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Rückschlag für die TSF

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Frei durch: Heuchelheims dreifacher Torschütze Max Kruse hat sich gegen zwei Idsteiner durchgesetzt und nimmt den Kasten von Nikola Knezevic ins Visier. © Tim Balser

(opk). Ganz bittere Heimniederlage für die TSF Heuchelheim in der Handball-Landesliga Mitte. Im Kellerduell hatte das Team von Trainer Claus Well gestern Abend Schlusslicht TV Idstein zu Gast und verlor mit 26:27 (11:13). Die bis dato gute Ausgangslage im Kampf gegen die Abstiegsplätze ist damit dahin. Die letzten fünf Spiele bestreiten die TSF ausschließlich gegen tabellarisch besser platzierte Teams.

Es war von Beginn an eine Begegnung mit wenig Highlights. TSF-Trainer Claus Well bemängelte vornehmlich den fehlenden Kampfgeist seiner Mannschaft. Vom 3:3 (7.) über das 6:6 (13.) stand es bis zum 9:9 (20.) unentschieden. Dann gelang den Gästen die erste Zwei-Tore-Führung, die bis zum Pausenpfiff hielt (11:13). Beide Teams agierten mit einer offensiven 5:1-Deckung, beide kamen dennoch immer wieder zu Abschlüssen vom Sechs-Meter-Raum. Im ersten Durchgang mit dem besseren Ende für die Gäste.

»Wir haben enorm viele freie Bälle verworfen, gerade in der Schlussphase«, bemängelte Well. Doch auch im ersten Durchgang vergab sein Team zu viele freie Würfe. Kurz nach Wiederanpfiff gelang es den Idsteinern sogar, mit vier Treffern davonzuziehen: Tobias Riemenschneider traf zum 16:12 aus Gästesicht (36.). Heuchelheim aber steckte nicht auf und kam knapp vier Minuten vor dem Ende noch einmal auf 24:26 heran, ehe es Zeitstrafen für die Gäste regnete. Innerhalb von weniger als 60 Sekunden kassierte Idstein drei Zwei-Minuten-Strafen und war somit kurzzeitig in dreifacher Unterzahl. Dennoch gelang es den TSF nicht, Kapital daraus zu schlagen, sie erzielten währenddessen lediglich einen Treffer per Siebenmeter. Zwar traf Heuchelheims Abbas Kaplan 50 Sekunden vor Schluss noch zum Ausgleich (26:26), Idsteins Bastian Grandpierre setzte aber noch den verdienten Siegtreffer für Idstein. »Heute hat es an allem gefehlt. So eine Leistung in einem der wichtigsten Spiele gegen der Abstieg ist unerklärlich. Die nächsten Wochen werden nun echt schwierig«, bilanzierte Well.

Heuchelheim: Winter, Geier; Reuschling, Julius Weber, Kröck (2), Hoffmann (3), Brühl (5/1), Kunz, Kaplan (2), Dennis Weber (6/2), Bender (3), Rinn (2), Hofmann, Kruse (3).

Idstein: Festerling, Knezevic; Graulich, Mijatovic, Kaiser (2), Titze, Angelov (6), Hormann (1), Riemenschneider (11/1), Cremers, Marxen, Rausch (2), Stübing, Grandpierre (5)

Im Stenogramm: SR: Paul/Löbel (Twistetal). - Zu.: 120 - Zeitstrafen: 4:18 Min. - Rote Karte: Angelov (Idstein/47.. 3. Zeitstrafe). - Siebenmeter: 6/3:1/1.

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Kampf gegen den Abstieg: Der Idsteiner Jan-Niklas Angelov stoppt Heuchelheims David Kröck (l.) mit allen Mitteln. F.: BALSER © Tim Balser

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