Situation: Mit drei Aktivenmannschaften sind die TSF in Zeiten, in denen man sich auf eine lange Saison mit vielen Spielen einrichten muss, gut aufgestellt. Durch die Spielpause sollten die Köpfe, die nach der verkorksten Vorsaison oftmals blockiert zu sein schienen, wieder frei sein. Für Trainer und Spieler geht das Spiel wieder bei null los. Gelegenheit also, sich auf seine alten Stärken und Tugenden zu besinnen, und an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen.

Kommen/Gehen: Mit Cameron Stokes, der bislang für den FSV Fernwald II auf Torejagd gegangen ist, haben sich die TSF im Angriff eine zusätzliche Option geschaffen. Auch auf der Torhüterposition wurde durch die Verpflichtung von Lucas Schmitz vom FC Gießen II der Konkurrenzkampf neu angefacht. Ihre ersten Schritte im Senioren-Bereich wollen Lukas Matic (U19 SC Waldgirmes) und Julian Kloos (JSG Linden/FCTurabdin/Babylon) bei den TSF wagen. Vom Kreisoberligisten TSV Großen-Linden stoßen mit Tobias Kloos und Tim Landeck zwei ambitionierte Spieler zu den Heuchelheimern. Darüber hinaus setzt TSF-Trainer Daniel Marx vor allem auf junge, hungrige Spieler, die sich innerhalb des eigenen Vereins empfohlen haben oder aus der eigenen Talentschmiede nachrücken. Damit sollten die sieben Abgänge gut kompensiert werden können.

Stärken/Schwächen: Auch in der kommenden Saison wird der Begriff "Kollektiv" bei den TSF großgeschrieben werden. Spielmacher Andreas Klan und Stürmer Tobias Schmitt waren in der vergangenen Spielzeit oftmals verletzungsanfällig und müssen zeigen, ob sie zu ihrer alten Leistungsstärke zurückkehren können. Mit den erfahrenen Nico Lotz, Kevin Kießwetter, Niklas Mattig sowie den gereiften Tim Kreiling, Julian Weiser und Julian Reinhardt könnten sie das Gerüst der TSF-Elf bilden, um das herum sich die jungen Wilden entwickeln können.

Umfeld/Trainer: Mit Daniel Marx hat ein Trainer aus den eigenen Reihen den Posten des Cheftrainers bei den TSF übertragen bekommen. Er löste bereits im Winter Interimstrainer Dominik Seel, der als spielender Co-Trainer zur Verfügung steht, ab. Dr. Ulrich Faßl, der die Geschicke der TSF als Sportlicher Leiter lange verantwortlich prägte, wird von Jan Ziesenitz, der als Torwart im Kreis bekannt ist, abgelöst. Ihm stehen ehrenamtliche und fußballkompetente Sportkameraden zur Seite, sodass die Rahmenbedingungen für eine Rückkehr in ein sportlich ruhigeres Fahrwasser geebnet zu sein scheinen.

Prognose: Die desaströse Vorsaison sollte eine Eintagsfliege gewesen sein. Daniel Marx und seiner Elf ist es zuzutrauen, dass sie sich auf einem gesicherten Mittelfeldplatz etablieren können. Allerdings wird dies entscheidend vom Fitnesszustand der Leistungsträger abhängig sein. Aufgrund der coronabedingt erhöhten Anzahl von Mannschaften und der damit einhergehenden Anzahl von fünf Absteigern sind Tim Kreiling und Co. gut beraten, jeden möglichen Punkt einzusammeln, um am Ende der Saison nicht zittern zu müssen.

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