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Der RSV Lahn-Dill um Thomas Böhme (r.) kann am Samstag mit einem Sieg gegen Hannover (links Jan Haller) ins Playoff-Finale der RBBL einziehen.

RSV vor dem Matchball

  • VonAndreas Joneck
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(aj). Der RSV Lahn-Dill möchte am Wochenende den Sprung in die Finalserie um die deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft perfekt machen. Nach dem Auswärtssieg und dem damit verbundenen 1:0 in der Serie benötigt er hierzu noch einen weiteren Erfolg im Modus »Best of three« gegen seinen Konkurrenten Hannover United. Matchball Nummer eins besitzen Thomas Böhme und Co.

bereits am Samstag um 19:30 Uhr in der Rittal Arena, denn mit einem Heimsieg gegen die Niedersachsen wäre die Fahrkarte in die Endspiele vorzeitig gebucht. Sollte Hannover ein Auswärtscoup gelingen, käme es am Sonntag um 16 Uhr an gleicher Stelle dann zum alles entscheidenden Halbfinalduell.

Der Bürde der Favoritenrolle können sich die Mittelhessen, die als Rekordmeister in ihrer Vereinsgeschichte bereits 13 Titel einfahren konnten, dabei jedoch schlecht entziehen. Nicht nur der klare und vor allem souverän herausgespielte 66:30-Erfolg am vergangenen Samstag in der niedersächsischen Landeshauptstadt spricht für die Wetzlarer, sondern auch die eindeutige Bilanz der beiden Kontrahenten gegeneinander. Insgesamt 16-mal standen sich United und der RSV seit 2011 in Pflichtspielen gegenüber, 16-mal rollte Lahn-Dill dabei als Sieger vom Parkett.

So wünschen sich auch Cheftrainerin Janet Zeltinger und ihr »Co« Günther Mayer eine Entscheidung bereits im Heimspiel am Samstagabend. Aber Playoffs sind nun einmal kein Wunschkonzert - und die Hannoveraner haben erst vor Monatsfrist mit einem Überraschungscoup gegen Titelverteidiger Thuringia Bulls bewiesen, dass man sie niemals unterschätzen darf. Der ehemalige Wetzlarer Jan Haller und seine Kollegen sind mannschaftlich eine starke Einheit, die auch im Februar die Trennung von Joe Bestwick, dem bis dato zweiten ehemaligen RSV-Akteur an der Leine, ohne tiefere Kratzer überwunden hat.

Der RSV Lahn-Dill selbst muss am Samstagabend wie auch in einem möglichen Spiel drei der Halbfinalserie am Sonntagnachmittag auf Nationalspielerin Annabel Breuer verzichten, die sich unter der Woche im Training verletzte. Um durch den Ausfall der Paralympics-Siegerin trotzdem alle Aufstellungsvariationen nutzen zu können, wird damit die immer stärker werdende Catharina Weiß mehr in den Fokus rücken. Während die überzeugende Verteidigung in Spiel eins zum spielentscheidenden Fakt avancierte, will der RSV Lahn-Dill bereits am Samstag aber auch seine Schlagzahl in Offensive deutlich erhöhen. Von Beginn an möchten die Wetzlarer die Heimpartie unter Kontrolle bringen, um damit die Weichen in die richtige Richtung stellen zu können.

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