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Keeper Stephen Jäckel, Julian Bender (Nr. 6) und Luke Dettki wollen mit ihrem FSV Fernwald heute im Mittelhessen-Derby endlich die ersten Punkte einfahren.

Fußball

Mit dem Rücken zur Wand

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Heute Abend (19 Uhr) steht das Mittelhessen-Derby zwischen dem SC Waldgirmes und dem FSV Fernwald in der Fußball-Hessenliga an. Und unter Druck steht der Gast aus dem Sportkreis Gießen.

(fro). Die Hausherren gehen mit dem Selbstbewusstsein von zehn Punkten aus den ersten vier Saisonspielen in die Partie. Am vergangenen Samstag gelang der Elf von Otmar Velte beim 1. Hanauer FC 93 mit dem 2:0 der zweite Saisonsieg.

Einmal mehr hatte der SC-Trainer mit den Einwechslungen ein glückliches Händchen, da Dennis Hinz das 1:0 erzielte und Mert Ciraci das 2:0 vorbereitete. "Dies spricht für den Charakter meiner Spieler, die die Ideen des Trainers direkt umsetzen. Wir haben keine Bankspieler, sondern 18 willige Spieler im Kader. Diese müssen brennen, denn sie spielen nicht für mich, sondern für ihren Verein", hebt Velte hervor. "Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Daher ist der Tabellenstand egal. Der FSV hat eine hohe Qualität, steht aber mit dem Rücken an der Wand. Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen, denn ein angeschlagener Boxer ist gefährlich", mahnt Velte.

Der Aufsteiger aus Fernwald steckt nach vier Niederlagen in Folge und dem Hessenpokal-Aus beim Gruppenligisten SSC Burg in der Krise. Besonders bitter war, dass die Elf von FSV-Trainer Karl-Heinz Stete von den sechs gegen den Mitaufsteiger SV Neuhof eingeplanten Zählern nach der 0:2-Heimniederlage gegen die Osthessen keinen Einzigen auf der Habenseite verbuchen konnte. "Die Lage ist angespannt, aber ich verliere deshalb nicht die Nerven. Es ist klar, dass wir um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Es sind aber erst fünf der 34 Spiele absolviert. Fakt ist aber, dass wir in den nächsten Spielen punkten müssen. Der SC ist Favorit, aber in einem Derby kann vieles passieren", sagt Stete. Auch wenn der FSV-Trainer intensiv an der Taktik tüftelt, wollte er vor dem Spiel keinen Einblick in seine Überlegungen geben. Es dürfte aber wahrscheinlich sein, dass der eine oder andere etablierte Bankdrücker vom vergangenen Samstag wieder in die Startelf rücken wird. Der Fokus muss auf alle Fälle auf der Verbesserung der Defensive liegen, denn während der SC mit lediglich drei Gegentoren über die zweitbeste Abwehr der Liga verfügt, ist der FSV mit 15 Gegentreffern bislang die Schießbude der Hessenliga. "Wir müssen gut stehen, gut gegen den Ball arbeiten und das SC-Spiel frühzeitig unterbinden", lautet die Vorgabe von Stete.

Personelles: Barbaros Koyuncu und Jafar Azizi (beide verletzt) fehlen dem SC. Felix Hörr und Laurin Dante de Bona haben das Training wieder aufgenommen. Marvin Göltl hat seine Sperre abgesessen und wird für Florian Säglitz beim FSV auf der Bank Platz nehmen. Rafael Szymanski, Antonyos Celik und Danilo Neves Oliveira (alle verletzt) stehen dem Gast nicht zur Verfügung.

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