Rückschlag für Gießen-Achter

  • VonEric Baumann
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(ejb). Mit unzufriedenen Mienen über die Leistung am zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga reisten die Sportler des Sparkasse Gießen-Achters aus Minden zurück. Mehr als Platz 14 war diesmal nicht drin.

Trainer Rainer Koppmann musste für die Regatta auf dem Wasserstraßenkreuz auf zwei wichtige Ruderer verzichten, und schon im morgendlichen Zeitlauf machte sich das bemerkbar. Gießen musste sich gegen Hanau geschlagen geben und hatte mit Platz 13 keine gute Ausgangsposition.

Über den Hoffnungslauf sollte es dennoch klappen, an den Erfolg von Dortmund zum Auftakt anzuschließen. Mit einem gelungenen Start fuhr das Gießener Boot früh einen Vorsprung auf die Mannschaft aus Krefeld heraus. Doch die Ruderer vom Niederrhein ließen nicht locker. Schlag um Schlag kämpften sie sich wieder an die Hessen heran. 40 Meter vor dem Ziel lagen beide Boote gleich auf. Die Krefelder hatten auf den letzten Metern aber noch mehr Reserven übrig und schoben auf den letzten Zügen ihren Bug nach vorne und kamen als erste über die Linie.

Auch im Viertelfinale gegen Mülheim konnten die Gießener nicht überzeugen. Im Halbfinale ging es für die Hessen dann nur noch um Schadensbegrenzung. Zum ersten Mal an diesem Renntag konnten die Sparkassen-Ruderer ihre Stärke am Start richtig ausspielen. Schon nach wenigen Schlägen brachten die Gießener ihren Bug vor das Dortmunder Boot und bauten ihren Vorsprung zur Streckenhälfte auf eine halbe Bootslänge aus. Auf der zweiten Hälfte waren die Ruderer von Hansa Dortmund dann aber auf Betriebstemperatur, erhöhten ihr Tempo und holten wieder auf. Aber die Ruderer um Schlagmann Johannes Birkhan hielten dagegen und wehrten den Angriff der Dortmunder ab. Mit über einer halben Sekunde Vorsprung kam das Boot von der Lahn über die Ziellinie.

Mit diesem Erfolg im Rücken ging es im Finale um Platz 13 gegen den Achter aus Mainz. Gießen hatte sich offenbar zusammengerauft und konnte den Start erneut für sich entscheiden. Mit einem guten Luftkasten Vorsprung für die Hessen fegten die beiden Achter über die Schiffsbrücke des Mindener Wasserstraßenkreuz. Doch dann kam das Gießener Boot auf der schmalen Bahn vom Kurs ab. Die Ruderer auf der Backbordseite trafen mit ihren Riemen die Bojen, die die beiden Bahnen voneinander trennten. Sofort verringerte sich der Schub im Boot. Die Mainzer nutzten diesen Patzer und konnten sich auf den letzten Metern vor dem Ziel in Führung bringen.

»Das, was wir heute abgeliefert haben, ist absolut nicht unser Anspruch. Das können wir besser und da wollen wir für Münster auch wieder hin. kommentierte Teamchef Eric Baumann. »Auch wenn wir nicht so stark besetzt waren wie in Dortmund, war das ein enttäuschendes Ergebnis. Wir müssen jetzt die Zeit bis Münster intensiv nutzen, um an unser eigentliches Niveau wieder heranzukommen«, gab Trainer Rainer Koppmann die Marschrichtung für die kommenden zwei Wochen vor.

Mit dem 14. Platz in Minden rutschte der Gießen-Achter auf Tabellenplatz acht, während sich Münster an der Tabellenspitze etablierte. Dahinter folgen Osnabrück, Minden, Hamburg, Berlin, Hanau und Hannover. Hinter Gießen reihen sich Frankfurt, Mülheim, Krefeld, Limburg/Wetzlar, Dresden und Dortmund ein. Mainz, Kassel und Witten bilden den Tabellenschluss. In Minden ruderten Simon Baar, Johannes Birkhan, Nils Braden, Michel Dronka, Fabian Kröber, Nikolai Schwab, Nico Weber, Marc Weber und Michel Zörb. Steuerfrau war Lara Bot.

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